Lebenshilfe-Athleten beim Mittelrhein-Marathon am 17. Mai 2015 mittendrin.

Die Mannschaft der Lebenshilfe-Sportabteilung Kreisvereinigung Mettmann: v.li. Jakob Dreesmann, Wolfgang Eitenauer, Steven Wilkinson, Gudrun Kronenberg, Sandra Edler, Michaela Thermann. | Foto: Michaela Thermann
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  • Die Mannschaft der Lebenshilfe-Sportabteilung Kreisvereinigung Mettmann: v.li. Jakob Dreesmann, Wolfgang Eitenauer, Steven Wilkinson, Gudrun Kronenberg, Sandra Edler, Michaela Thermann.
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Motto: „Gib deinen Sinnen freien Lauf“.


Kreis Mettmann
. Drei Athleten und drei Übungsleiter waren auf Rollen am Start. „Drei, zwei, eins“ - und los ging es. Die Athleten und ihre Übungsleiter waren gut vorbereitet. Die Rollen zischten und die Gruppe formierte sich in eine Reihe. Wie im Gänseflug, also energiesparend, brauste die Mannschaft voran. Mit einigen weiteren Hundert Athleten ging es ab dem Start in Boppard direkt leicht ansteigend los.

42 Kilometer mussten nun auf Inlinern gefahren werden, das Ziel am Deutschen Eck in Koblenz musste erreicht werden. Nicht irgendwann, denn nach 2:45 Stunden wird die Strecke von den Organisatoren wieder für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Michaela Thermann und Gudrun Kronenberg, beide seit vielen Jahren Coaches der Inlinermannschaft innerhalb der Lebenshilfe-Sportabteilung, hatten alle Hände voll zu tun: Vernünftiges Einteilen der Kräfte, individuelles Animieren, dosiert an Mann und Frau, und später die Einteilung der Kräfte immer wieder neu bedenken.

Trainiert hatten vorher alle regelmäßig, ob bei schlechtem Wetter in der Sporthalle oder bei gutem Wetter am Rhein. Sandra Edler zeigte während der ganzen Strecke unermüdlichen Ehrgeiz. „Ja, ich kann noch", sagt sie in ruhigem Ton und meistert die Strecke problemlos. Sie fliegt auch im Sommer mit einer kleinen Delegation nach L.A. zu den Special Olympics Weltsommerspielen und vertritt gemeinsam mit Sandra Petzoldt im Inlinerbereich den Kreis Mettmann, unterstützt von Coach Gudrun Kronenberg.

Bei Kilometer 25 ungefähr kam es zu einem Sturz. Eine aufgeweichte Gummispalte im Asphalt verursachte ein Rutschen, und vier weitere Athleten stürzten. Bis auf kleine Schürfwunden, die sofort von Coach Gudrun versorgt wurden, ging es nach ca. drei Minuten dennoch für alle weiter.

Ab Kilometer 30 hat sich Coach Michaela mit Sandra Edler, Wolfgang Eiteneuer und Steven Wilkinson abgesetzt und mit kontinuierlicher Kraft nach 2.11 Stunden das Ziel erreicht. "Ich hatte noch Power und konnte kurz vor dem Ziel noch richtig Gas geben", sagte Steven Wilkinson. "Mein Training hat sich gelohnt". Mit "Hallo, hallo" begrüßt Wolfgang Eitenauer die Zuschauer an den Straßenrändern, die ihm wiederum kräftig zujubeln. 11 Minuten später überquerten Gudrun Kronenberg sowie Jakob Dreesmann, der als Leiter der Sportabteilung der Lebenshilfe Kreisvereinigung Mettmann dabei war, die Ziellinie.

"Ich habe großen Respekt vor den Athleten und Coaches, die unheimlich liebevolle aber auch gezielte persönliche Begleitung der Athleten war echt super“, erklärt Jakob Dreesmann.

Belohnt für ihren unermüdlichen Einsatz wurde die komplette Gruppe direkt im Anschluss mit Obst, Energieriegeln und allerlei Getränken sowie einer Medaille, da sie innerhalb der vorgeschriebenen Zeit den 42 Kilometer-Marathon bewältigt haben.

Autor:

Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland)

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