Bundeswettbewerb "Jugend musiziert"
Drei Langenfelder Nachwuchstalente erfolgreich

Drei Schüler der Langenfelder Musikschule sind als Preisträger vom diesjährigen Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Halle/Saale zurückgekehrt. Sie konnten unter 2.900 Bundesteilnehmern vor Fachjurys aus Hochschulprofessoren und Profimusikern ihr Können überzeugend unter Beweis stellen.

Der 13-jährige Milan Boxberg wurde in der Kategorie Kontrabass Solo mit einem 1. Preis mit 25 Punkten und dem Sonderpreis Kontrabass (Edgar-Auer-Preis) ausgezeichnet. Leila Tigani (14) erreichte in der Kategorie Gesang (Pop) ebenfalls einen 1. Preis mit 24 Punkten und Meike Vogt (17) sicherte sich in der Kategorie Klavierbegleitung für Vokalensemble mit zwei Gesangsstimmen einen 2. Preis mit 23 Punkten. Die Musikschulleiterin Sonja Steinsiek freut sich mit den jungen Musikern über ihren großen Erfolg.

Erstklassige pädagogische Betreuung

Für solche Erfolge ist Talent natürlich wichtig. Aber vor allem ist es nach Steinsieks Auffassung eine erstklassige pädagogische Betreuung durch engagierte Musiklehrer, die es schaffen, ihre Schüler immer wieder neu zu motivieren.Die Langenfelder Musikschullehrer Christina Kühne (Gesang), Uli Schneider (Kontrabass) und Berthold Scheuß (Klavier) sind solche engagierten Lehrer. 

Vorbereitung schon vor den Sommerferien

„Meist beginnen sie schon vor den Sommerferien mit der Vorbereitung auf den Wettbewerb. Geeignete Stücke für ein 10- bis 20-minütiges Programm zu finden, ist eine große Herausforderung“, so die Musikschul-Leiterin weiter. Einerseits müssten die Stücke anspruchsvoll genug sein, dass ihre Interpreten auch nach Monaten noch neue Facetten darin entdecken können, auf der anderen Seite müssten die Stücke das Potenzial haben, Fachjury und Publikum schon in wenigen Sekunden in ihren Bann zu ziehen und nachhaltig zu überzeugen.

Auch selbstkomponiertes Stück

Leila wählte für ihr Programm "Paper Hearts" von Tori Kelly, ein A-cappella-Stück in portugiesischer Sprache, „Shimbalaie“ von Maria Gadú, und einen von ihr selbst komponierten Song mit dem Titel "Winter". Milan überzeugte mit einem modernen Kontrabass-Solostück " Erkon Elegia" vom finnischen Komponisten Teppo Hauta-aho, der klassischen "Gavotte" von Lorenziti und am Schluss mit der sehr anspruchsvollen, virtuosen Tarantella von Giovanni Bottesini.

Hervorragende solistische Qualitäten

Für seine hervorragenden solistischen Qualitäten wurde er im Bundeswettbewerb mit dem Sonderpreis für Kontrabass ausgezeichnet. Meike begleitete das Gesangsduo aus Dortmund, Gina-Marie Alter und Niklas Burczyk, bei einem anspruchsvollen Programm mit Liedern bekannter Komponisten wie Robert Schumann, Wolfgang Amadeus Mozart, Camille Saint-Saens und Fanny Hensel-Mendelssohn. Eine besondere Herausforderung war die Interpretation des Liedes von Hermann Reutter, ein Komponist des 20. Jahrhunderts, mit dem Titel "Selige Sehnsucht".

Entscheidung kurz vor Anmeldeschluss

Für Leila Tigani war es die erste Teilnahme bei "Jugend musiziert". Die Entscheidung, daran teilzunehmen, fiel erst kurz vor Anmeldeschluss. Ihre Gesangslehrerin Christina Kühne hatte die Idee. Milan Boxberg war schon vor drei Jahren mit seinem Kontrabass in der Solokategorie dabei und hat es bis zum Landeswettbewerb geschafft. Dass er auch dieses Jahr teilnehmen würde, ebenso wie fünf weitere Schüler von Uli Schneider, stand schon lange fest. In den Bundeswettbewerb zu kommen, war sein großes Ziel. Der Gewinn des Bundeswettbewerbs kam jedoch völlig überraschend.

Große Anspannung

„Jugend musiziert ist eine emotionale Sache, Stress und Lampenfieber vor dem Wertungsspiel und große Anspannung bis zum Verkünden des Ergebnisses. Da fließen auch schon mal Tränen, aus Enttäuschung oder aus Freude“, weiß Sonja Steinsiek. Meike Vogt hat dies schon oft durchlebt. Seit 2012 nimmt sie jedes Jahr bei "Jugend musiziert" teil. In verschiedenen Kategorien, mit Klavier und Bratsche, hat sie auf Regional- und Landesebene zahlreiche Preise errungen und war auf Bundesebene bereits dreimal erfolgreich, 2016 mit der Bratsche, 2018 und 2019 mit dem Klavier. Ein Jahr ohne "Jugend musiziert" kann sich die 17-Jährige kaum vorstellen.

Leistungsstützpunkt für besonders begabte junge Bassisten

Die drei Langenfelder Nachwuchstalente und ihre Lehrer haben auch im nächsten Schuljahr viel vor. Das Gesangstalent Leila überlegt, bei einem TV-Wettbewerb mitzumachen. Milan wird bei "Jugend musiziert" in der Kategorie Streicherensemble antreten. Sein Lehrer Uli Schneider, der neben seinen Musiklehrertätigkeiten auch die Pädagogische Arbeitsgemeinschaft Kontrabass NRW leitet, wird an der Musikschule Langenfeld einen Leistungsstützpunkt für besonders begabte junge Bassisten einrichten. Meike macht Abitur und wird voraussichtlich musikalisch etwas kürzer treten. Bei "Jugend musiziert" will sie trotzdem noch einmal teilnehmen.

Autor:

Stefan Pollmanns aus Langenfeld (Rheinland)

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