Quartiersarbeit soll für noch mehr "Wohlfühlcharakter" sorgen
Lebendige Langenfelder Stadtteile

Wenn es um lebendige Stadtteile geht, ziehen zahlreiche soziale Einrichtungen und Organisationen der Stadt an einem Strang. Auf dem Foto ist die Sozialdezernentin und 1. Beigeordnete Marion Prell  (vorne rechts) und die neue Entwicklungsmanagerin Mona Ende (Mitte, 7. von rechts, mit dem grünen Schal) zusammen mit den Mitgliedern des neuen Arbeitskreises zu sehen.
  • Wenn es um lebendige Stadtteile geht, ziehen zahlreiche soziale Einrichtungen und Organisationen der Stadt an einem Strang. Auf dem Foto ist die Sozialdezernentin und 1. Beigeordnete Marion Prell (vorne rechts) und die neue Entwicklungsmanagerin Mona Ende (Mitte, 7. von rechts, mit dem grünen Schal) zusammen mit den Mitgliedern des neuen Arbeitskreises zu sehen.
  • Foto: Michael de Clerque
  • hochgeladen von Lokalkompass Langenfeld

Damit sich die Menschen möglichst ein ganzes Leben lang in ihrem Stadtteil wohl und zu Hause fühlen, kann man einiges tun – seitens der Stadt, aber auch seitens vieler sozialer Einrichtungen und Organisationen. In Langenfeld ist das kein neues Thema, mit Programmen zur „Quartiersarbeit“ gilt sie sogar deutschlandweit als Leuchtturm. Was noch mehr getan werden kann, erörterte Sozialdezernentin und 1. Beigeordnete Marion Prell zusammen mit den Mitgliedern eines neuen Arbeitskreises vor der Presse.

Umfassender Aktionsplan

Die Mitglieder des Arbeitskreises (siehe unten)  haben zunächst Bilanz gezogen und inzwischen einen umfassenden Aktionsplan für das laufende Jahr zusammengestellt. Da ist das Bonusheft zu nennen, das an alle 70jährigen verteilt wird (wir berichteten darüber). Darin sind Gutscheine für kostenlose Teilnahme an Angeboten der diversen Kooperationspartner enthalten, bei der die Senioren die Einrichtungen unverbindlich kennenlernen können. Des weiteren soll es Treffpunkte in den Stadtteilen geben, um Änderungswünsche der Bewohner aufzugreifen. In Immigrath, so Prell, sei das zwischen Stadt und Awo schon praktiziert worden. Aus Konferenzen und Begehungen sei klar geworden, dass zum Beispiel neue Sitzgelegenheiten wünschenswert seien, „Stolperfallen“ beseitigt oder öffentliche Toiletten besser ausgestattet würden und ähnliches mehr. Viele bemängelte Punkte hätten so „schnell und effektiv beseitigt werden können“.

Weiterentwicklung der Stadtteile

Nach Immigrath soll es auch in den anderen Stadtteilen entsprechende Verfahren geben. Auch hier sollen die Bewohner in die Weiterentwicklung ihres Stadtteils einbezogen werden. Alle Bürger der Altersgruppe 55 bis 70 seien dazu eingeladen. Hier schon einmal die Termine, die wir aber zeitnah noch einmal veröffentlichen werden: In Berghausen am 4. Juli im Gemeindesaal St. Paulus, in Mitte am 20. August im CBT-Begegnungszentrum an der Eichenfeldstraße, am 17. September in der Schützenhalle in Richrath, am 28. Oktober im Festsaal der Landesklinik und am 12. November im Gemeindesaal der katholischen Kirche. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Erörtert werden sollen folgende Fragen: Wie stellen sich die Bürger die optimale Lebenssituation in ihrem Stadtteil vor? Was muss geändert oder ergänzt werden, damit sie möglichst lebenslang dort leben können? Wie kann sich jeder Einzelne in die Stadtteilentwicklung einbringen? Bei der Gelegenheit wies Prell darauf hin, dass der Begriff „Quartier“ nun doch durch „Stadtteil“ ersetzt werde, was von vielen Teilnehmern der Gesprächsrunde begrüßt wurde.

Anlauf- und Informationsstelle für Senioren

Als Anlauf- und Informationsstelle für Senioren sollen weitere i-Punkte in den Begegnungsstätten und Pflegeeinrichtungen eingerichtet werden. Viele Mitbürger (nicht nur ältere, sondern auch beispielsweise deren Kinder) hätten oft keine ausreichende Kentnisse über die verschiedenen Angebote, die sie nutzen können, um ihre Situation zu verbessern. Mitarbeiter der Einrichtungen, die auch an dem Gespräch im Rathaus teilnahmen, bestätigten, dass immer wieder Anfragen zu allen möglichen Themen gestellt würden, besonders, wenn plötzlich Veränderungen in der Lebenssituation auftreten. Hier ist die bestehende Vernetzung der Einrichtungen sehr sinnvoll und hilfreich.

Besonders geschulte „Senioren-Scouts“

Die i-Punkte sollen nach den Awo-Erfahrungen mit besonders geschulten „Senioren-Scouts“ besetzt sein, die zu bestimmten Zeiten persönlich oder auch telefonisch weitere Auskünfte geben könnten. In Immigrath und in der Stadtmitte würden die i-Punkte schon sehr gut angenommen, was den Bedarf außer Frage stelle. Marion Prell freut sich, dass die Stadt im Haushaltsplan dafür gerade 15 000 Euro bereitgestellt habe. Damit sollten Info-Broschüren, Wegweiser und anderes bezahlt werden.
Elfie Steckel

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen