Richard Brox: Coronahilfe für Obdachlose!
Literaturpreisträger fordert Soforthilfen.

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Kein Hartz IV, kein Bettelgeld, keine Wärmestuben, keine Würde. 

Armut in Not! 

Der Winter von 2020 auf 2021 in Deutschland wird uns noch lange beschäftigen. Er ist hart und streng. Härter und strenger als die vielen Jahre davor. Dieser Winter wird uns auch noch lange in Erinnerung bleiben. Denn wir haben hinzukommend noch die Corona-Pandemie, was das Leben in dieser kalten und nassen Jahreszeit zusätzlich erschwert.

Mensch und Tier leiden darunter. Hartz IV Betroffene, Alte, Kranke und Behinderte leiden ganz besonders. Doch das meiste Leid in diesen schweren Tagen tragen die Obdachlosen. Kommt zu dem brachialen Wintereinbruch auch noch die geänderte Gesetzeslage hinzu, bedingt durch die Corona-Pandemie.

Was bedeutet das für Obdachlose und es gibt nicht Wenige von ihnen - Menschen ohne feste Wohnsitz. Schätzungsweise 100 000 Menschen leben zur Zeit in Deutschland ohne ein Dach über dem Kopf. Im Visier die Großstädte.

Vogelfrei auf der Straße.

Leben ohne ein Dach über dem Kopf. Ohne ein Ort des Rückzug oder eine geregelte alltägliche Versorgung von Lebensmitteln, Getränke, Bekleidung und finanziellen Zuwendungen.

Tagesaufenthalte zum Aufwärmen, Duschen und zum Wäsche waschen sind weitestgehend geschlossen. Die meisten Tafeln sind auch zu. Notübernachtungen haben die Aufnahmekapazitäten reduziert oder haben gleich ganz geschlossen. Anlauf- und Beratungsstellen sind überwiegend vorübergehend nicht erreichbar. Jobcenter und andere Ämter und Behörden sind im Homeoffice usw.

In den Innenstädten fehlen die Fußgänger, die hin und wieder den Obdachlosen ein paar Euros spendeten. Die Ämter und Behörden sind dicht. Ergo gibt es auch keine geregelten Auszahlungen von Tagessätze mehr. Kein Hartz IV, keine Krankenversicherung. Nichts. Auch keine Veranstaltungen mehr, was das Leergut sammeln fast auf Null reduziert.

Für Obdachlose in Deutschland der vielleicht schlimmste Winter in der Nachkriegsgeschichte.

Ein Vorzeigeprojekt als gutes Beispiel ist der in Freistatt bei Osnabrück ansässige Verein Selbstvertretung Wohnungsloser Menschen. Eine Initiative gegründet von ehemaligen Obdachlosen und zum Teil immer noch Wohnungslosen Menschen, mit dem klaren Ziel einer Deutschlandweiten Vernetzung von Betroffenen. Hintergrund ist die Forderung zur Verbesserung der Lebensumstände für Obdachlose und von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen in sozial schwierigen und prekären Lebenslagen. 

Dabei gäbe es hier Abhilfe, wenn denn nur alle Kommunen und Landkreise an einem Strang ziehen würden. Zum Beispiel die Öffnung von leerstehenden Hotels, Pensionen und Gästehäuser in Zusammenarbeit mit Facheinrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Dort könnten Obdachlose dann sozial und medizinisch betreut und begleitet werden. Eine Vorstufe zur Resozialisierung und gleichfalls der Versuch zur Sesshaftmachung. Mit Sicherheit aber die beste Lösung zur Gefahrenabwehr, draußen bei Nacht und Kälte den Erfrierungstod zu entgehen.

Ja es gibt sie die Hilfe in der Not für die Ärmsten der Armen. Allein nur der Wille und die Einigkeit hierzu fehlt. Würden alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen, wäre dieser Ausnahmewinter auch für Obdachlose noch lebenswert.

Wer kein Dach über dem Leben hat, ist fürwahr der Ärmste Mensch im ganzen Land.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Brox.

Literatur-Preisträger, Autor, Blogger und Speaker für Obdachlose in Deutschland. 

Link zum Blog von Richard Brox

Mitglied oder Förderer*In werden beim Verein Selbstvertretung Wohnungsloser Menschen.
Autor:

Richard Brox aus Lokalkurier Düsseldorf

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