Jecker Übergriff auf die Redaktion - mit Videos!

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Was für ein Glanz in unserer Geschäftsstelle! Mit Begeisterung haben wir die Narrenschar empfangen. Gebührend begrüßt wurden sie zudem von Andreas Gebbink, NRZ-Redaktionsleiter (links) und Lutz te Baay, Objektleiter vom Klever und Gocher Wochenblatt (rechts). ^Fotos: Tim Tripp
 

Wenn der Montag in der Redaktion damit beginnt Luftballons aufzublasen, Luftschlangen und Getränke zu verteilen, dann steht der Besuch der Narren in den Redaktionsräumen an.

Kleve. Auch für mich als Gebietsredakteurin ist das eine ganz neue Erfahrung. Kaum ist es 16 Uhr da strömen sie schon herein mit Kapelle und Funkenmariechen. Ein Narr schöner anzusehen und feiner herausgeputzt als der andere. Zu Besuch sind das Gocher Prinzenpaar, der Klever Prinz, die Tulpenprinzessin aus Bedburg-Hau und der Prinz aus Kranenburg nebst Gefolge.
Klar, dass sie vom gesamten Team des Klever und Gocher Wochenblattes sowie der NRZ sehr gerne empfangen werden.
Nachdem die Jecken gebührend begrüßt worden sind, kommt es zur Ordensverleihung. Wie eigenartig ist es doch dann, plötzlich seinen eigenen Namen zu hören. Jawoll Prinz Andreas, der Grenzenlose will mir doch tatsächlich einen Orden verleihen. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet und bin fast ein wenig außer Fassung. Spätestens beim Bützen des Prinzen habe ich mich dann aber wieder gefangen. Auch mein Gocher Redakteurskollege Franz Geib erhält einen Orden und man dankt uns für die ausführlich und gute Berichterstattung vor Ort. Danach erobern die Jecken endgültig die Redaktionsräume.
Der eine stöbert in alten Zeitungsbänden, der nächste tanzt im Innenhof oder schüttelt begeistert Hände.
Auf dem Flur treffe ich Prinz Andreas wieder, der sich bereitwillig meinen Fragen stellt. Rund 250 Termine hat er in der Session, davon waren das alleine 15 am vergangenen Samstag. Wie schafft man das? „Natürlich habe ich die letzten drei Wochen Urlaub“, schmunzelt Andreas der Grenzenlose dann und man merkt, er ist mit Leib und Seele Prinz von Kleve. Er genieße jeden Auftritt, lässt er mich wissen, und würde aber manche Augenblicke gerne mehr auskosten. Auch wenn es manchmal zwischen den Auftritten stressig ist, Andreas weiß ganz genau, sobald er den Saal betritt, ist er zu 100 Prozent Entertainer. „Das geht natürlich nicht ohne meine Garde und die Funkerschwänchen, die mich wirklich super gut unterstützen.“ Bereits seit vier Jahren freute sich der Prinz auf seine ehrenvolle Aufgabe. Seit 2012 war klar, in der Session 16/17 wird Andreas Prinz von Kleve. Und macht damit auch seinen Verein, den Schwanenfunkern alle Ehre. Und was wäre ein Prinz ohne Prinzenlied? Richtig, das gehöre einfach dazu. Wer hätte das gedacht: Gemeinsam mit Adjutant Marc Mülders hat der Klever Prinz sein Prinzenlied sogar selber getextet. Hut ab, denn es kommt in der Bevölkerung verdammt gut an.
Doch was sagt eigentlich die Familie zu den vielen Auftritten? „Natürlich muss meine Frau auf einiges verzichten in dieser Zeit. Da kann man am Wochenende nicht einfach mal sagen: Schatz komm lass uns spazieren gehen. Das ist einfach in der Zeit nicht möglich. Aber sie versteht das!“ Und wie sieht es aus mit den Bützchen? Auch diese Frage nimmt der Prinz gekonnt gelassen. „Ich will nicht ausschließen, dass sie manchmal eifersüchtig ist, das gehört ja zu einer guten Ehe dazu. Aber im großen und Ganzen haben wir da keinerlei Probleme." Es ist eben auch Aufgabe des Prinzen bei jeder Ehrung zu bützen. Und was macht der Prinz außerhalb der Saison? Der Name (der Grenzenlose) ist Programm. Prinz Andreas liebt es zu reisen, ist auch gerne an der frischen Luft unterwegs, verbringt aber auch viel Zeit zu Hause. Früher hat er sogar aktiv Fußball gespielt, jetzt sei er passiver Fußballfan.
Dem Klever Karneval wünscht der Prinz, dass die vielen Bütten beibehalten werden, ebenso wie die Mundart. „Das ist uns Schwanenfunkern besonders wichtig. Die Tradition, den Brauchtum und die Mundart zu wahren.
Besonders freut sich der Prinz nun auf die Besuche im Seniorenheim und im Kindergarten, die immer sehr gut angenommen werden.
Danach möchte ich den Prinz nicht länger von dem Feiern mit seiner Garde abhalten (denn wann haben sie mal soviel Zeit zur freien Verfügung ohne Auftritt).
In jedem Raum sind die Jecken inzwischen verteilt, einer tippt sogar eine Kolummne in den Computer des Gocher Kollegens, der andere dreht den Spieß um und versucht mich selber zu interviewen. Ziemlich schnell vermischen sich auch die einzelnen Mitglieder der Gesellschaften untereinander. Denn jeder Jeck hat seine Daseinsberechtigung. Übrigens: Das "Du" muss sein im Karneval, genauso wie die unzähligen Umarmungen und Bützchen. Geknabbert und getrunken wird was das Zeug hält. So viel Action habe ich in diesen Räumen noch nicht erlebt.
Viel zu schnell geht er dann vorüber der über zwei stündige Besuch der Tollitäten nebst Gefolge. Sie müssen weiter. Zwei Termine gibt es an diesem Abend noch. Und auch morgen müssen alle wieder fit sein, um erneut zu bützen, sich zu herzen und das Karnevalsbrauchtum weiter zu pflegen. Na dann, helau!

Hier gibt es drei Videos von der Narren-Invasion:


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