Gereimtes und Ungereimtes zu Ostern.

Osterei-Versteck

Der Apfelbaum als Ei-Versteck
erfüllt für Hasen seinen Zweck.
Dabei hat für den oberen Ast
die Katz’ das Ei mit angefasst.
Sind auch die Kinder flugs zur Stell,
zu finden ist das Ei nicht schnell.
Die Blätter schützen jeden Blick,
das Ei zu finden, grenzt an Glück.
Ein guter Platz ist der Kamin,
niemand vermutet’s Ei darin.
Das Huhn bietet ein Nest im Stall
dem Osterhasen überall.
Sind Ostereier schwer zu finden,
hört man die Sucher laut verkünden
im österlichen Überschwang:
Das Suchen dauert uns zu lang.
Sie finden Ostereier dann
im nächsten Supermarkt spontan.

Viele sonnige Frühlingstage
und eine frohe Osterzeit wünscht
Jürgen Steinbrücker

Selbst gestalten

Das faule Ei, das uns erregt,
hat Politik ins Nest gelegt.
Auf Wohltaten, zur Wahl versprochen,
will jeder nun behände pochen.
Die Rechnung zahlen meist die Kleinen
ganz speziell, im Allgemeinen.
Gesundheit wird für uns auch heuer
bald unbezahlbar, richtig teuer.
Wer alt ist, findet keine Pflege,
hier bringt längst niemand was zuwege.
Die Armut wird meist gern verschwiegen,
Pechvögel sind schnell abgestiegen.
Es fordert Mut, selbst zu gestalten,
das gilt für Junge und die Alten.
Gleichgültigkeit ist ja bequem,
doch ändert sie nichts am System.
In meinem Umfeld kann beginnen,
zu tun, womit alle gewinnen.
Wer andere sich entwickeln lässt,
schenkt Freude auch zum Osterfest.

Das Hasen-Finanzamt

Steuern zahlen ist heut Pflicht,
manche zahlen aber nicht.
Auch der Ober-Osterhase
hatte mal so eine Phase.

Von anderen hörte er, wie’s geht
und wie man sich am besten steht.
So packte dann der „Chef vom Ganzen“
sehr viele Euros in den Ranzen.

Wohin damit, wusste er schon,
die Schweiz war’s Ziel und auch Station.
Sie hatte schließlich ihren Reiz –
die Hasenbank hier in der Schweiz.

Doch kam dies bald ans Tageslicht,
der Oberhase vor’s Gericht.
Kommt er auch eines Tages frei,
Steuerbetrug ist jetzt vorbei.

Osterfreude.

Karfreitag ist für uns kein Ende,
zum Guten hin nur eine Wende,
der Glaube sagt, wir sind geborgen,
nach jeder Nacht kommt heller Morgen.

Wer gern auch an den Nächsten denkt,
wird spüren, er wird reich beschenkt.
Wer andern gibt, bekommt zurück
und dies nicht nur im Augenblick.
Nun mag die Dunkelheit entweichen
und Osterfreude uns erreichen.

Die Sonne wärmt Mensch, Tier und Pflanze,
Natur erstrahlt in neuem Glanze,
die Lebensfreude kehrt zurück
und schenkt dir einen klaren Blick.

Jürgen Steinbrücker, "Dichtung & Wahrheit" Langenfeld-Reusrath, Hasengasse, Ecke Osterstraße.

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