Beste Karnevalsstimmung beim Hoppeditz-Erwachen der Spieß-Ratzen in Langenfeld
Jetzt geht's los . . .

Die Spieß-Ratzen hatten in den kleinen Saal der Schützenhalle Richrath geladen um am vergangenen Samstag gemeinsam mit den Jecken der Stadt den Hoppeditz zu wecken. Foto: Michael de Clerque
  • Die Spieß-Ratzen hatten in den kleinen Saal der Schützenhalle Richrath geladen um am vergangenen Samstag gemeinsam mit den Jecken der Stadt den Hoppeditz zu wecken. Foto: Michael de Clerque
  • hochgeladen von Corinna Rath

Im Langenfelder Karneval gibt es in diesem Jahr so einiges: ein Paar Prinzen, ein Dreigestirn in Kleidern und einen Orden mit Pumps. Zum Feiern trafen sich nicht nur die Karnevalsvereine der Stadt am vergangenen Samstag im kleinen Saal der Schützenhalle in Richrath. Der Grund? Die Spieß-Ratzen hatten zum traditionellen Hoppeditz-Erwachen geladen.

Ein eindeutiges Zeichen für einen gelungenen Abend ist sicherlich ein zufriedenes Publikum, das auch mit Beifall nicht geizt. Warm geschunkelt und gesungen legten die Gäste der Spieß-Ratzen zu später Stunde noch einen drauf: die komplette Belegschaft brachte den Saal gemeinsam mit den "Ruhrpott-Guggis" und ihrer Fasnacht-Blasmusik mit einer – Achtung – Polonnaise zum absoluten Höhepunkt der Party. Aber der Reihe nach:
Auch wenn der Hoppeditz in diesem Jahr fünf Tage länger schlafen konnte als in anderen Städten, dachte der Schelm, alias Ellen Wrobel, nicht im Traum daran, ohne großes Lamentieren die Bettdecke zurückzuschlagen, um endlich aus dem Sarg zu hüpfen. Erst einmal gab es natürlich einige Anekdoten der vergangenen Session und der ein oder andere bekam - mit gewohnt spitzer Zunge - sein Fett weg. Der Durst ließ den Hoppeditz dann aber doch ungeduldig werden und weil „ohne Schnaps eben nix geht“, öffnete sich schließlich um etwa 19.20 Uhr der Sargdeckel und die Karnevalsparty war eröffnet.

Lust auf Karneval

Das von den Spieß-Ratzen für ihre Gäste zusammengestellte Programm stimmte auf die fünfte Jahreszeit ein und sorgte in kuschelig gemütlicher Atmosphäre des kleinen Saals der Schützenhalle für kurzweilige Unterhaltung. Neben dem Jugendtanzcorps Rheinsternchen, die in diesem Jahr ihr 4 x elfjähriges Jubiläum feiern und mit ihren Tänzen Lust auf ihre Jubiläumsfeier am 30. November machten, war natürlich auch das frisch gebackene Langenfelder Prinzenpaar mit von der Partie. Auch wenn die Nervosität an diesem Abend – laut eigener Aussage – weit größer war als auf der eigenen Proklamation, sorgten Prinz Tino I. und Prinz Sebastian I. mit ihrer Erdbeerfest-Version vom Party-Hit „Warum hast Du nicht nein gesagt“ von Roland Kaiser und Maite Kelly für ausgelassene Feierlaune unter den Gästen.

Silberner Verdienstorden für Frauke Böttcher

Zu den Orden, die zwischendurch von den Karnevalsgesellschaften verliehen wurden gesellte sich auch eine besondere Ehrung über die sich Spieß-Ratzen-Mitglied Frauke Böttcher freuen konnte: Für ihre elfjährige Vereinszugehörigkeit wurde sie vom Festkomitee Langenfelder Karneval (FLK) mit dem Silbernen Verdienstorden ausgezeichnet.
Mit einem besonderen Orden konnte auch das Berghausener Dreigestirn aufwarten: Die drei Damen hatten sich für einen Pumps entschieden. „Standesgemäß“, betonte Prinzessin Daggi, die gemeinsam mit Bäuerin Uli und Jungfrau Susi in dieser Session eine Menge Frauenpower zu bieten hat. Klar, dass auch das Fußkleid am Abend der Spieß-Ratzen ein besonderes war: Während Jungfrau Susi mit rotblinkenden Turnschuhen daherkam, zeigte Prinzessin Daggi ihre Verehrung für die Spießratzen, als ältesten Karnevalsverein der Stadt, in Form von knallroten Stiefeletten. Ob man in den Dingern auch Tanzen kann? Klar. Und das mit dem Singen lief auch ganz wunderbar: „Saach niemols nie“ lautete der gute Ratschlag des Damentrios aus Berghausen mit dem sie im Saal für Stimmung sorgten.

Scharfe Jungs heizten ein

Neben Büttenredner Eff Jott, der als "Et Lisbeth" einiges über den Gemahlsgatten Hubert zu erzählen hatte und dem Duo „De Schlofmütze“, die an diesem Abend auch alte Karnevals-Hits von Marie-Luise Nikuta zum Besten gaben, mischten 12 „Scharfe Jungs“ mit Tänzen zu Musik aus allen Stilrichtungen und Jahrgängen die Tischreihen vor der Bühne auf. Ein bisschen Mr. Boombastic, Dirty Dancing, Senorita oder Boygroup-Feeling mit den Backstreet Boys? Kein Problem! Nach dem Motto „Wir sind kein Männerballett, tun dass, was wir sportlich können und machen uns nicht lächerlich“ reihte sich auch Moderator Dirk Fischer, der als Leihgabe des Herren Elferrates Leichlingen durch den Abend der Spieß-Ratzen führte, in die Tanzformation, die 2017 gegründet wurde, ein.

Zum Tanzen und Singen animiert

Apropos Tanzen: Einmal die Bühne voll hieß es mit dem Funkencorps Opladen, die mit Pauken, Trompeten, Tanzmariechen und Kadetten für Unterhaltung sorgten und die Damen des Saal zum Stippeföttche-Tanz auf die Bühne entführten.
Nach der körperlichen Betätigung konnte dann wieder etwas für die Stimme getan werden: Die "3 Colonias" hatten eine Menge Lieder im Gepäck, die man - einmal am Abend gesungen - auch auf dem Heimweg noch im Ohr hat.

Hier gab's was auf die Ohren

Aufpassen mussten die Karnevalisten allerdings, dass die eben noch gehörten Ohrwürmer nicht einfach weggepustet wurden, als sich die "Ruhrpott-Guggis" - als etwas anderes "Fanfarencorps" - die Ehre gaben. Von „Liev Marie“ bis „Cordula Grün“ reichte das Repertoire der Duisburger, die hier ohne Zugabe nicht vom Hof kamen. Die Gäste der Spieß-Ratzen konnten einfach nicht genug bekommen und waren sich am Ende nicht zu Schade, gemeinsam als nicht enden wollender Bandwurm durch den Saal zu trekken. Das Stimmungsbarometer? Das stand an diesem Abend auf „Extra-Hoch“ und verspricht in Langenfeld eine Session mit ganz viel Spaß an der Freud‘.

Autor:

Corinna Rath aus Hilden

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