Am Osterdienstag morgens mit NRW-Minister Schneider gegen Rechts - Hier Details über Auguste Schnakenbrock

Die über 50 Jahre alte SPD-Ehrentafel erinnert an Auguste Schnakenbrock, Heinrich Bussmann und Eduard Petrat.
  • Die über 50 Jahre alte SPD-Ehrentafel erinnert an Auguste Schnakenbrock, Heinrich Bussmann und Eduard Petrat.
  • hochgeladen von Udo Kath
Wo: Horstmarer Strau00dfe 30, Horstmarer Strau00dfe 30, 44532 Lu00fcnen auf Karte anzeigen

SPD-Ortsvereine gedenken mit NRW-Minister Schneider ihrer ermordeten Ratsmitglieder

Auguste Schnakenbrock (*1889 Langenberg/Kreis Mettmann), Lehrerin und Kommunalpolitikerin, wurde im Konzentrationslager Ravensbrück am 2. Januar 1945 ermordet. Sie war eine Widerstandskämpferin gegen die Nationalsozialisten. In Gedenken daran werden, im Rahmen eines europäischen Kunstprojektes deshalb am Dienstag nach Ostern, am 22. April, ab 10:30 Uhr, in Lünen-Osterfeld, Horstmarer Straße 28 und 30 und anschließend Im Wiesengrund 13, durch den in Berlin geborenen Kölner Künstler Gunter Demnig (66) Betonsteine mit drei Tafeln aus Messing verlegt. Dabei wird auch an die ehemaligen Mitglieder und vom Naziregime ermordeten Mitglieder des Lüner Rates Heinrich Bußmann und Auguste Schnakenbrock erinnert. Nach der Begrüßung durch den SPD-Stadtverbandsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Michael Thews hält NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales Guntram Schneider eine Gedenkrede. Musikalisch und textlich begleitet wird die Aktion vom ehemaligen Leiter der Heinrich-Bußmann Schule, Jürgen Ortlepp.

Schnakenbrock trat 1907 in das staatliche Lehrerseminar in Barmen/Wuppertal ein und machte hier 1909 ihre Prüfung als Volksschullehrerin. Für ein Jahr war sie in ihrem Heimatort beschäftigt, seit 1910 in Rotthausen/Gelsenkirchen. 1924 wurde sie nach Lünen versetzt, wo sie 1929 zur Konrektorin der Viktoriaschule ernannt wurde. Schnakenbrock gehörte der Lehrergewerkschaft und als SPD-Mitglied seit 1927 der Stadtverordnetenversammlung an. Ende März 1933 legte sie ihr Mandat nieder. Wenig später wurde sie auf der Grundlage des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums aus dem Schuldienst entlassen. Im August 1944 verhaftete man sie und brachte sie in das Polizeigefängnis Hörde, von dort in das Konzentrationslager Ravensbrück. Hier wurde sie nach aktueller Recherche am 2. Januar 1945 ermordet. In Lünen wurde nach ihr eine Straße benannt.

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