Untersuchungen zeigen: Das Trinkwasser in Langenfeld und Monheim ist gut

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Langenfeld (Rheinland): Verbandswasserwerk Langenfeld-Monheim |

Die zu warmen Sommer in den letzten drei Jahren und die durchs ganze Jahr erhöhten Temperaturen machen der Wasserwirtschaft leichtes Kopfzerbrechen. Das geht aus der Bilanz hervor, die Kersten Kerl, Geschäftsführer des Verbandswasserwerks Langenfeld-Monheim, in der Jahrespressekonferenz vorstellte. Die Folge der mit gut elf Grad hohen Jahrestemperatur ist dann auch ein erhöhter Bedarf an Trinkwasser. Die Niederschlagsmengen liegen aber wegen der erhöhten Temperatur unter dem Mittelwert.

Nitrat-Belastung gesunken

Sehr erfreulich dagegen ist die Nitrat-Entwicklung in den Brunnen. Die Belastung ist von rund 70 Milligramm pro Liter im Jahr 1983 bis auf etwa 20 Milligramm heute gesunken. Kerl führt das gute Ergebnis, über das sich andere Regionen nur wundern können, zum Großteil auf die Kooperation mit der Landwirtschaft zurück. Was hier eher Sorge bereite, seien Probleme mit der Gülle. Auch hier sei man allerdings dank intensiver Beratung auf einem guten Weg. Die Nitrat-Entwicklung im Trinkwasser ist unter dem Strick im gesamten Jahr sehr konstant bei etwa 20 Milligramm geblieben.

Hohe Investitionen in das Rohrnetz zahlen sich aus

Die hohen Investitionen in das Rohrnetz zahlen sich aus, meinte Kerl mit Blick auf die Statistik der Wasserverluste im Rohrnetz. Die Verluste in den beiden Nachbarstädten liegen bei gut drei Prozent, der Bundesdurchschnitt verzeichnet dagegen mit acht Prozent fast das Dreifache.

Trinkwasser-Untersuchung: Keine Befunde

Im abgelaufenen Jahr wurden vom Verbandswasserwerk und den Stadtwerken Langenfeld folgende Projekte umgesetzt: 2,1 Kilometer Gashauptrohrleitungen und 4,4 Kilometer Wasserhauptrohrleistungen wurden verlegt. Die Untersuchungen des verteilten Wassers ergaben keinerlei Befunde, die die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung verletzt hätten, und „Arzneimittel oder Glyphosat wurden in Brunnen und Trinkwasser nicht gefunden".
Für dieses Jahr sind Investitionen von 500 000 Euro im Gasnetz (Blumenstraße, Felix-Wankel-Straße, Talstraße) und 1,4 Millionen Euro im Wassernetz geplant (Menk-Gelände und Waldbeerenweg in Monheim, Blumenstraße und Felix-Wankel-Straße in Langenfeld). Große Leitungen werden auch entlang der Trasse des Rhein-Ruhr-Express benötigt. In der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Monheim wird die zweite Reinwasserkammer saniert und eine Filtermaterialsiloanlage gebaut.
Elfie Steckel
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 17.01.2018 | 13:27  
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