Bürgergemeinschaft Langenfeld (B/G/L)
Neuigkeiten zum 1,9-Millionen-Euro-Betrug im Langenfelder Rathaus

In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause hat die B/G/L-Fraktion eine Anfrage zum Veruntreuungsfall in der Langenfelder Stadtverwaltung gestellt. Im Februar letzten Jahres erfuhr die Öffentlichkeit, dass sich ein Mitarbeiter des städtischen Gebäudemanagements mit fingierten Rechnungen über einen Zeitraum von fast 20 Jahre um ca. 1,9 Millionen Euro bereichert haben soll. In ihrer Anfrage wollte die B/G/L nun Informationen zum aktuellen Stand des Betrugs-Skandals wissen.

„Immerhin, die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Düsseldorf ist jetzt endlich fertig“, berichtet der Fraktionssprecher der Bürgergemeinschaft Langenfeld Gerold Wenzens aus der Ratssitzung. Laut Verwaltung werden dem ehemaligen Mitarbeiter der Stadtverwaltung in 446 Fällen gewerbsmäßiger Betrug und schwere Urkundenfälschung vorgeworfen, so Wenzens. „Von dem 1,9 Mio. Euro Schaden habe die Stadt über Gehaltspfändung und die Vollstreckung des Verkaufes eines Autos, eines Motorrads und einer Wohnung in Spanien allerdings bisher nur 135.000 Euro zurückerhalten“, so der Sprecher der unabhängigen Wählervereinigung. „Am Ende wird wohl leider der Langenfelder Steuerzahler den Großteil des Schadens zahlen müssen“, ärgert sich Wenzens.

Bis heute sei die Aufarbeitung des Skandals aus Sicht der B/G/L nicht zufriedenstellend erfolgt: „Wir hätten uns eine schnellere und transparentere Aufklärung gewünscht, gerade auch im Interesse aller redlichen Mitarbeiter der Stadtverwaltung“, so Wenzens. Die B/G/L hatte die Staatsanwaltschaft im Januar in einem offenen Brief wegen der zähen Ermittlungen kritisiert und sie aufgefordert, „aktiver zu werden“. Die Anklage sei aber mittlerweile erhoben, ein Verhandlungstermin stehe dagegen immer noch nicht fest.

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