Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr
Trotz schwächerer Konjunktur erzielte die Sparkasse Langenfeld die größte Bilanzsumme seiner Geschichte

Die beiden Chefs der Langenfelder Stadt-Sparkasse, Dirk Abel (rechts) und Stefan Noack, blicken zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr.
  • Die beiden Chefs der Langenfelder Stadt-Sparkasse, Dirk Abel (rechts) und Stefan Noack, blicken zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr.
  • Foto: Michael de Clerque
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Als „solide“ bezeichneten die beiden Chefs der Langenfelder Stadt-Sparkasse, Dirk Abel und Stefan Noack, das abgelaufene Geschäftsjahr, das im übrigen gekennzeichnet war von diversen digitalen Neuerungen. Aber keine Angst: Beide unterstrichen im Pressegespräch auch, dass im Interesse der älteren Kunden der gewohnte Service „zumindest aufrecht erhalten bleibt“.

Die Schlipse sind nicht mehr da

Abgesehen von allen digitalen Fortschritten, bei denen das Langenfelder Geldinstitut ganz vorne mitspielt, gab es noch eine auffällige Neuerungen: Die Schlipse sind nicht mehr da, aber nicht etwa, weil bald Weiberfastnacht ist! Nach einem halben Probejahr und in Gesprächen mit Kunden und Mitarbeitern ist die Krawattenpflicht gestrichen worden. Und selbst der Vorstandsvorsitzende und sein Vize erschienen vor den Pressefotografen ganz locker mit offenem Hemdkragen – bis vor kurzem noch undenkbar!
Doch es gab auch noch weitere berichtenswerte Ereignisse. So sprach Stefan Noack stolz über die Sparkassen-App, die von der Stiftung Warentest als beste Banking-App ausgezeichnet wurde. Auch das „instant payment“ ist Deutschland-weit ganz neu, und unter den Vorreitern ist laut Noack die Langenfelder Sparkasse. Diese Direktüberweisung (Kwitt ist der Fachbegriff) schickt das Geld in Echtzeit (maximal drei Sekunden) per i-Phone auf das Konto des Empfängers. Wofür man das braucht? Nun, beispielsweise beim Autohändler, wenn man nicht so viel Bargeld mit sich herumschleppen möchte. Der Händler sieht dann ruck-zuck, dass das Geld auf seinem Konto gelandet ist. Oder junge Leute, die schnell dem Kumpel das ausgeliehene Geld zurückzahlen möchten, nutzten gerne diese Möglichkeit.

Elektronisches Postfach

Das elektronische Postfach ist inzwischen auch gerüstet für „externe Befüllung“, sprich zum Beispiel für die „Belieferung“ mit dem Einkommenssteuer-Bescheid und natürlich auch auf die Kontoauszüge. Zudem ist das Online-Banking der Sparkasse seit letztem Jahr auch „multibankenfähig“: Kunden haben nun auch sämtliche Geldbewegungen auf ihren Konto in anderen Bankinstituten im Blick. Noack fasste das Bündel der Neuerungen so zusammen: „Wir sind gut gerüstet für die jüngere Generation, aber auch unsere älteren Kunden sind nach wie vor gut bei uns aufgehoben“.
Das war das Stichwort für Dirk Abel. Er versicherte, dass das Geschäftsstellennetz auf keinen Fall weiter ausgedünnt werde. Wie gewohnt könnten die Kunden ihre Bankgeschäfte an den Schaltern in der Hauptstelle und in Richrath mit Bankmitarbeitern erledigen, und auch in Reusrath gäbe es menschliche Hilfe. In Wiescheid und in Berghausen funktionieren die Erledigungen mit den Automaten. Die Schlangen an den Terminals, so der Vorstand auf eine Frage nach weiteren Geräten, könne man nicht vermeiden. Die Terminals seien nur zu einem Drittel ausgelastet. Um Schlangen zu vermeiden, sollten die Kunden am besten andere Zeiten wählen.

Bilanzsumme wuchs um 79 Millionen

Doch nun zu den Zahlen, die bei einer Bilanz nun mal unvermeidlich sind. Die Bilanzsumme, die im vergangenen Jahr sogar ins Minus gerutscht war, wuchs um 79 Millionen Euro auf 1,476 Milliarden (5,7 Prozent). Das Kreditvolumen wuchs um 2,7 Prozent auf 1,162 Milliarden an, wobei der Schwerpunkt wie in all den vergangenen Jahren auf Wohnimmobilien und Geschäftskrediten lag. Erfreulich haben sich auch die Kundeneinlagen entwickelt: Um 6,2 Prozent auf 1,163 Milliarden. Bedingt durch die weiter anhaltende Niedrigzinsphase gäbe es allerdings geänderte Strategien bei den Anlagen.

Förderung der lokalen Leistungsfähigkeit

Oberstes Ziel des Sparkassenvorstandes, so Dirk Abel, sei nach wie vor die Selbstständigkeit und das Fördern der lokalen Leistungsfähigkeit. Innerhalb des Gesamtverbandes der Rhenischen Sparkassen belege das Langenfelder Haus nach wie vor einen Spitzenplatz. Wenn auch der Mitarbeiterstab geringfügig geändert wurde, so gäbe es doch keine betriebsbedingten Kündigungen.

Ausblick aufs neue Jahr

Noch ein Ausblick auf das neue Jahr: Trotz abschwächender Konjunktur und niedriger Zinsen gehe die Sparkasse von „guten Marktchancen in Langenfeld“ aus, wo sie auch weiterhin ein zuverlässiger Partner sein werde. Und noch etwas ganz erfreuliches für Kontoüberzieher: Im laufenden Jahr würden die Überziehungskredite gesenkt, von derzeit 11,25 Prozent auf „eine einstellige Zahl“, so Noack.
Elfie Steckel

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