Premiere für Bischof Felix Genn: Ehrenschuss nach dem Sonntagsgottesdienst in St. Johannes Baptist Wyler

Mit dem ersten Schuss durfte Bischof Felix Genn das Schützenfest in Wyler eröffnen. Vorher ließ er sich die Technik erklären, da es für ihn eine Premiere war.
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  • Mit dem ersten Schuss durfte Bischof Felix Genn das Schützenfest in Wyler eröffnen. Vorher ließ er sich die Technik erklären, da es für ihn eine Premiere war.
  • Foto: Bischöfliche Pressestelle/Christian Breuer
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(pbm/cb). Volles Programm für Bischof Dr. Felix Genn bei seinem Besuch in Kranenburg: Zwei Tage lang besuchte er die vier Gemeinden der Seelsorgeeinheit St. Peter und Paul.

So feierte er am Samstag in Kranenburg einen Abendgottesdienst mit den diesjährigen Firmanden und weihte das neu gebaute Pfarrheim. Zum Morgenlob am Sonntag kam er in die St.-Bonifatius-Kirche nach Niel und bekam anschließend von Pfarrer Christoph Scholten eine Kirchenführung durch St. Martin in Zyfflich.

Zum Höhepunkt seines Besuches feierte er zum Patronatsfest einen Gottesdienst in der Kirche St. Johannes Baptist Wyler. Am 24. Juni wird die Geburt von Johannes dem Täufer gefeiert, auf dessen Leben der Bischof in seiner Predigt einging. „Sie haben einen unangenehmen Pfarrpatron“, wandte er sich an die Gemeinde, „so wie damals, stieße er auch heute auf Widerstand und würde anecken.“ Dabei könne sein Leben auch in der heutigen Zeit noch wirken. „Es gilt, die Frage nach Gott wachzuhalten“, sagte der Bischof. „Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir in einem Wertesystem leben können, das am Ende dem Ego-Trip weicht.“

Es gebe, wie das Beispiel Johannes zeige, die Möglichkeit, sich Alternativen zu öffnen. Dabei müsse man allerdings mit Überraschungen leben: „Johannes hatte zunächst darauf gesetzt, dass Gott durchgreift und Ordnung schafft. Und auch heute werde ich oft gefragt, warum Gott nicht durchgreift und die Verantwortlichen wachrüttelt.“ Jesus habe Johannes jedoch gezeigt, dass das nicht die Dimension vom Reich Gottes sei. „Gott ist gnädig, gütig, zart und heilend“, betonte Genn, „trotzdem bleibt er ein gerechter Richter, in Erbarmen und Güte, so dass selbst der ärgste Sünder noch eine Chance hat.“

Nach dem Gottesdienst, der musikalisch vom Cäcilienchor Wyler unter Leitung von Theo Giesbers gestaltet wurde, empfingen die Mitglieder der St.-Johannes-Bruderschaft Wyler-Lagewald den Bischof. Begleitet von Kindern mit bunt geschmückten Fahrrädern zogen sie mit ihm zum Schützenplatz, wo am Sonntag das diesjährige Schützenfest gefeiert wurde. Dort erlebte Bischof Genn eine Premiere: Er durfte zum ersten Ehrenschuss auf den Vogel anlegen. „Das habe ich noch nie in meinem Leben gemacht“, sagte der Bischof lachend. Geübter zeigte sich Pfarrer Scholten, der nach dem Bischof den zweiten Ehrenschuss setzen durfte – und unter dem Applaus der Schützen die Krone traf.

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Lokalkompass Kleve aus Kleve

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