Reiten zählte zu den großen Attraktionen.

Emilia (10) sitzt als erste auf dem Pferd, umgeben von weiteren Kindern und Helfern, hinter dem Pferd die Reittherapeutin Marion Hupperts.
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  • Emilia (10) sitzt als erste auf dem Pferd, umgeben von weiteren Kindern und Helfern, hinter dem Pferd die Reittherapeutin Marion Hupperts.
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Lebenshilfe führt wieder eine Sommerferienaktion für Virneburgschüler durch.

Langenfeld/Südkreis. „Fertigmachen für das Reiten“, ruft Sarah Jansen in die Gruppe der Virneburgschüler und ihrer Betreuer, die gerade eine dreiwöchige Sommerferienaktion in der Schule verbringen. Ein kurzer Weg führt auf den Riemenhof in der gleichen Straße, wo die Gruppe schon von der Reittherapeutin Marion Hupperts erwartet wird.

Die vierfache Mutter, deren zehnjähriger Sohn sich für das Reiten bei den Special Olympics Wettbewerben entschieden hat, kennt schon viele der Kinder aus der Feriengruppe. „Ich habe drei Therapiepferde“, erzählt die Therapeutin. Emilia (10) ist die erste, die auf das Pferd gehoben wird. Dann folgen Jamie (11), Celina (15) und Sam (8). Die beiden Letztgenannten steigen selbst über eine Steighilfe auf das Pferd, das geduldig seine Runden dreht. Hupperts berichtet, dass drei ihrer vier Kinder ebenfalls die Liebe zu Pferden und zum Reiten pflegen. "Manche Kinder müssen sich erst langsam an das Reiten gewöhnen", weiß sie aus Erfahrung. Bei der Reittherapie gebe es auch Lageveränderungen und Koordinationsübungen. Sie mache Reitausbildung seit 19 Jahren, davon im elften Jahr auf dem Riemenhof.

Sarah Jansen leitet die Ferienaktion des Familienunterstützenden Dienstes der Lebenshilfe zum zweiten Mal, ist aber schön länger im Team dabei. Ihre Helfer sind pädagogisch erfahrene Kräfte von der Lebenshilfe und aus dem Kreis der FSJler in der Virneburgschule sowie eine Krankenschwester, die eine adäquate Betreuung gewährleisten und sehr liebevoll mit den Schülern umgehen.

„Bei dieser Hitze können wir nicht so oft spazieren gehen oder Ausflüge machen, zumal wir dieses Mal mehr Rollifahrer und schwerbehinderte bzw. junge Kinder betreuen“, sagt die Heilerziehungspflegerin Jansen, die als Integrationshelferin arbeitet und eine Fachlehrer-Ausbildung für geistig behinderte Kinder machen will.

Zum Team gehört auch Leah Gajetzki (22). „Ich wollte eigentlich nach dem Abi etwas anderes machen, kannte aber Leute, die mir das Freiwillige Soziale Jahr in der Virneburgschule empfohlen haben“, erzählt sie. Das habe ihr so gut gefallen, dass sie als Integrationhelferin in der Schule tätig war und jetzt eine Ausbildung als Heilerziehungspflegerin beginne.

„Beieinander sitzen, Musik hören, die Wasser-Planschbecken benutzen, eine Wasserbombenschlacht veranstalten und sich von einer Wasserfontäne erfrischen lassen, die aus einer aufblasbaren „Ananas“ herausrieselt, dass macht bei der Hitze großen Spaß“, berichtet die Leiterin.

Der Tag beginnt mit einem mitgebrachten Frühstück, mittags wird das Essen angeliefert, nur an den Freitagen ist „selbst kochen“ angesagt, wobei Gerichte ausgewählt werden, bei denen die Kinder helfen können. Zwischendrin werden auch mal Waffeln gebacken. „Wir waren auch auf dem Spielplatz des Freizeitparks und bei den Tieren im Hapelrather Wald.“

Regelmäßig kommt auch der Leiter des Familienunterstützenden Dienstes der Lebenshilfe e.V. Kreisvereinigung Mettmann, Jakob Dreesmann, vorbei. „Wir führen diese Ferienaktionen in den Oster-, Sommer- und Herbstferien durch, um die Eltern bzw. Angehörigen in den Ferienzeiten zu entlasten und den Schülern schöne Erlebnistage zu gestalten“, so Dreesmann.

Kontakt: Jakob Dreesmann, Lebenshilfe-Geschäftsstelle Ratingen,
Grütstraße 10, Telefon (02102) 55 192-45, E-Mail: jakob.dreesmann@lebenshilfe-mettmann.de.

Autor:

Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland)

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