10. csc-Rennen - Das große Jubiläum mit vielen Highlights

Text von Jürgen Steinbrücker

Das cSc-Team der Weik-Stiftung bereitete über 500 Sportlern ein großartiges Erlebnis. Geschwindigkeit – Gemeinsamkeit – Geselligkeit bilden die Grundlagen eines jeden cSc. Und dazu kommt das Motto „gemeinsam rollt’s“, das nun seit zehn Jahren verwirklicht wurde. Was macht den cSc für viele Sportlerinnen und Sportler so anziehend? Eine Teilnehmerin beschreibt dies so: „Es ist die Atmosphäre, das Familiäre, die Freundlichkeit, die Offenheit, die Gemütlichkeit – einfach das Gefühl, welches sich bei jedem einstellt, der anwesend ist – egal ob als aktiver Sportler oder als Beifall spendender Besucher. Worte sind hier ähnlich aussagekräftig, als versuche man, das Gefühl „Liebe“ zu beschreiben“. Der Jubiläums-cSc, das großartige Sportfest der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung für Menschen mit und ohne Handicap, lebt aber vor allem vom ehrenamtlichen Engagement. „Unser cSc-Team ist das wichtigste Pfund, um jedes Jahr dieses Sportfest durchzuführen. Ohne dieses Team mit mehr als 100 Helfern wäre diese Mammutveranstaltung nicht zu schultern“, lobt Bernhard Weik, Stifter, Veranstalter und Organisator des cSc seine Mannschaft. So war es auch am 05. September, dem 10. cSc (capp Sport cup), das bei strahlendem Sonnenwetter stattfinden konnte.

Die Eröffnung des 10. (Jubiläums-) cSc
„Ob im Jahr 2001, als an dieser Stelle die erste Rolle und der erste Reifen den Asphalt auf dem Kurs rund um den Freizeitpark berührten, alle Beteiligten schon geahnt hatten, dass wir neun Jahre später an dieser Stelle bereits die zehnte Veranstaltung in Folge feiern dürfen, kann man aus heutiger Sicht wohl nicht mehr beantworten“, resümierte zur Eröffnung Dieter Braschoss, stellv. Bürgermeister von Langenfeld. Aber viele hätten es sich schon damals gewünscht. „Die Tatsache, dass der capp Sport cup heute diesen runden
Geburtstag feiern kann, ist für mich eine besondere Freude…“ Pünktlich nach dem „Fahrplan“ war es dann fast so weit. Bernhard Weik dankte Sportlern und Zuschauern dafür, dass sie die schönste Sonne mitgebracht haben und für ihre Treue zum cSc. „Jetzt können wir weiter machen.“ Er wünschte guten Start, den er für den 1. Lauf kurze Zeit später einläutete.

Der Schirmherr des cSc
Seit dem 1. cSc vor zehn Jahren ist es Tradition in Langenfeld, dass der jeweilige Bürgermeister die Schirmherrschaft für die cSc-Veranstaltungen übernommen hat. Diese Unterstützung hat mit dazu beigetragen, dass sich die Bevölkerung Langenfelds immer mehr mit den Zielen des cSc identifiziert. Nach neun Jahren Schirmherrschaft durch Magnus Staehler hat diese Aufgabe jetzt Frank Schneider übernommen. So sind die E & B Weik-Stiftung und das cSc-Team weiterhin gewiss, einen großen Fürsprecher im Rathaus zu haben. Frank Schneider: „Der cSc bereichert sowohl das sportliche als auch das gesell-schaftliche Leben unserer Stadt. Darüber hinaus macht er mit seinen positiven Schlagzeilen im Sinne der Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft Langenfeld weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.“ In seinem Grußwort betont der Schirmherr: „10 Jahre cSc, dass bedeutet 10 Jahre im Zeichen des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung in unserer Stadt.“

Der cSc wird immer vielseitiger
Alles was rollt, trifft sich jedes Jahr wieder am ersten Septembersonntag in Langenfeld, wo sich auf der 2,3 km langen Strecke rund um den Freizeitpark ein grandioser, fairer Wettbewerb abspielt. „Auch wenn die Freude und der Spaß am sportlichen Wettbewerb steht, darf man nicht dem Irrtum verfallen, dass es sich um kurzweilige Vergleiche der Sportler handelt; einige der Rennen werden sogar im Rahmen von überregionalen Meisterschaften ausgetragen“, betont Bernhard Weik. 2010 war dies bei den Tretrollern die Wertung der
Deutschen Meisterschaft und das Finale des Deutschen Tretroller-Cup, der WSC Westdeutsche Speedscating Pressemitteilung Wi r b r a u c h e n j e d e Ha n d , j e d e s Wo r t , j e d e s Ohr. „Wir starten mit 60 bis 70 Tretrollern, darunter sind die besten Deutschen und auch ein Niederländer“, wies ein Sportler auf das steigende Interesse dieser Gruppe hin. Die Vielseitigkeit der „rollenden Fahruntersätze“ dürfte beim cSc einmalig sein. Waren es zu Beginn vor allem Tandem, Handbike / Adaptivbike / Rolli und Inliner, sind im Laufe der Jahre das Liegerad, Dreirad/Fahrrad, Tretroller mit Luftbereifung und das Einrad hinzugekommen.

Für jedes Tempo gibt es Rennen
Vier Rennen werden gefahren. Es beginnt mit dem beliebten Familien-/Freizeit-lauf auf Inlinern für jedermann(und jedefrau) in allen Altersklassen, Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche, blinde und sehbehinderte Sportler, Menschen mit geistiger Behinderung oder Gehörlose, gesunde und gehandi-capte Freizeitsportler. Stifter und Organisator Bernhard Weik prägte für die Sportler die Begriffe Capps (von gehandicapt =behindert) und NoCapps. „Die Unterschiede sind jedoch geringer, als manche meinen, dafür verbindet sie die gemeinsame Freude am Sport und am Mitmachen."
Im ersten Lauf – dem Jedermann- (Jedefrau-) Familien- und Freizeitlauf – um 10:30 Uhr starteten wie gewohnt die gemütlichen Inlineskater über 40 Minuten, jeder konnte sich sein Tempo aussuchen und auch vorzeitig beenden, die Anzahl der Runden wählen. Da gab es die „Waldzwerge“ des Waldkinder-gartens mit ihren Familien, viele andere Kinder und Jugendliche mit ihren Angehörigen, auch Einzelläufer, und das Alter fängt bei etwa drei Jahren an und hört Ende siebzig auf. Schüler aus Förderschulen mit geistiger Behinde-rung oder Mitarbeiter/innen aus den WFB Werkstätten des Kreises Mettmann GmbH sind ebenfalls dabei. „Damit ist bewiesen, dass jeder nach seinen Möglichkeiten Sport treiben kann“, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Handicap“, erklärt der Veranstalter.
Im zweiten Rennen um 11:30 Uhr starteten die gemütlichen Radtandems und Handbikes / Adaptivbikes, Rollis, Tretroller, Einrad und Dreirad, ebenfalls über 40 Minuten. Die Vielseitigkeit der Fahrzeuge kommt vor allem hier zur Geltung.

Die Menschenkette zum 10. cSc
Das dritte Rennen unterschied sich durch ein wesentliches Element von den bisherigen cSc-Veranstaltungen. Bernhard Weik hatte die Idee: Eine Menschen-kette rund um die 2,3 km lange Rennstrecke sollte den Sportlern signalisieren: „Wir stehen zu Euch!“ Christiane Fischer vom cSc-Team hat diese Idee in folgende Worte gefasst: „Die Teilnehmer der Menschenkette zeigen durch ihre Anwesenheit die Verbundenheit und Wertschätzung mit den Capps und No-Capps.“ Monatelang hat Weik für seine Idee gekämpft, viele Menschen persönlich angesprochen, tausende Postkarten verteilt und Plakate und Transparente aufgehängt. „Am Ende wusste fast jeder Bescheid, was es mit der Menschenkette auf sich hat.“ Verbindende Elemente sollten mitgebracht werden: Schals, Gürtel, Tücher, Kordel, Seil, Reifen – alles, woran man sich festhalten kann. Ganze Schulen, Schulklassen, Gruppen und Vereine machten dabei mit. Geübt hatte vorher schon mal die Brüder-Grimm-Gemeinschafts-grundschule auf dem Marktplatz rund um die Fontänen – die Fotos gingen durch die Presse.

Die Ehrenrunde zu Beginn des dritten Rennens
Schnelle Renntandems, Liegeräder und Handbikes beherrschten dieses Rennen. Die erste Runde wurde mit verhaltenem Tempo gefahren. Vorneweg Bernhard Weik im Cabbike, einem verkleideten Liegerad, das Manfred Stuckmann organisiert hatte. Dann folgten auf dem Tandem – von ADFC-Piloten gefahren – als Soziusse der Bürgermeister der Stadt Langenfeld und Schirmherr des cSc Frank Schneider, die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll, das Mitglied des Landtags Hans-Dieter Clauser, die blinde Susanne
Winther, cSc-Teammitglied und Vorsitzende der Weißen Speiche Langenfeld, und der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher. In einem Saab-Cabrio des Autohauses Gierten hatte eines der Kamera-Teams vom VHS-Videokreis Langenfeld unter der Leitung von Max Heribert Gierlichs Platz genommen, um die Sportler und die Menschenkette zu filmen. Weitere Teams standen an der Strecke, um die cSc-Schlemmermeile und das Rahmenprogramm sowie weitere Aktivitäten zu filmen. Hinter dem Aufnahmeteam fuhren zwei Polizeikräder, gaben das Tempo für die nachfol-genden Sportler/innen vor. Kaum waren die ersten nach dieser „Ehrenrunde“ wieder am Start-/Zielpunkt angelangt, ging das Rennen richtig zur Sache. Jetzt waren die Sportler unter sich, gaben sich ganz dem Wettbewerb hin. Denn nun ging es um die Anzahl der Runden und die Zeit, in der sie geschafft wurden.

Die schnellen Rennen fanden am Nachmittag statt
Was Geschwindigkeit bedeutet, zeigten nicht nur die bereits erwähnten Renntandems, Liegeräder und die schnellen Handbikes. Ein besonderes Erlebnis ist auch das 4. Rennen mit den Speedskatern. „Sie fahren in der Regel in Gruppen, um den Windschatten zu nutzen“, erzählt der Veranstalter und Organisator Weik. Die jeweils fünf schnellsten bei den Frauen und Männern werden dann auch besonders geehrt.

Weitere Informationen unter www.gemeinsam-csc.de

Autor:

Petra Schütze aus Langenfeld (Rheinland)

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