Aufmerksame Bankmitarbeiterin verhindert Trickbetrug in Langenfeld
94-jähriger wollte 30.000 Euro für seinen Sohn abheben

Einer aufmerksamen Bankmitarbeiterin in Langenfeld ist es zu verdanken, dass am Freitag, 6. Dezember, ein Enkeltrick im letzten Moment verhindert werden konnte.

Gegen 13.30 Uhr erhielt ein 94 Jahre alter Langenfelder einen Anruf. Der Mann am Telefon gab sich als Sohn des Seniors aus und tischte ihm auf, er sei in einer finanziellen Notlage. Dabei setzte er den 94-Jährigen massiv unter Druck. Durch geschickte Gesprächsführung schaffte es der Trickbetrüger, sein Opfer von seiner Geschichte zu überzeugen und brachte es letztlich dazu, eine hohe Summe Bargeld bei seiner Bank in der Innenstadt abzuholen.

Schwindel flog auf

Als der 94-Jährige das Geld - insgesamt 30.000 Euro - am Schalter abholen wollte, wurde die Mitarbeiterin des Geldinstituts glücklicherweise stutzig. Sie rief den ihr bekannten echten Sohn des Langenfelders an, wodurch der Schwindel aufflog.

Polizeiliche Ermittlungen

Weitere polizeiliche Ermittlungen zu dem Anrufer, der akzentfreies Deutsch sprach, führten bislang ins Leere. Sowohl am Freitag, als auch am darauffolgenden Wochenende, 7. und 8. Dezember,  registrierte die Polizei erneut eine Welle von Anrufen von Trickbetrügern am Telefon, welche sowohl als Polizeibeamte, Familienangehörige in Notlagen oder als Telefondienstmitarbeiter ausgaben. In allen Fällen hatten es die Kriminellen auf die Ersparnisse und Wertgegenstände ihrer Opfer abgesehen. Glücklicherweise kam es in keinen der Polizei bekannt gewordenen Fällen zu einem finanziellen Schaden.

Kreisweite Anrufwelle

Vor dem Hintergrund des aktuellen Falls aus Langenfeld und der erneuten kreisweiten Anrufwelle warnt die Polizei eindringlich vor den verschiedenen Maschen von Trickbetrügern am Telefon!

Die Masche "Enkeltrick"

Die Trickbetrüger rufen ältere Menschen unter dem Vorwand an, Verwandte (meistens Enkel oder Neffen) oder gute Bekannte zu sein: "Rate mal wer am Telefon ist?". Dann täuschen sie einen finanziellen Engpass vor und bitten um hohe Bargeldbeträge, weil sie das Geld aufgrund einer Notlage sofort benötigen. Durch mehrere Telefonanrufe in kurzer Zeit erhöhen die Täter den psychischen Druck auf die Senioren, verbunden mit Appellen wie: "Hilf mir bitte!". Die Betrüger bitten um absolute Verschwiegenheit gegenüber Familie und Freunden.
Weil sie angeblich nicht selbst kommen können, vereinbaren sie mit den älteren Menschen ein Kennwort, das ein Freund oder Bekannter nennen wird, wenn er als Bote das Geld abholt. In zahlreichen Fällen haben die älteren Opfer nach solchen Gesprächen hohe Geldbeträge von ihrem Konto abgehoben, um dem vermeintlichen Enkel zu helfen.

Autor:

Stefan Pollmanns aus Langenfeld (Rheinland)

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