Beschilderung und "Hoteleröffnung" im Freizeitpark Langenfeld
„Lebensräume für Artenvielfalt“

Auf dem Foto von links: Klimaschutzkoordinator Jens Hecker, Bürgermeister Frank Schneider und Verena Wagner vom Klimaschutz-Team.
  • Auf dem Foto von links: Klimaschutzkoordinator Jens Hecker, Bürgermeister Frank Schneider und Verena Wagner vom Klimaschutz-Team.
  • Foto: Michael de Clerque
  • hochgeladen von Stefan Pollmanns

Zu einer besonderen Hoteleröffnung und Einweihung der Beschilderung zu „Lebensräumen für Artenvielfalt“ trafen sich Bürgermeister Frank Schneider, das städtische Klimaschutzteam und weitere Beteiligte im Freizeitpark Langfort.

Die Stadt Langenfeld ist in 2018 der Initiative Deutschland summt beigetreten und hat damit ihre Bemühungen verstärkt, dem Insekten-/Artensterben aktiv entgegenzuwirken. Zahlreiche Maßnahmen und Aktionen sind seitdem bereits angestoßen und durchgeführt worden.
Das Projekt fußt auf „drei Säulen“: Den privaten und gewerblichen Grünflächen (Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Information), den landwirtschaftlichen Flächen (zum Beispiel Ackerrandstreifen) und den städtischen Grünflächen.

Nahrung für Insekten

Im Themenfeld „Öffentliches/städtisches Grün“ wurden bisher, um Insekten langfristig Nahrung sowie Entwicklungs- und (Ersatz-)Lebensräume zu bieten, 14 Flächen mit einer Gesamtgröße von
etwa 25.000 m² dauerhaft naturnah umgestaltet.

Stauden und Gehölze

Auf einigen der Flächen wurden neben der Einsaat mit regionalem Wildblumensaatgut (im Falle der großen Fläche im Norden des Landschaftsparks in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Blühende Landschaft“) unter anderem heimische Stauden und Gehölze gepflanzt.

Artenvielfalt

Andere Grünflächen, auf denen bereits ein gewisses Artenpotential zu beobachten ist, wurden nicht umgebrochen und neu eingesät, sondern werden künftig „lediglich“ anders gepflegt werden, um so die Entwicklung zu mehr Artenvielfalt zu ermöglichen und zu fördern.

Ökologische Kriterien

Auch auf den neu eingesäten Flächen wird die Entwicklung beobachtet und die Pflege nach ökologischen Kriterien angepasst.

Wildwiesen und Staudenflure

Die Wildwiesen und Staudenflure werden deshalb künftig mit Unterstützung des Betriebshofes, der hierfür geeignete Balken- und Trommelmäher angeschafft hat, seltener und schonend gemäht werden. Das Mahdgut wird entfernt, um die Flächen sukzessive abzumagern und so die Vielfalt der blühenden Wildkräuter zu fördern, denn diese stellt sich nur auf weniger nahrhaften Böden ein.
„Durch das über Jahrhunderte praktizierte, traditionelle Heu aus später Mahd und dem Abtragen des Mahdgutes ist unsere heimische Vielfalt an Wildblumen und infolgedessen die Entwicklung zahlreicher – oft auf nur einige wenige Pflanzenarten spezialisierter- Insektenarten erst entstanden“, erläutert Verena Wagner vom städtischen Klimaschutz-Team.

Unterstützer

„Diese Art der Grünflächenpflege möchten wir künftig auf den ausgesuchten Flächen imitieren“, so Wagner weiter. Hierzu werden auch externe Partner wie beispielsweise die Werkstatt für Behinderte der Kreises Mettmann beauftragt werden. Auch die Ehrenamtlichen aus den Langenfelder Naturschutzvereinen haben bereits Unterstützung angeboten.

Weitere Flächen

„Auch in den kommenden Jahren werden wir weiterhin Flächen auf ihr Potenzial zur Schaffung weiterer artenreicher Grünflächen, Hecken oder Streuobstpflanzungen prüfen und sukzessive realisieren“, so Klimaschutzbeauftragter Jens Hecker.

Mehr Informationen

An diesen Flächen sind gelbe Schilder mit der Aufschrift „Lebensraum für Artenvielfalt“ aufgestellt, die per QR-Code auf die Seite www.Langenfeld-summt.de verlinken. Hier können Interessierte mehr Informationen zum Thema und zur Pflege und den Entwicklungszielen der einzelnen Flächen finden.
„Sowohl durch die Schaffung einer neuen Haushaltsstelle für ‚Langenfeld Summt‘ als auch durch die Expertise und den Einsatz der Verwaltung und der Langenfelder Naturschutzverbände, summen wir in der Region ganz vorne mit“ freut sich Bürgermeister Frank Schneider im Rahmen der Einweihung weiterer Blühflächenschilder im Freizeitpark Langfort.

Großes Insektenhotel

Neben der Einweihung der weithin sichtbaren, gelben Blühflächenschilder wurde dort auch ein großes Insektenhotel, das von den Werkstätten für Behinderte des Kreises Mettmann angefertigt wurde, aufgestellt und von Bürgermeister Frank Schneider für die baldige Besiedlung durch Wildbienen „freigegeben“.

Regenrückhaltebecken

Darüber hinaus werden auch die Regenrückhaltebecken in Langenfeld im Hinblick auf die Erhöhung der Artenvielfalt sukzessive ökologisch aufgewertet (Anreichern mit Wildblumen, Vertikalbegrünung der Zäune, seit vielen Jahren nachhaltige Pflege durch Schafbeweidung). Auch dort werden nach und nach die gelben Schilder aufgehängt werden.

Auch für das Klima

„Neben der Tier- und Pflanzenwelt sowie dem Klima profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger von der naturnahen Gestaltung der städtischen Grünflächen, die nachweislich einen Beitrag zu mehr Lebensqualität leisten“ so Frank Schneider.

Naturlehr- und Informationstafeln

Um die Bürgerinnen und Bürger noch mehr für die Themen im Bereich Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren und zu informieren sind außerdem kürzlich vier Naturlehr- und Informationstafeln im Landschaftspark Fuhrkamp aufgestellt worden. Die gestalterisch ansprechenden Tafeln beschäftigen sich mit den dort vorzufindenden Lebensräumen sowie Tier- und Pflanzenarten. Auch für einige weitere städtische „Naturflächen“ ist die Erstellung solcher Naturinformationstafeln im Rahmen des Projektes „Langenfeld summt“ geplant.

Autor:

Stefan Pollmanns aus Langenfeld (Rheinland)

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