Ruf der Wildnis
Uwe Abramowski und Uwe Norra zieht es immer wieder ins Pantanal nach Brasilien

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Uwe Abramowski und Uwe Norra können es nicht lassen! Bereits zum dritten Mal unternahmen die beiden nach 2014 und 2016 gemeinsam einen Trip nach Brasilien ins Pantanal. Ihre Mission: Kaimane bzw. Vögel zu beobachten und zu fotografieren!

Vier Wochen lang waren die "Wiederholungstäter" unterwegs, drei Wochen davon mit zwei Bekannten, die sie das erste Mal begleiteten – Udet Reztlaff und Ingrid Rambow. "Das Pantanal ist einzigartig", schwärmt Uwe Norra. "Wir waren in der Trockenzeit dort, in der sich die Landschaft savannenartig zeigt. Mit vielen Restwasserflächen und Flüssen."

"Kaiman-Mann"

Uwe Abramowski ist der Kaiman-Experte auf der Reise. "Sie waren diesmal viel mehr draußen", freut er sich. Soll heißen, sie rekelten sich auch tagsüber zahlreich an Land und hielten sich nicht nur im Wasser auf. Eine super Gelegenheit für den Lüner, ihnen nahe zu sein. Er ist ein Riesenfan der Reptilien und ist diesmal sogar zu einem besonderen Spitznamen gekommen. "Die Touristen haben mich gesehen, wie ich alleine zu den Kaimanen gerobbt bin und sich wohl gefragt, was ich da treibe", erzählt er schmunzelnd. Dann hieß es nur noch der "Kaiman-Mann".

Auch Baby-Kaimane hat Uwe Abramowski reichlich beobachtet. Sie leben in der Trockenzeit gefährlich. "Es hat zwei Monate nicht geregnet, und die Wasserläufe trocknen aus", erklärt er. "Die jungen Tiere müssen über Land wandern, um Tümpel zu finden. Dabei können sie von Raubvögeln erwischt werden." Zum Beispiel von einen Jabiru, dem größten Storch der Welt. Aber nicht, wenn die beiden Uwes es verhindern können! Die Mini-Reptilien wurden von ihnen einfach auf dem Arm ins nächste Wasserloch getragen.

Während Uwe Abramowski "seine" Kaimane hat, begeistert Uwe Norra sich besonders für die Vogel-Vielfalt im Pantanal. "Wir konnten knapp 200 Vogelarten beobachten", so Norra. 24.000 Fotos hat er insgesamt geschossen, nicht nur von Vögeln, aber größtenteils. "Das geht mit der Serienfunktion ganz schnell."

Größten Wunsch erfüllt

Und er konnte sich seinen größten Wunsch als Vogelbeobachter erfüllen: "Ich habe den Zweifarbenfischer gesehen. Diese Eisvogelart, es gibt insgesamt fünf, hat mir noch gefehlt! Das war mein persönliches Highlight!"
Gelungen ist dies während einer der Bootstouren, die Norra und Abramowski in der letzten Woche ihres Aufenthalts im Nationalpark "Chapada dos Guimaraes" unternahmen, wie zum Beispiel auch die Tour ins Jaguar-Schutzgebiet "Meeting Water State Park" auf dem Rio Cuiaba. "Wir haben zwei Jaguare gesehen, was keine Selbstverständlichkeit ist", freut sich Norra. "Erstaunlich, was für gute und schnelle Schwimmer sie sind", wundert er sich.

"Man erlebt immer etwas Neues dort. Das ist spannend." Trotzdem wird Uwe Norra als nächstes erst einmal kalte Gefilde anpeilen. Er plant eine Reise nach Point Barrow in Alaska, der nördlichsten Stelle der USA. Doch irgendwann wird es ihn bestimmt wieder ins Pantanal ziehen, so wie auch Uwe Abramowski. Denn die beiden können es einfach nicht lassen!

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