Historische Bahnlandschaft zwischen Groesbeek und Kleve
Es wird Zeit, um die historische Bahnlandschaft zwischen Groesbeek und Kleve zu retten

Foto von Alfons Thielen
27Bilder

In 10 Jahren ist viel Sichtbares der Eisenbahngeschichte der Bahntrasse Groesbeek-Kleve verloren gegangen – durch Vandalismus und Diebstahl. Es wird Zeit zum Handeln.
2008 verfasste ich ein Büchlein mit dem Titel „Nach der Stilllegung des Zugverkehrs – Ein Bildbericht über den Schienenweg Groesbeek-Kleve“. Nach der Stillleugung der Zugverbindung Nijmegen – Kleve im Jahr 1991 wurden die Bahnlandschaft an Wind und Wetter überlassen. 2006-2008 bin ich über die Bahntrasse gegangen und habe mir sie angesehen und fotografisch festgelegt.
Die Schienen bekamen 2008 eine neue Aufgabe. Über sie sollten Draisinen der Grenzland-Draisine GmbH rollen. Eine gute Idee! Bauverkehr drang in die zum Teil zugewachsenen Korridors und entnahm der Natur ihre Erzeugnisse. Nachdem der Schienenweg freigelegt und die Lücken darin geschlossen waren, wurden weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, damit die Draisinenfahrer sich sicher über die Schienen bewegen konnten. Alte Bahngebäude, Outdoorgehäuse, Schaltschränke, Prell- und Stellböcke, Meilensteine, Kilometerschilder, Vorsignalbaken und Signale aus der Eisenbahngeschichte blieben in der Eisenbahnlandschaft als Denkmäler der Vergangenheit stehen. Die Draisinenfahrer bekamen unterwegs den Eindruck, sie waren echte Lokführer.
Die Europa-RadBahn naben den Schienen wird spätestens im Juni eröffnet und die Radfahrer können diese Denkmäler genauso gut sehen wie die Draisinenfahrer. Vielleicht bekommen welche davon Lust zu wissen, was diese bedeutet haben.
Leider sind die Vandalen und Raubgierigen gekommen und haben diese Denkmäler beschädigt, leergeraubt, entwendet und verschmiert, wodurch dieses „Freilichtmuseum der Bahntrasse“ fast bedeutungslos geworden ist. Wenn der Heimatverein sich nicht gerufen fühlt, daran etwas zu tun, wäre es vielleicht eine gute Idee, einen „Verein der ehemaligen Bahnlandschaft Groesbeek-Kleve“ zu Gründen. Mit Spenden, Subventionen und (ehrenamtlicher) Arbeit könnte man die Bahnlandschaft wieder in Stand setzen und vielleicht kommen verlorengegangen Teile wieder zum Vorschein.
Verschiedene Relikte der früheren Bahnlandschaft sind beim Anlegen der Europa-Radbahn aus der Erde gezogen. Nun hoffen wir, dass sie bald wieder auf ihren Platz hingestellt werden, damit sie nicht verloren gehen.

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