Kabarett mit Lokalkolorit

Die acht Darsteller des Theaterensembles der Studiobühne beginnen ihren Auftritt mit dem Song „Geht die Welt unter“ mitten im Publikum. Denn nicht etwa auf der Bühne, sondern zwischen den Langenfelder Zuschauern fühlen sich die vielseitigen Künstler am wohlsten. Immerhin macht die Gruppe Kabarett mit Lokalkolorit.

Doch die bereits überstandenen Auftritte und die fünf weiteren, die in den nächsten Wochen noch folgen werden, werden wohl die letzten sein. Das nimmt das Ensemble zumindest in seinem Stück an, das sich um den diesjährigen vorausgesagten Weltuntergang am 21. Dezember 2012 unter dem Motto „2012 – Wir sind schuldlos“ dreht. Die Schauspieler, Sänger und Comedians möchten wissen, ob Langenfeld wohl verschont bleiben wird und gehen der Frage auf den Grund. Dazu laden sie allerlei hochkarätige Gäste ein. Die etwas gealterten Superhelden Superman und Badman schlagen auf, die Reinkarnationsgesellschaft möchte den Buddhismus kurz vorm Ende nach Langenfeld bringen und Herr Professor Doktor Schreiberling hofft als reicher Medienguru auf eine sich gut verkaufende letzte Ausgabe seiner Zeitung. Und sollte der Weltuntergang doch nicht kommen, weiß Schreiberling auch schon die Schlagzeile für den 22. Dezember: „Pech für die Griechen, Glück für die Deutschen“.

Viel Witz und lustige Songtexte von den vielen verschiedenen Figuren, die in der Studiobühne zum Leben erweckt werden, bringt das Publikum immer wieder schallend zum Lachen. Die Zuschauer müssen auch manchmal mitmachen und die Künstler verstehen es, sie spontan mit in das Programm einzubinden. Das beschäftigt sich auch nicht nur mit Weltuntergangs-Themen, die die ganze Welt beschäftigen, sondern auch mit lokalen Streitigkeiten und Probleme. Es ist zum Beispiel wichtig zu wissen, ob Langenfeld möglicherweise am 21. Dezember verschont bleiben wird, weil es anders als Monheim schuldenfrei ist.

Doch trotz aller Komik, regt das Theaterensemble mit seinen klugen, sehr ironischen Texten auch zum Nachdenken an und kritisier vieles in der Gesellschaft. Muss etwa Herr Professor Schreiberling von den Medien nur auf Geld aus sein und darf keine objektive, informativen Medien zu lassen? Darauf antworten die Darsteller mit dem Lied „Medien formen statt zu informieren“ mit der Begleitung der Band, die je nach Lied aus Bass, Gitarre, Saxophon, Querflöte und Schlagzeug besteht. Oft sind die Songs angelehnt an oder melodisch gleich zu Top-Ten-Hits des vergangenen Jahres, aber auch aus den 60ern, 70er und 80er ist etwas dabei.

Es findet also jeder etwas, das ihm gefällt. Vor allem von den witzreichen Texten und den vielen Kostümen ist das Publikum begeistert. Aber noch hat man die Chance sich das Theaterensemble in der Studiobühne selbst anzusehen. Das Ensemble rät dazu, weil man schließlich nicht wissen kann ob es das nächste Jahr überhaupt geben wird. Die weiteren Vorstellungstermine sind heute, Samstag, 5. Mai, 20 Uhr Sonntag, 6. Mai, 19 Uhr, Donnerstag, 17. Mai, 19 Uhr, Freitag, 18.Mai, 20 Uhr, Samstag, 19. Mai, 20 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es an der Kasse im Schauplatz, montags bis freitags, 15 bis 18.30 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr (www.schauplatz.de) sowie im Bürgerbüro.

Autor:

Ralf Paarmann aus Langenfeld (Rheinland)

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