Trauer um Herbert Holewa

Im Februer feierte Herbert Holewa (rechts) noch seinen 94. Geburtstag. Foto: Privat

Herbert Holewa ist tot. Der Schöpfer des „Berliner Bären“ am Langenfelder Berliner Platz starb Anfang dieser Woche. Kurz zuvor, am 17. Februar, konnte er noch seinen 94. Geburtstag feiern, zu dem er unter anderem stellvertretenden Bürgermeister Dieter Braschoss sowie die Geschäftsführerin des Kunstvereins, Beate Domdey-Fehlau, begrüßen konnte. Aus ihren Händen nahm der Künstler ein erstes Exemplar des Buches über sein Leben und Werk entgegen, das seine Weggefährtin und Förderin Birgitt Durdel auf den Weg gebracht hatte.

Schöpfer des Langenfelder Denkmals "Berliner Bär"
ist 94-jährig gestorben

Herbert Holewa gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Kunstvereins Langenfeld, der im Jahr 1983 als Künstlervereinigung gegründet wurde. Aktiv aber war er lange Zeit in seinem zweiten Atelier in Hahn am See in Rheinland-Pfalz . Erst 2011 kehrte der in Peiskretscham, Schlesien, geborene Bildhauer endgültig in seine Wahlheimatstadt zurück.
In den sechziger und siebziger Jahren wurde das Werk Holewas in Düsseldorf, Paris und Monaco gefeiert. Der amerikanische Bankier und Kunstsammler David Rockefeller erwarb eine Arbeit des Langenfelders für seine Sammlung. In Langenfeld, obwohl durch den „Berliner Bären“ bereits bekannt, wurde sein Werk, das sich den Ideen des Konstruktivismus einordnen lässt, eher skeptisch aufgenommen. Erst 1968 konnte er sein Werk in einer Einzelausstellung in der Stadthalle präsentieren.

Für seine Wahlheimatstadt engagierte sich Hoewa sehr im Bereich der „Kunst am Bau“. So wurde eine Wandarbeit von ihm an der Grundschule in Wiescheid realisiert, die durch Umbau verloren ging, ein weiterer Entwurf für die neu erbaute Schwimmhalle wurde nicht realisiert.
Für das „Denkmal für Berlin“ hatte Holewa zunächst andere Ideen, doch die waren zu abstrakt, die Langenfelder Politik wollte einen Bären, so wie in Düsseldorf auch. Als Anfang der achtziger Jahre die Stadt sich „bei der derzeit misslichen finanziellen Lage“ sich außerstande sah, die reparaturbedürftige Skulptur am Berliner Platz instand zu setzen, legte der Künstler selbst Hand an und reparierte sein eigenes Kunstwerk. Herbert Holewa konnte noch persönlich miterleben, wie „sein Berliner Bär“ im Jahr 2016 in die Denkmalschutzliste des Landes NRW aufgenommen wurde.

Auch wenn Herbert Holewa aufgrund seines hohen Alters zuletzt nicht mehr bildhauerisch aktiv war, so war sein Interesse an dem Kunstgeschehen in Langenfeld und darüber hinaus immer noch groß. Er beteiligte sich an den „Offenen Ateliers“ des Kreises Mettmann und besuchte zuletzt das Internationale Bildhauersymposium des Kunstvereins im Jahr 2014.
Der Kunstverein Langenfeld wird dem Gründungsmitglied Herbert Holewa ein ehrendes Andenken bewahren, so dessen Geschäftsführerin Beate Domdey-Fehlau.

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