Heuschrecken in Brüssel !
Wird das EU Parlament kahl gefressen ?

Man kann sie schon als Heuschrecken bezeichnen, die 25.000 Lobbyisten, die fressgierig über EU Parlamentarier in Brüssel herfallen. Das zarte Grün der Unabhängigkeit eines Abgeordneten ist diesen Fressfeinden gnadenlos ausgeliefert.
Ja , sie haben richtig gelesen, 25.000 Lobbyisten sind in Brüssel unterwegs , um auf die Parlamentarier einzuwirken. Die größte Gruppe vertritt die Interessen der Agrarindustrie, welche die Verteilung der Agrarsubventionen von jährlich bis zu 50 Milliarden Euro beeinflussen wollen.

Ein Bericht im TV brachte es ans Licht, aber auch die Informationen von Lobbycontrol zeigen auf, was da in Brüssel so abgeht. Etwa 70 Prozent der Lobbyisten  arbeiten für Unternehmen und Wirtschaftsverbände. Sie genießen privilegierte Zugänge zu den Kommissaren. Und sie überhäufen die Abgeordneten mit ihren Änderungsanträgen für Gesetzesvorlagen. Die europäische Demokratie läuft Gefahr, zu einer wirtschaftsdominierten Lobbykratie ausgehöhlt zu werden.

Wenn Sie glauben, die Abgeordneten seinen in ihren Entscheidungen frei und unabhängig, dann können sie auch davon ausgehen, dass Alice im Wunderland tatsächlich existiert.

Viele Abgeordnete haben sich bereits im Netz der Interessenvertreter verfangen. Sie sitzen nebenher in Aufsichtsräten von Unternehmen und Verbänden und kassieren Gehälter, auch mit der Aussicht, später einmal nach ihrer Abgeordnetentätigkeit dorthin zu wechseln. Wenn Sie also meinen, mit der kommenden Wahlentscheidung ihres Stimmzettels einen freien und unabhängigen Kandidaten gewählt zu haben, dann liegen Sie teilweise völlig daneben. Für ihre Interessenvertretung im EU-Parlament geben die Drahtzieher bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Jahr aus. Klar ist, dass diese Investition sich amortisieren muss.
Herr Junker hat durchgesetzt, dass sich alle Lobbyakteure freiwillig in ein Register eintragen müssen, wenn sie sich mit Abgeordneten treffen. Das gilt aber nicht für Regierungsvertreter und Rechtsanwälte. Warum auch, wer interessiert sich denn dafür, welche Konsequenzen wurden denn daraus gezogen ? Wurde da vielleicht jemand abgemahnt, weil es sich häufig mit Konzernvertreter traf, die Mosanto für unbedenklich halten ?

Ist es nicht so schön demokratisch, wie aktuell für die Europawahl von den Parteien geworben wird ? Statt dessen könnte man sich auch einen Werbefilm der chemischen Industrie oder des Bauernverbandes ansehen !

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