Ist das der Sinn der neuen "Baulandoffensive" ?
Boris Palmer von den Grünen setzt "Daumenschrauben" an !

In Deutschland werden bezahlbare Wohnungen benötigt ! Die nennt man auch Sozialwohnungen ! Wer als Familie mit Kind im Jahr nicht mehr wie ca. 20.000 Euro verdient, der kann sich im kommunalen Wohnungsamt einen Wohnberechtigungsschein ausstellen lassen. 
Nun ist der Wohnungsmarkt heutzutage verstärkt einem Renditedenken untergeordnet, da man Margen von durchschnittlich 5 - 6 % erzielen  kann. Hat man genug Geld zu bauen, treten soziale Aspekte in den Hintergrund. Andererseits möchte man in dem neuen Objekt auch Mieter haben , die eine verantwortungsvolle Einstellung zum Eigentum haben.

Nun kann man aber auch mit staatlichen Subventionen bauen. Da darf der Vermieter nur eine Kostenmiete verlangen, macht also keinen Gewinn und verpflichtet sich andererseits, diese Miete über einen längeren Zeitraum zu verlangen. Nach dieser  Frist ist eine ortsübliche Vergleichsmiete einnehmbar.

Der Staat selbst baut kaum noch Sozialwohnungen, sondern hat damit Kasse gemacht und sie verkauft. 

Wie kommt man aus dem Engpass heraus ? Tübingens OB Plamer von den Grünen hat einen Ausweg parat. In seinem Städtchen gibt es ca. 550 unbebaute Grundstücke, auf denen der Bau von ca. 1 000 Wohnungen möglich wäre.

Warum bauen die Eigentümer nicht und lassen die Grundstücke brach liegen ? Dazu gibt es vielfältige Gründe, die sich nicht immer danach ausrichten, sie dem Wohnungsmarkt zuzuführen.

Nun verschickt Herr Palmer Briefe, droht mit Zwangsgeld nach dem Bundesbaugesetz und letztendlich mit Enteignung. Das kann er, aber es gibt natürlich auch nachvollziehbare Gründe, warum ein Eigentümer nicht bauen will, weil beispielsweise die Mittel fehlen oder er das Grundstück zur Freizeit nutzt.

Derartig  Rabitates ist man von den Grünen nicht gewohnt, stehen sie doch dafür ein, dass sich jeder in diesem Staat möglichst unbedarft entwickeln kann. Nun ist Herr Palmer bei den Grünen nicht nur beliebt, da er teilweise eigenständige Meinungen vertrat. 

Wenn Herr Palmer die Eigentümer als "Sturköpfe" bezeichnet, die nicht so wollen wie er, dann sollte er nicht vergessen, dass wir in einem Rechtstaat leben, wo Gerichte entscheiden, ob man sich derartigen Zwangsmaßnahmen nicht widerstzen kann, weil der Staat seinen Aufgaben nicht nachkommt und nun einzelne Bürger versucht stattdessen in die Pflicht zu nehmen !

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