Bäckerei Pass übernimmt die Bäckerei Jung in Richrath

Manfred und Karin Jung gehen in den Ruhestand. Ende Dezember öffnen sie zum letzten Mal die Türen ihrer Stadtbäckerei an der Kaiserstraße im Herzen von Richrath. Doch neben der Freude, endlich mehr reisen zu können und mehr Zeit für den Enkel zu haben, schwingt natürlich auch ein bisschen Melancholie mit. Verständlich nach 20 Jahren. „Viele unserer heutigen Kunden kennen wir seit den Kindertagen“, blickt Karin Jung zurück. „Wie schnell die Jahre vergangen sind.“ Doch das Ehepaar ist froh, mit dem Familienunternehmen Pass einen guten Nachfolger gefunden zu haben.

Verkauf geht nahtlos weiter

„Anfang Januar beginnen wir direkt, die Bäckerei und das Café nach unseren Wünschen ein wenig umzugestalten. Rund zwei Wochen später möchten wir unsere Neueröffnung feiern“, erklärt Christoph Pass. Damit auch während der kurzfristigen Schließung die Richrather mit frischen Brötchen & Co. versorgt sind, stellt er einen mobilen Verkaufswagen bereit.

Alte und neue Spezialitäten

Bei unserem Treffen mit dem Ehepaar Jung, Christoph Pass und seiner Schwester Dorothee Pass war schnell zu merken, dass die Chemie stimmt. Die Mitarbeiter werden vollständig übernommen und auch die Lieblingsbackwaren der Kunden. Da wäre zum Beispiel die „Richrather Torte“: Vanille-Buttercreme, Biskuit, Marmelade und Marzipan – quer und nicht längs geschichtet, ganz wichtig im närrischen Richrath. Die Kunden können sich auf der anderen Seite auf die Verkaufsschlager der Bäckerei Pass freuen. Dazu gehört unter anderem die „Düsselkruste“ – ein schmackhaftes locker-leichtes Brot mit kräftiger Kruste.

Bäckerei Pass - lange Tradition 

Die Bäckerei Pass hat eine 55-jährige Geschichte und wird heute in 2. Generation geleitet. Mit der 19-jährigen Margaux, die sich zurzeit in der Ausbildung befindet, steht bereits auch die potentielle dritte Generation bereit. Im näheren Umkreis hat der Familienbetrieb Filialen an der Hauptstraße in Langenfeld, an der Konrad-Zuse-Straße in Monheim und an der Duderstädter Straße in Hellerhof.

35 Jahre Bäckerei Jung

Dass Manfred und Karin Jung nicht mehr in der Bäckerei mit Blick auf die St. Martinus-Kirche anzutreffen sind, heißt aber selbstverständlich nicht, dass sie nicht weiter im Langenfelder Stadtgeschehen mitmischen. „Wir werden uns weiterhin an der ein oder anderen Aktion für den guten Zweck beteiligen und auch in der Politik werde ich mich weiter engagieren“, sagt Manfred Jung, der insgesamt auf 35 Jahre Selbstständigkeit zurückblickt. Sein Handwerk hat er übrigens genau in seiner Stadtbäckerei gelernt – damals hieß sie Wilgo. Sein erstes eigenes Geschäft eröffnete er 1985 an der Hildener Straße in Solingen. Zeitgleich zum Richrather Standort kam die Hildener Filiale an der Gerresheimer Straße dazu. Am Rathausplatz in Monheim gingen vor 18 Jahren die ersten Brötchen über die Ladentheke. 

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