Das bunte Rahmenprogramm beim cSc-Rennen

Text von Jürgen Steinbrücker

Der cSc ist ein Ort der Gemeinsamkeit und Geselligkeit
„Gemeinsam rollt’s“ ist eines der Schlagwörter des cSc und unterstreicht, dass die Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Handicap etwas Gemeinsames tun. Das sportliche Kräftemessen ist jedoch nicht alles, und direkt nach den Rennen alles vorbei. Die Teilnehmer treffen sich, schließen Freundschaften, tauschen Erfahrungen aus, freuen sich an einem Wiedersehen, sitzen gemütlich beim Essen und Trinken zusammen. Die vielen Tische und Bänke laden dazu ein, sich vom Rennen auszuruhen und zu schauen, was inzwischen auf der Strecke passiert. Berührungsängste gibt es auch mit den Zuschauern nicht. Rollstuhlfahrer hocken in kleinen Gruppen zusammen. „Es war ein schöner Tag“, hört man immer wieder von allen Beteiligten. Blinde und Sehbehinderte haben beim cSc einen besonderen Platz „Schon frühzeitig war es mein Wunsch, blinde und sehbehinderte Menschen in den cSc einzubeziehen“, sagte Bernhard Weik und machte dies auch sehr bald war. Seitdem freut er sich mit seinem cSc-Team, dass immer mehr blinde und sehbehinderte Sportler und Schachspieler sich in den cSc einbringen. Waren es in den ersten Jahren des cSc erst mal Einzelne, die auf Inlinern geführt wurden, so wurde dieses Programm immer mehr erweitert. Im Jahre 2006 setzten sich Schüler/innen der Schach AG des Konrad-Adenauer-Gymnasiums erstmals unter Leitung von Kersten Linke mit blinden und sehbehinderten Schachspielern zusammen, um gegeneinander zu spielen. Ungewohnt waren die besonderen Schachbretter der Blinden Teilnehmer und das gegenseitige Ansagen der Züge, aber nur kurze Zeit. Es ergaben sich sehr schnell freundschaftliche Beziehungen zu einer Blinden- und Sehbehinderten-Schachgruppe aus Köln, in der auch Mitglieder vom Niederrhein dabei sind. Anstatt Berührungsängsten gab es auf beiden Seiten positive Aussagen. „Die Schüler stellen die Art von Fragen, die sich andere nie zu stellen trauen“, sagte zum Beispiel Josef Esser, Träger des Bundesverdienstkreuzes, beim cSc 2008. Josef Esser vom Blinden- und Sehbehindertenverein Köln/Bonn („Ich kenne Herrn Weik schon über zehn Jahre“) meinte, sie hätten Spaß und wären immer dabei. Bei der Tandem-Runde habe er das älteste Tandem vermutet, er sei knapp 67, Herbert Jakubiak, sein Pilot, 78, macht zusammen 145 Jahre. Elias Olbertz (15) hat gegen Esser blind gespielt. „Es geht ganz gut“, meinte er, entweder muss man die Figuren fühlen oder sich das ganze Brett im Kopf vorstellen.“ Josef Esser erinnert sich: „Elias hat mich vor zwei Jahren geputzt.“

Nicht nur Schach, sondern auch Tandem und akustisches Schießen
Die Piloten des ADFC standen auch diesmal bereit. Jeder blinde oder sehbehinderte Schachspieler bekam das Angebot, eine Runde mit dem Tandem zu fahren. Im Schützenheim des Langenfelder Schützenvereins von 1834, direkt an der Schlemmermeile, gab es für blinde und sehbehinderte Schützen und jeden anderen Besucher wie auch für die Gruppe der blinden Schachspieler eine weitere Attraktion: akustisches Schießen nach Gehör. Schießsportleiter Heinz Müller und Dirk Schäfer von der Richrather Schützenbruderschaft erklärten dies so: „Man setzt sich Kopfhörer auf und achtet dann auf den Signal-Ton. Wenn er die höchste Stelle erreicht hat, trifft man die zehn.“ Eine Besucherin probiert es aus und findet: „Das ist ganz schön schwierig.“ Heinz Müller hat mit allen viel Geduld. „Man muss das Gewehr gegen die Schulter drücken. Und dann braucht man eine ganz ruhige Hand.“ Schießen nach Gehör - ein Erlebnis, das jeder Besucher des cSc einmal ausprobieren sollte. Doch gilt auch hier: „Übung macht den Meister.“ Der Blinden- und Sehbehindertenverein Rhein-Wupper mit seinem Vorsitzenden Heinz van Well übt regelmäßig auf dem Richrather Schießstand.

Rolling Angels führten blinde und sehbehinderte Inlineskater
Zu ihnen gehört auch Zoran Maslovaric. „Wir haben eine Gruppe der Freizeit-skater gegründet, aus der dann vor drei Jahren die zur SGL zählenden Rolling Angels hervorgegangen sind.“ Am Sonntag werden gemeinsame Skater-Touren unternommen, ca. 20 km weit, und einmal jährlich eine Mehrtagestour. Als 2009 Bernhard Weik Begleitläufer für blinde und sehbehinderte Inlineskater gesucht wurden, meldete sich Alfred Hentschel und mit ihm die ganze Gruppe der Rolling Angels. „Wir haben dann an einigen Sonntagen das Führen auf dem Parkplatz eines Gartencenters paarweise trainiert. Einer hatte die Augen verbunden, einer geführt, erzählt Alfred Hentschel. „Da konnte dann erstmals eine ganze Gruppe blinder und sehbehinderter Inlineskater aus Nürnberg das Dahin-gleiten erleben“, freute sich Weik. Inzwischen fühlen sich die Rolling Angels voll in das cSc-Team integriert. Zoran Maslovaric hat es selbst ausprobiert, „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, man schwebt wie auf Wolken.“ Seine Frau Gisela Maslovaric hat mit Ursula Gütter eine blinde Skaterin geführt. „Eine ist vorgefahren, um die Strecke abzusichern, eine hat die Skaterin an die Hand genommen. Wir sind sehr flott gefahren.“ Man übernimmt viel Verantwortung, sind die Begleitläufer überzeugt.

Die blinden Inlineskater sind hoch motiviert
Unter den blinden Inlineskatern aus Nürnberg mit ihrem Trainer Volker Springhardt war auch Martha Kosz (27). Sie sei das erste Mal in Langenfeld. „Das Fahren auf Inlinern ist ein schönes Gefühl, es macht Spaß.
Wenn Sehende das machen, ist man als Blinde auch motiviert. Ich finde es einfach schön, dass auch Blinde mitmachen können.“ Sechs Aktive und drei Begleiter waren aus Nürnberg angereist, sie gehören dem 1. FCN Roll- und Eissport e.V. an. Das zweite Mal in Langenfeld „rollte“ die blinde Tanja Maul (22) mit, war 2003 schon mit dabei. „Wenn der Wind um einen weht, ist der Stress weg – das ist ein befreiendes Gefühl“, sagt die begeisterte Sportlerin.

Die Stadt Langenfeld steht voll hinter dem cSc
„Die Jahr für Jahr hervorragenden Besucherzahlen sprechen eine deutliche Sprache und belegen, dass der cSc den Langenfelderinnen und Langenfeldern ans Herz gewachsen ist.“ Mit diesen Worten unterstreicht der Bürgermeister und Schirmherr Frank Schneider die Verbundenheit der Bevölkerung zu diesem jährlichen Sportereignis. Sie feuert die Sportler lautstark an, genießt die tolle Atmosphäre bei vielen internationalen Leckereien und kühlen Getränken. Der stellvertretende Bürgermeister Dieter Braschoss eröffnete den 10. cSc. Sowohl die Verwaltung als auch der Betriebshof der Stadt gewähren dem cSc jegliche Unterstützung. So bringen sich Ute Piegeler und Carsten Lüdorf vom Schulreferat ebenso ein wie Christian Benzrath vom Referat Recht und Ordnung, der bereits bei den Vorgesprächen mit der Polizei dabei ist. Um Drängelgitter und Absperrmaterial kümmerten sich Michael Knott, Thomas Behmer und Markus Kaminski vom Betriebshof sowie Mitarbeiter des Referates Umwelt, Verkehr und Tiefbau wie z. B. Markus Kalke.

Köstlich und heiß begehrt: Die internationale cSc-Schlemmermeile
„Wie möchten Sie denn gerne speisen: koreanisch, philippinisch, kroatisch, italienisch, spanisch, deutsch?“ Aus eher bescheidenen Anfängen hat sich eine internationale Schlemmermeile entwickelt, die eine reichhaltige Speisen- und Getränkekarte bietet. „Es hat sich längst herumgesprochen, dass man beim cSc nicht nur spannende Sportwettbewerbe und ein interessantes Rahmenprogramm erleben kann, sondern auch sonst viel Unterhaltung. An diesem Tag braucht man sich auch um Essen und Trinken nicht zu kümmern, es
ist alles in großer Auswahl vorhanden. Wir lassen uns hier gerne verwöhnen“, so ein Besucher. Zum Beispiel am philippinischen Stand. Hähnchen philippini-scher Art, Schweinefleisch und Hackfleischröllchen liegen auf dem Grill. Dazu gebratene Glasnudeln und Frühlingsrollen. „Zu den Nudeln kommen Sojasoße, Möhren, Sojakeime, Zwiebeln, Knoblauch, heimische Gewürze und Petersilie“, wird das Rezept erklärt. „Das ist mein Lieblingsgericht“, erklärt Marlies Lüth. Bei den Koreanern sind die Pfannkuchen mit viel Schmittlauch und asiatischem Gemüse der Renner. Bei Longfield United duftet verführerisch eine riesige Pfanne mit Bratkartoffeln. Der Schützenverein Langenfeld von 1834 hat wie immer Reibekuchen im Angebot gehabt, aber sie sind schon am frühen Nachmittag ausverkauft. „Dabei haben wir diesmal 70 kg Kartoffeln verarbeitet“, berichtet der Koch Franz Stöckl. Alles hat der Koch von Hand verarbeitet. „Die vielen freundlichen Helfer und Gastgeber geben allen das Gefühl, in einer großen Familie willkommen zu sein“, bestätigt auch Bernhard Weik, Stifter, Organisator und Veranstalter des cSc „gemeinsam rollt’s“, der großen integrativen Sportveranstaltung für Menschen mit und ohne Handicap.

Ein buntes Rahmenprogramm
Während man es sich als Zuschauer oder Teilnehmer bei Speis und Trank gemütlich machte, konnte man außerdem die mannigfaltige Unterhaltung des Rahmenprogramms genießen, so z.B. die Vorführungen der Koreanische Trommelgruppe Pung-Nyon-Dan in ihren bunten, heimischen Kostümen, die heißen Rhythmen der Sambagruppe „Ganza Absurdo“, die Zuschauer in Bewegung brachte, und die „Dancing Sweethearts“ mit ihren Tanzvorfüh-rungen. Für Kinder gab es im Bereich des Freibades Spielangebote vom Förderverein „Anders sein e.V.“ wie Enten angeln und am Glücksrad drehen, wobei an beiden Plätzen viel Betrieb herrschte und die Kinder sogar anstehen mussten. Eine Hüpfburg der Malteser aus Langenfeld zog vor allem die Kleinen an, die sich dort so richtig austoben konnten.

Die Wasser-Oase der Stadtwerke ist beim cSc immer dabei
Ist ein Rennen gelaufen, hängt den Sportlern fast die Zunge aus dem Hals, die Kehle ist staubtrocken. Also schnell den nächsten Getränkestand ansteuern. Oder die Wasser-Oase der Stadtwerke Langenfeld, die gerne kostenlos das gute Langenfelder Wasser ausschenkt. Das geht sehr rasch vonstatten, denn schon vorher wird eine ganze Batterie von Bechern gefüllt, um niemanden warten zu lassen.

real-Markt stiftet Äpfel und Bananen
Ist der erste Durst gestillt, werden Vitamine und Mineralien aufgefüllt, um die Anstrengungen der Sportler bei den Rennen wieder auszugleichen. „Ich konnte zum wiederholten Male 20 kg Äpfel und 40 kg Bananen vom
real-Markt abholen“, freute sich Bernhard Weik.

Pfadfinder sorgten für sauberes Geschirr und Besteck.
Die Spülmaschine läuft auf Hochtouren. Eine große Gruppe Pfadfinder vom Stamm Castanea der Kath. Kirche Christus König transportiert große Mengen an Tellern und Besteck von den Ständen der cSc-Schlemmermeile und zurück, nachdem sie wieder gereinigt sind. Magda Schlegel dirigiert die Truppe, packt überall mit an. Teller in die Körbe schichten, rein in die Spülmaschine, die von den Maltesern zur Verfügung gestellt wurde, danach schauen, ob alles sauber geworden ist. „Wir haben so viel zu spülen, da hätten wir noch eine zweite Maschine gebrauchen können.“ Es sind dieses Jahr mehr Stände und mehr Besucher, und das macht sich voll bemerkbar. „Hier wird schon immer mit richtigem Geschirr und Besteck gegessen“, erklärt Bernhard Weik. So gebe es wenig Abfall, was der Umwelt zugute komme. Für das Geschirr brauche auch niemand Pfand zu zahlen.

Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule bedienen Senioren der AWO
Schon seit einigen Jahren haben die Seniorinnen und Senioren den Wunsch, am cSc teilzuhaben. Dazu kommen jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule, bauen draußen Tische und Stühle auf, schieben die Rollstühle hinaus und helfen den Bewohnern des AWO-Seniorenzentrums auf dem Weg dorthin. Sie engagieren sich bei der Zubereitung der Speisen, backen Waffeln, grillen, bringen allerlei Speisen und Getränke zu den Bewohnern und anderen Gästen. Auf dem Speiseplan stehen gegrillte Steaks, Würstchen, Kartoffel- und Nudelsalat und zum Kaffee Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne. „Auf die Idee, hier zu helfen, kam unsere Lehrerin Andrea Mennicken“, berichtet Gudula Oster, Konrektorin der Schule. „Wir sind froh, dass Frau Mennicken dies alles organisiert und freuen uns über den freiwilligen Dienst der Schülerinnen und Schüler“, hatte Oster schon im Vorfeld erklärt. Beide haben die Schülerinnen und Schüler zu diesem Einsatz begleitet. Dieses Jahr war es die Stufe 8, ca. 40-45 machten mit. AWO-Koch Jerome Stocker war denn auch des Lobes voll über seine vielen Helfer. „Die Schüler kommen zum vierten Mal hierher; für die 40-50 Bewohner ist es eine große Abwechslung, sie freuten sich schon die ganze Woche vorher darauf. Wir haben schönes Wetter, nette Schüler, und die bleiben bis zum Schluss und räumen mit auf. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre das sehr schwer zu verwirklichen.“ Im Dezember wird dieses Engagement mit dem AWO-Seniorenzentrum als feste und dauerhafte Kooperation schriftlich besiegelt. Bis dahin möchten die Schüler/innen das AWO-Haus kennen lernen und eine kleinere Gruppe Besuchskontakte zu den Senioren pflegen. Der cSc diente auch schon in den vergangenen Jahren dazu, Kontakte zwischen der Johann-Gutenberg-Realschule herzustellen und wird nun als Einstieg für die zukünftige Kooperation angesehen.

Zum cSc gehört auch eine Menge Technik
Erstmals waren die Lautsprecher auch über den Start-/Zielbereich und die Schlemmermeile hinaus zu hören. So konnten auch die weiter entfernt stehenden Zuschauer hören, was gerade los war, wer an der Spitze rollte. Die Elektro-Versorgung der Stände an der cSc-Schlemmermeile erfolgt durch die technische Truppe der Malteser in Zusammenarbeit mit Horst Möhring, der bereits in den vergangenen zwei Jahren auf diesem Gebiet für den cSc große Verdienste erworben hat. „Damit bei Problemen an einem einzigen Stand nicht alle ohne Strom sind, haben wir schon vor zwei Jahren neun Unterverteiler mit je vier Steckern und entsprechenden Sicherungen angeschafft“, berichtet Bernhard Weik. „Wenn jetzt eine Sicherung herausfliegt, ist nicht die ganze Schlemmermeile betroffen.“

Die Malteser übernehmen viele Aufgaben
Einsatzbesprechung bei den Maltesern vor dem großen Erste-Hilfe-Zelt. Gekommen sind nicht nur die Ersthelfer, sondern auch alle Streckenposten mit Hartmut Zerfaß und Siegfried Schlegel sind dabei. Rettungsassistent Christian Nitz weist die Leute ein und macht auf besondere Gefahren aufmerksam.
Jeder Streckenposten wird mit Warnweste, Funkgerät und Trillerpfeife ausgerüstet. Mit den Maltesern ist eine einwandfreie Verständigung möglich. Die Streckenposten, die sich aus den Pfadfindern von Christus König
und der Weltjugend Langenfelder kath. Kirchengemeinden St. Josef und Martin zusammensetzen, melden sich mit ihrer Posten-Nummer. Die Malteser waren auf vielen Gebieten eine große, unverzichtbare Hilfe. Sie stellten ein großes Sanitätszelt auf und standen mit mehreren Sanitätswagen für Sportler und Besucher einschl. der großen Mannschaft der Sanitäter bereit. Sie stellten die Hüpfburg zur Verfügung und versahen den Streckendienst mit Fahrrad-Ersthelfern, ihre Funkzentrale dient als Vermittlung für die Streckenposten und das cSc-Team. Letzteres wurde auch bei der Erstellung der Notfallpläne unterstützt. Biertischgarnituren wurden in großer Anzahl gestellt. Ein Extrazelt mit spezieller Einrichtung sollte Müttern mit Kleinkindern zum Windeln wechseln und für das Stillen dienen. Es wurde dann für das Umziehen der Trommel-Gruppen verwendet, die das Rahmenprogramm bestritten. Erleichtert zeigte sich Christian Nitz nach der Veranstaltung. „Insgesamt gab es neun Hilfeleistungen, an Verletzungen kleinere Schürfwunden u. ä. Zum Glück hatten wir keine größeren Unfälle.“ Zum dritten Mal dabei sind die Jugendlichen vom Weltjugendtag, die 2011 nach Madrid reisen. „Insgesamt haben wir 25-30 Leute, die von 8:00 Uhr an bis zum Schluss hier tätig sind“, berichten deren Leiter Rolf Kamp und Ralf Steiner. Sie waren nicht nur als Streckenposten eingeteilt, sondern haben Bänke für die Zuschauer entlang der Rennstrecke aufgestellt, die Menschenkette mit eingeteilt und nach der Veranstaltung geholfen, aufzuräumen.

Die Sicherheit wird beim cSc sehr ernst genommen
Einen Hubschrauber haben Hartmut Zerfaß, verantwortlich für die Sicherheit auf der Strecke, und sein Begleiter Siegfried Schlegel nicht, er würde ihnen auch nichts nützen. Nachdem sehr gründliche Vorarbeit geleistet und alle Aspekte der Sicherheit besprochen und beleuchtet worden sind, gingen die Beiden mit Christian Benzrath vom Referat Ordnung der Stadtverwaltung mit dem Fahrrad auf die Strecke. Vor dem ersten Lauf wurde die „Piste“ nochmals gecheckt, die Absperrungen und Übergänge kontrolliert, nichts dem Zufall überlassen. Denn auch das Überqueren der Fahrbahn wurde in das Sicherheits-programm einbezogen. Immerhin erreichen Liegeräder Geschwindigkeiten von mehr als 50 km/h, die Inliner bei den Speed Skatern ca. 35-40 km/h und Renntandems kommen auch auf bis zu 45 km/h. „Wer dann mitten im Rennen die Strecke auf eigene Faust überquert, gefährdet nicht nur sich, sondern auch die beteiligten Sportler“, weist Zerfaß auf einen besonders sensiblen Aspekt hin. Wichtig sei auch, dass Eltern ihre Kinder immer im Auge behalten. Am Startpunkt wiesen die Moderatoren Dieter Sportmann sowie Marion Schirrmacher und Carsten Ohle immer wieder darauf hin: „Keiner darf ohne Helm starten, wer dies trotzdem tut, wird aus dem Rennen genommen.“

Die Polizei – Freund und Helfer des cSc
Die Strecke sichern helfen – das machen Polizisten zu Fuß und mit dem Krad. Die Beamten kennen sich mit dem cSc längst aus, sie kommen gerne zu dieser Veranstaltung. Beim 10. cSc es zwei Kradfahrer, schließlich gab es die besondere „Ehrenrunde“ der Sportler mit der Menschenkette, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedurfte. Zu den beiden Langenfelder Bezirks-beamten Polizeioberkommissar Frank Scheffler und Polizeihauptkommissar Helmut de la Motte, die ihren Dienst „zu Fuß“ versahen, kamen noch die beiden Kradfahrer von der Kreispolizei Mettmann, für den cSc auch keine Unbekannten: Die Polizeioberkommissare Dietmar Silbermann und Frank Schneider. „Die Polizei ist Freund und Helfer des cSc – der Sportlerinnen und Sportler wie auch der Zuschauer“, kommentierte Bernhard Weik den Einsatz der Beamten.

Die cSc-Fangruppen
„Wir haben auch Jubiläum, denn wir sind ebenfalls seit 10 Jahren dabei.“ Familie Becker von der Adolf-Spieß-Straße und ihre Freunde sind die älteste Fangruppe des cSc. Diesmal haben sie besonders darauf hingewiesen, vom ersten Rennen bis zum 10-jährigen Jubiläums-cSc immer wieder die Sport-lerinnen und Sportler angefeuert zu haben. Die Fangruppe baut jedes Jahr ihren eigenen Stand auf. Mit Rasseln, Pfeifen und Tröten wird so richtig Krach gemacht, wenn wieder eine Gruppe vorbeiflitzt. Dazu kommen die Kinder, die
ebenfalls mit Rasseln und allerlei Blasinstrumenten begeistert mitmachen.
Schon in den letzten Jahren formierten sich gegenüber auf der anderen Straßenseite auch kleine Fan-Gruppen. „Die Kinder sind jetzt zu groß, da machen wir das mit dem Anfeuern“, sagte einer der Bewohner.

Nach 2009 wurde die Weik-Stiftung zum zweiten Mal als „Ausgewählter Ort“ ausgezeichnet
Für die Idee des „cSc capp Sport cup gemeinsam rollt’s“ erhielt die Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ die Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2010“. Auf Wunsch von Bernhard Weik wurde keine separate Feier irgendwo „unter einem Dach“ veranstaltet, sondern die
Preisübergabe mitten in den 10. cSc gelegt, also dorthin, wo er auch stattfand. Und so baute Uli Quaas, Botschafter der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“, eine große Rückwand, ein Rednerpult und einen Sockel für den Pokal auf der Rampe neben dem Platz der Siegerehrung auf. Andreas Wrubel, Repräsentant der Deutschen Bank und Laudator der Preisübergabe, war erschienen, um Urkunde und Pokal an die Weik-Stiftung und das cSc-Team zu überreichen. „Dass Sie, lieber Herr Weik, mit Ihrem unermüdlichen Engagement überaus erfolgreich sind, bestätigt die Tatsache, dass Ihre Stiftung nach der letztjährigen Auszeichnung für das Projekt „Ein ganz normaler Tag“ heute mit dem cSc Capp Sport cup wiederholt ausgezeichnet wird, was ganz besondere Anerkennung verdient.“ Das Sportfest „cSc gemeinsam rollt’s“ fördere durch die Lust an Bewegung das tägliche Miteinander von Menschen mit und ohne
Behinderung. Die Urkunde ging direkt in die Hände von Bernhard Weik, der Pokal wurde über den Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbandes an Samuel Küppers (14) weitergereicht, der als Handbiker die Sportler und das cSc-Team repräsentierte. Bereits zu Beginn dieser Auszeichnungsfeier hob cSc-Schirmherr und Bürgermeister der Stadt Langenfeld, Frank Schneider, ebenfalls die Verdienste der Weik-Stiftung und des cSc-Teams hervor. „Als Bürgermeister und Schirmherr dieser Veranstaltung, aber noch vielmehr als Langenfelder bin ich stolz auf diese Auszeichnung für diese motivierte und stets engagierte Gruppe um Herrn Weik.“ Und dann kam die Überraschung, mit der Bernhard Weik nicht gerechnet hatte. „Ich darf Sie nochmals an meine Seite bitten, um Ihnen die vom Rat der Stadt Langenfeld gestiftete Silberne Ehrennadel des Sports zu verleihen. Mit dieser Anerkennung verbinden der Rat der Stadt, die Stadtverwaltung und der Stadtsportverband e.V. den Dank für
unermüdlichen Einsatz zur Förderung des Sports in Langenfeld.“ Der so doppelt geehrte Bernhard Weik war sichtlich gerührt, als er seine Dankesworte sprach. „Danke an unser cSc-Team, das alles mit soviel Hingabe erledigt, da spürt man die Begeisterung für die gute Sache. Unser cSc-Team hat diese Ehrung zu Recht verdient.“ Danke sagte er auch den Sportlern für ihre Treue zum cSc, den Teilnehmern der Menschenkette für ihre Wertschätzung der Sportler und den Anwohnern, die die Beeinträchtigungen des Sportfestes mit
Gelassenheit hinnehmen. Elisabeth Weik, die die Stiftung mit aufgebaut und ihren Mann über viele Jahre unterstützt hat, durfte einen großen Blumenstrauß des Bürgermeisters und Schirmherren entgegennehmen. Daran war Leon (9), Sohn von Frank Schneider, beteiligt. Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, Friedhelm Julius Beucher, fasste die Ehrung in
folgende Worte: „Ideen brauchen Leute, die Ideen umsetzen. Das ist bei Bernhard Weik und seiner Frau ein einmaliges Beispiel, und dazu gehört auch die Kunst, so viele Mitstreiter zu gewinnen.“ Er wünsche sich getreu dem Motto „Deutschland – Land der Ideen“, dass es an 365 Orten der Republik cSc-Tage nach dem Modell der Weik-Stiftung in Langenfeld gebe. Friedhelm Julius Beucher repräsentiert mit seinem Verband 531.000 Sportler mit Handicap. Im Namen des Verbandes überreichte er Bernhard Weik einen Wimpel.

Noch am gleichen Abend wurde alles ab- und weggeräumt. An den folgenden Tagen sah man Bernhard Weik persönlich, wie er mit Auto plus Anhänger unterwegs war, die Plakatständer aufzuladen und Transparente abzuhängen. Die Nacharbeit ist längst noch nicht geschafft, aber das Fahrwasser doch etwas ruhiger geworden.
Doch nach dem cSc ist vor dem cSc – das nächste Rennen ist am 04. September 2011. Und schon jetzt wird überlegt, was das cSc-Team beim nächsten Mal verbessern kann. Deshalb wird in den nächsten Wochen darüber diskutiert, Vorschläge werden gesammelt und festgehalten.
Bleibt dann noch der Dankeschön-Abend von Bernhard Weik Ende November für das gesamte cSc-Team mit der Vorführung des von der Video-Gruppe der VHS gedrehten Films, auf den schon alle gespannt sind.

Weitere Informationen unter www.gemeinsam-csc.de

Autor:

Petra Schütze aus Langenfeld (Rheinland)

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