Alfred Meermann verlässt die Politik-Bühne

Alfred Meermann ist ein Urgestein im Lüner Norden und gerne Gast bei den Schützen.
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  • hochgeladen von Daniel Magalski

Sonntag ist ein großer Tag für Alfred Meermann. Sonntag endet seine Politiker-Karriere mit einer Feier und die Stadt Lünen verliert ihren Oldie im Stadtrat. Urgestein Meermann ist sozusagen Kommunalpolitik in Person und ein Hansdampf in allen Gassen.

Träger des Bundesverdienstkreuzes, Politiker im Rat der Stadt Lünen und dem früheren Rat der selbstständigen Gemeinde Altlünen und ihr letzter Bürgermeister in den siebziger Jahren, ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen - wer über Alfred Meermann spricht, der braucht langen Atem. Zur Zeit von Bürgermeister Hans-Werner Harzer war der Altlüner stellvertretender Bürgermeister. In Summe bringt Meermann es - mit Pausen - auf stattliche 45 Jahre politisches Engagement vor Ort. "Alfred Meermann ist ein Vorbild in der Politik. Er hat die Kommunalpolitik im Blut und die Menschen im Herzen", sagt Annette Droege-Middel, die Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten in Lünen und bringt es mit ihren Worten auf den Punkt: "Alfred Meermann ist Kult." Der Gelobte blickt mit gemischten Gefühlen auf die von seiner Ortsunion organisierten Feier im Gerätehaus der Feuerwehr in Nordlünen-Alstedde am nächsten Sonntag. Ein Mann in seinem Alter - Meermann ist 86 Jahre alt - müsse aber Rücksicht auf die Gesundheit nehmen, verrät der Politiker im Gespräch. "Der Abschied fällt schwer, die Freunde bleiben." Freunde hat Meermann eine Menge, nicht nur in der Politik, sondern auch bei den Schützen, der Feuerwehr und den anderen Vereinen, vor allem im Norden der Stadt, seiner Heimat.

Meermann behält die Politik weiter im Blick

Langweile gab es im Hause Meermann in all den Jahren nicht, kämpfte Lippefreund Alfred doch neben der Politik an der Seite von Bäckermeister Willi Kanne für das Schiff Tante Martha auf der Lippe. Die Martha strandete an den Hürden der Vorschriften und unerreicht blieben auch andere Ziele. Meermann forderte zum Beispiel einen Bahnhof in Alstedde und stellte sich mit Leidenschaft gegen die kommunale Neuordnung. Am Ende stand trotzdem die Eingemeindung von Altlünen zu Lünen und auch sein Traum von Lünen als kreisfreier Stadt, losgelöst vom Kreis Unna, rückte in weite Ferne. Welche Pläne hat Alfred Meermann für den politischen Ruhestand? Entspannung im eigenen Garten am Fuchsbach in Alstedde? Meermann lacht: "Nein, nein!" Das politische Geschehen in seiner Stadt bleibt im Fokus. "Nicht in der ersten Reihe, aber im Hintergrund Ratschläge geben oder bei Wahlkämpfen helfen, das geht ja immer noch", sagt Meermann. Im Hinterkopf sollte man beim Gedanken an den Vollblutpolitiker daher auch immer ein bekanntes Sprichwort haben: Niemals geht man so ganz! Dieser Satz gilt in besonderer Art und Weise für den Altlüner Alfred Meermann.

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Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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