Glücksrad hilft Trauernden

Heinz Hövener (ganz rechts) vom Edeka-FrischeCenter Hövener hat mit seinen Auszubildenden auf dem Richrather Weihnachtsmarkt das Glückrad wieder für die Hospizbewegung drehen lassen. Die (aufgerundeten) Einnahmen wurden am Mittwoch an (v.l.) Regina Hobusch, Sekretariat; Schwester Mediatrix, Vorsitzende Hospizbewegung; Manfred Geiler, Schatzmeister; Christine Erm, Koordinatorin der Hospizbewegung und Stephanie Hahn, Ansprechpartnerin der Monheimer Anlaufstelle, überreiche. Foto: Thomé
  • Heinz Hövener (ganz rechts) vom Edeka-FrischeCenter Hövener hat mit seinen Auszubildenden auf dem Richrather Weihnachtsmarkt das Glückrad wieder für die Hospizbewegung drehen lassen. Die (aufgerundeten) Einnahmen wurden am Mittwoch an (v.l.) Regina Hobusch, Sekretariat; Schwester Mediatrix, Vorsitzende Hospizbewegung; Manfred Geiler, Schatzmeister; Christine Erm, Koordinatorin der Hospizbewegung und Stephanie Hahn, Ansprechpartnerin der Monheimer Anlaufstelle, überreiche. Foto: Thomé
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Wenn etwas viele Jahre lang geschieht, dann wird es irgendwann zur Tradition. Das Glücksrad, das sich auf dem Richrather Weihnachtsmarkt dreht, fällt genauso in diese Kategorie, wie die Spende, die anschließend aus dem Erlös der Aktion an die Hospizbewegung St. Martin geht.

Großzügig aufgerundet kamen, wie schon 2012, auch im vergangenen Jahr wieder 1500 Euro zusammen, die das FrischeCenter Hövener mit seinem Glückerad für den guten Zweck sammelte. Diese Geld wurde am Mittwoch von Heinz Höverner in die Hände von Schwester Mediatrix, der Vorsitzenden der Hospizbewegung St. Martin Langenfeld/Monheim, gegeben.

Die Freude war auf beiden Seiten gleich. Während sich die Vorsitzende der Hospizbewegung über die finanzielle Zuwendung freute, berichtete Hövener, wieviel Spaß es ihm und vor allem auch seinen Auszubildenden bereitet, auf dem Richrather Weihnachtsmarkt und auch bei anderen Gelegenheiten für den guten Zweck zu arbeiten.

Die Spende zum Jahresbeginn ist Hövener zudem eine Herzensangelegenheit: „Ich war damals dabei, als beim Turmfest 30.000 Deutsche Mark zusammen kamen, mit denen im Jahr 1995 die Hospiz-Bewegung von Schwester Mediatix aus der Taufe gehoben wurde. Seitdem fühle ich mich mit der Organisation verbunden. Auf dem Weihnachtsmarkt sind wir außerdem der einzige kommerzielle Aussteller, deshalb ist es uns wichtig, dass unser kompletter Erlös dort nicht kommerziell verwendet wird.“

Schwester Mediatrix erklärte warum die Hospizbewegung auf Spenden angewiesen ist. „Auch wenn hier fast alles auf ehrenamtlicher Basis abläuft, kommt man ohne finanzielle Mittel zum Beispiel für Verwaltung und Fortbildung nicht aus.“ Die wenigen Zuschüsse, die die Bewegung erhält, sind laut der engagierten Schwester alleine auf keinen Fall ausreichend.

Die sozielen Aufgaben der Hospizbewegung sind umfangreich. Unter anderem begleitet man Schwerkranke und Menschen mit lebensverkürzenden Erkrankungen, es gibt eine Trauerbegleitung in Gruppen und Einzelgesprächen – auch für Jugendliche – sowie Hilfe und Beratung bei der Erstellung einer Patientenverfügung. Ein wichtiger Punkt ist die Fort- und Ausbildung, um Ehrenamtliche zu schulen und zu gewinnen.

Das Team der Hospizbewegung möchte den Menschen in der letzten Lebensphase so viel Lebensqualität und Selbstbestimmung wie möglich zu geben und die Angehörigen ein Stück weit zu entlasten. Man gibt Ideen und Impulse für den täglichen Ablauf und hilft so, die Lebenssituation zu verbessern. Zudem geben die Helfer praktische Hinweise im Umgang mit den Betroffenen und vermitteln auch andere entsprechende Einrichtungen, zum Beispiel Pflege- und Haushaltsdienste.

Neben dem Know-how spielt bei den Mitgliedern der Hospizbewegung vor allen Dingen das Einfühlungsvermögen eine große Rolle. Es wird versucht, Schritt für Schritt ein offenes Gespräch zwischen dem Betroffenen und den Angehörigen zu ermöglichen. Das Team weiß, dass Gefühle oft unterdrückt werden, um vor anderen nicht „schwach“ zu wirken. Wichtig beim Umgang mit Trauer und den Alltagsproblemen sei jedoch gerade ein ehrlicher Austausch. Das erleichtert hinterher auch das Abschiednehmen.

Am Samstag, 15. Februar, 10 bis 15 Uhr, startet im Martinushof, Martin-Buber-Straße 2-4, ein neuer Grundlagenkurs für zukünftig eherenamtlich Tätige in der Hospizbewegung aber auch auch zur persönlichen Auseinandersetzung mit den Themen und der eigenen Endlichkeit. Referenten sind Ulrike Clausius und Christoph Dörpinghaus.

Der Kurs kostet 120 Euro Euro (80 Euro für Mitglieder der Hospizbewegung). Anmeldungen unter Tel. 02173-856560, wochentags bis 13 Uhr.
Am Donnerstag, 23. Januar, wird das Theaterstück der Hospizbewegung mit dem Titel „Alles nur ein Spiel““ aufgeführt. Wie schon in den Jahren zuvor wird in der Benefizveranstaltung ein grundsätzlich ernstes Thema aufgegriffen und anschaulich, kurzweilig und amüsant dargestellt. „Diesmal war die Herausforderung an uns noch höher als in den vergangenen Jahren. Sowohl vom Thema als auch vom Zeitaufwand“, berichtet Christine Ern.
Im Stück geht es um vier Freundinnen, die regelmäßig zusammen Karten spielen. Plötzlich entsteht durch ein Ereignis die Idee zusammenzuziehen - in eine Alten-WG.

Wie sie es schaffen, welche Probleme sich ihnen in den Weg stellen und wie sie damit umgehen, das wird in diesem Stück auf eine zum Teil humorvolle, zum Teil ernsthafte Weise dargestellt. Eines Tages wird die beginnende Demenz einer Freundin für alle eine Herausforderung…

Das Stück wird am 23. Januar ab 20 Uhr im Großen Saal der Stadthalle Langenfeld aufgeführt. Karten gibt es bei der Hospizbewegung und im Schauplatz Langenfeld für 14 Euro (freie Platzwahl).

Wer die Hospiz-Bewegung unterstützen und Mitglied werden möchte, meldet sich bei der Hospizbewegung St. Martin, Klosterstraße 34, unter Tel.: 02173-856560 oder in der Zweigstelle Monheim, Heinestraße 2, unter Tel.: 02173-2037389. Informationen gibt es auch online unter: www.hospizbewegung-langenfeld.de

Sprechzeiten in Langenfeld sind montags bis freitags, 9 bis 12 Uhr, und nach Absprache, in Monheim montags, donnerstags, 9 bis 12 Uhr, und freitags nach Absprache.

Das Langenfelder Spendenkonto: Stadt-Sparkasse Langenfeld, Konto-Nr.: 256 255, BLZ: 375 517 10
Das Monheimer Spendenkonto: Stadt-Sparkasse Düsseldorf, Konto-Nr.: 100 555 98 83, BLZ: 300 510 10

Autor:

Ralf Paarmann aus Langenfeld (Rheinland)

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