Nicht die Defizite, sondern die Fähigkeiten der Menschen sehen.

Hilde Weidenfeld, 1. Vorsitzende der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann mit Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung der Lebenshilfe e.V.
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  • Hilde Weidenfeld, 1. Vorsitzende der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann mit Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung der Lebenshilfe e.V.
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Ulla Schmidt setzt sich für ein neues Denken in der Gesellschaft ein.

Kreis Mettmann. „Auf jedem unserer Wege werden wir Steine finden, wir können sie überspringen oder darüber stolpern. Wir können aus ihnen aber auch Stufen bauen, Stufen, die uns weiter tragen.“ Die Worte einer unbekannten Dichterin gab Hilde Weidenfeld, 1. Vorsitzende der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann, den vielen Gästen auf dem Neujahrsempfang auf den Weg, der bereits ganz im Zeichen des 50jährigen Jubiläums in diesem Jahr stand.

In ihrer Rückschau auf das Jahr 2012 ging sie vor allem auf das erfolgreiche Systemaudit der DQS (Zertifizierung von Qualitäts-managementsystemen), die Feiern zum 30jährigen Bestehen des Wohnheims Velbert und zum 10jährigen Bestehen des Wohnheims für schwerstmehrfach behinderte Menschen in Ratingen und der Außenwohngruppe in Monheim ein. In Langenfeld konnte ein Apartmenthaus bezogen werden. Die Lebenshilfe-Sportgruppe nahm erfolgreich an den Special Olympics Sommerspielen in München teil.

Grußworte sprachen der stellv. Landrat Michael Ruppert und der stellv. Ratinger Bürgermeister David Lüngen, die beide zum 50jährigen Bestehen der Kreislebenshilfe gratulierten und sich für die erfolgreiche Arbeit bedankten.

In ihrem Gastvortrag sprach sich die neue Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung der Lebenshilfe e.V., Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt dafür aus, die UN-Behindertenrechtskonvention und die Inklusion zu verwirklichen.

Mit Blick auf die erzielten Fortschritte sagte Schmidt: „Vor 50 Jahren wurde den Menschen mit Behinderung jegliche Bildungsfähigkeit angesprochen. Heute stehe man mittendrin, es gebe Einrichtungen von der Frühförderung über Wohnen bis zu Werkstätten, in denen mit hohem fachlichem Engagement professionelle Förderung geleistet werde. „Gott sei Dank leben wir in einer Zeit, wo wir die erste Generation geistig behinderter Menschen in unserer Mitte haben.“ Es brauche aber auch Angebote für die Zeit nach der Werkstatt, wenn die behinderten Menschen Pflege benötigen.

Auf ihrer Agenda steht die uneingeschränkte Barrierefreiheit, die sich nicht in Rollstuhlrampen erschöpft. Dazu gehören auch die einfache Sprache und die Teilhabe am gesamten öffentlichen Leben. Schmidt mahnte auch eine Reform der Eingliederungshilfe an. „Inklusion ist kein Sparmodell und hilft nicht, Ausgaben zu senken, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung.“

Ein Bundesteilhabegesetz müsse als eigenständiges Leistungsgesetz den Grad der Behinderung berücksichtigen. Jeder behinderte Mensch solle entscheiden können, wo er arbeiten wolle und jeder habe das Recht, überall mitmachen zu können. Die Bundesvorsitzende lobte die Arbeit der Lebenshilfe im Kreis Mettmann, die immer jung bleibe und „ein Feuer an Innovationen“ sei. Der Neujahrsempfang wurde musikalisch von der Harfenistin Yvonne Bonn begleitet, einer Großnichte des Lebenshilfe-Gründungsmitglieds Heinz Görgens, die mit ihrem einfühlsamen Spiel die Zuhörer begeisterte.

Autor:

Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland)

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