„Fröhliche Farben stimmen auf den Herbst ein.“

Maja (links) und Charlotte schnitzten und bemalten ihren Kürbis mit viel Geduld, Laura Heilwagen hat den vielen Kindern wo nötig assistiert.
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  • Maja (links) und Charlotte schnitzten und bemalten ihren Kürbis mit viel Geduld, Laura Heilwagen hat den vielen Kindern wo nötig assistiert.
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Der Herbst- und Handwerkermarkt im Monheimer Blumenmarkt war wieder sehr vielseitig.

Monheim am Rhein. Wie man den Herbst im Monheimer Blumenmarkt beschreiben kann, wusste Jutta Michel von den WFB Werkstätten Langenfeld, die mit ihrer Kollegin Sara Gonzales-Rodriges am WFB-Stand war: „Fröhliche Farben stimmen auf den Herbst ein.“

So bunt war auch das Angebot mit Artikeln aus Holz und Stoff, angefertigt von Menschen mit Behinderung aus dem WFB-Berufsbildungsbereich: Vogelhäuschen, Nistkästen, Spardosen, Teelichthalter, Herbstbilder aus Zweigen, „alles aus der Natur“, Schutzengel, Puzzle, Sparstrümpfe, Schlüsselanhänger usw.

Nicht nur das kaum übersehbare Blumenmeer trug zur herbstlichen Stimmung bei, sondern auch die zahlreichen externen Aussteller mit einer außergewöhnlichen Angebotspalette. Auf dem Außengelände zeigte Detlef Kastner von RSD die Pendeltüren mit Insektenschutzgitter. „Das neue Material für die Gitter ist viel feiner und lässt auch mehr Licht durch“, demonstrierte er an einem Beispiel. Auch der Thermofix fehlte nicht, eine schmackhafte Tomatensuppe aus frischen Früchten durfte direkt probiert werden.

Petra Parduschel aus Monheim hat ein kreatives Hobby. Bilder werden aus gerissenen Teilen von Drucken und Noten zu Collagen zusammengesetzt, auch Magnete, Streichholzschachteln, Notizbuch-Frontseiten mit Fotos von Collagen beklebt. Für Zimmerpflanzen gibt es Stecker mit Perlen bestückt. „Wenn die Blütezeit vorbei ist, dienen sie als Schmuck.“ Ein schönes Hobby hat auch Uwe Weinhold aus Langenfeld. Fünf Bienenvölker hat er in seinem Garten stehen, die ihm rund 75 kg Honig zusammentragen.
„Letztes Jahr sind die Bienen bis in den Knipprather Wald geflogen, das sehe ich an der Farbe, wenn ich die Waben heraushole“, sagt der Imker.

Maria Stefen, die mit ihrem Mann Josef seit 46 Jahren die Gärtnerei Stefen in Dormagen-Gohr betreibt, zu der auch der von Tochter Heike Rösgen geleitete Monheimer Blumenmarkt gehört, weiß auch viel über die Pflege von Pflanzen und Blumen. „Alpenveilchen gibt es für das Zimmer und das Freigelände“, sagt sie. Die Sorte für das Zimmer sollte nicht der Sonne ausgesetzt sein, keine Zugluft bekommen und nur über den darunter stehenden Teller Feuchtigkeit aufnehmen. „Chrysanthemen und Knospenheide sind dagegen sehr durstig, brauchen als winterharte Pflanzen viel Wasser, auch im Winter.“ Nach der Frostperiode, wenn sie anfangen neu auszutreiben, müsse man sie zurückschneiden.

Familie Stefen denkt bei jedem besonderen Markt auch daran, dass die Kinder viel Spaß haben. Teilweise mit Hilfe der Eltern und Laura Heilwagen wurden zahllose Kürbisse ausgehöhlt, Gesichter hineingeschnitten und Gemälde aufgebracht. Die Kürbisse konnten danach kostenlos mitgenommen werden.

Autor:

Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland)

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