Die Zerstörung unserer Naherholungsgebiete !
Wenn die Energiewirtschaft Ackerland frisst !

Reusrath war bisher ein noch landwirtschaftlich geprägter Teil von Langenfeld, der auch mit Wald  begrünt ist. Auf den Feldern tummeln sich Kleinwild und Rehe und in der Luft sieht man schon mal einen Milan kreisen. Nachdem dort zwei Windräder platziert wurden, wird die Idylle von drehenden Rotoren dominiert. Auffällig sind auch die Stromtrassen und das Umspannwerk, das diesen südlichen Stadtteil gegen Leverkusen abgrenzt.

Nun fressen sich wieder Bagger in den Ackerboden, die Umspannstation wird Richtung Langenfeld um mehrere tausend Quadratmeter erweitert. Hier protestiert niemand, anscheinend besteht dafür Verständnis, wenn  diese "industrielle Schmuddelecke"  expandiert, ist das doch eher unauffällig.

Schliesslich hat Langenfeld wunderbare Ausweichmöglichkeiten in Galkhausen bis hin zum Further Moor und dann auch noch im Knipprather Wald.  Das sollte doch auch für die Bürger in Reusrath zumutbar sein, wenn sie es etwas naturbelassener wünschen.

Brauchen wir aber dennoch mehr Platz für die elektrische Infrastruktur ? Schließlich muss man für die totale Umstellung auf elektrische Mobilität vorbereitet sein. Vielleicht hat man etwas übersehen, aber aus dem Langenfelder Rathaus kommt darüber keine Information, obwohl dort ein besser besoldeter Mitarbeiter schafft, der für  erneuerbare Energien zuständig ist. 

Wenn man sich im Internet informiert, ob wir in den Netzen expandieren müssen, weil es nur noch elektrische betriebene  Fahrzeuge geben soll, dann ist kaum Bedarf vorhanden. Zunächst einmal benötigen die so betriebenen Fahrzeuge 15 % mehr Elektroenergie, aber die Einsparung an Strom, die gegengerechnet werden muss, weil sie für die Herstellung von Benzin entfällt , reduziert sich dann auf 5 % . Warum sich die Schaltanlage so massiv ausdehnt, erschliesst sich also so nicht, es könnte aber sein, dass die Übertragungsleitungen von der Küste für den "Windstrom" , auch in Langenfeld  verschaltet werden sollen. Der Bürger ist also im Ungewissen und es wäre doch mal schön, wenn das Rathaus aufklären würde. 

Oder kann man Gleiches nicht mehr in Relation setzen ? Wird für den Autobahnausbau auf "Langenfelder Gebiet" eine zusätzliche Fahrspur benötigt, dann ist das Rathaus sensibilisiert, auch wenn der Diesel-Stinker in einigen Jahren aussterben dürfte. Selbst die BGL insziniert auf ihren Hinweisen " massive Eingriffe " in die kulturelle Landschaft. Da sind die Hasen und Rehe in Reusrath echt sauer, fühlen sich diskriminiert und planen auszuwandern.

Natürlich sind die Zeiten, als in Reusrath mit Pferd und Wagen Landwirtschaft betrieben wurde, endgültig vorbei, neue Geschäftsfelder haben sich durch Pferdehöfe eröffnet, aber so, wie unsere Landschaft insbesondere hier im Süden Langenfelds mit Windrädern, Elektro- und Verkehrsanlagen weiter belastet wird, sollte man im Bergischen und in der Eifel nach wohnlichen Alternativen suchen.

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