Bauern sauer: Die Acker-Uhr tickt

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Die Uhr tickt – und sie tickt gegen die Landwirte. Mit jeder Sekunde verschwindet wertvoller Acker. Jetzt gehen die Bauern auf die Barrikaden!

Noch ist viel Platz für grüne Weiden hier im Groppenbruch an der Stadtgrenze zwischen Lünen und Dortmund. Mittendrauf haben die Traktoren trotzig Stellung bezogen. Es reicht! Die Botschaft der Landwirte ist klar: Stoppt den Landfraß.
Direkt daneben tickt die Acker-Uhr und zeigt an: Zwei Quadratmeter Acker gehen jede Sekunde in Nordrhein-Westfalen verloren. Bald könnten etwa 30 Hektar im Groppenbruch dazu gehören. Aus Sicht der Landwirte wäre das eine Katastrophe. Auch die Naturschützer waren schon da und haben Kreuze in den Boden geschlagen. Es sieht jetzt ein bisschen wie ein Friedhof aus. An jedem Kreuz hängt ein Tierbild. Arten, die Flächen wie diese brauchen. Auch Friedrich Timmermann braucht sie. Seit 42 Jahren bewirtschaftet er seinen Hof an der Königsheide zwischen Brambauer und Mengede mit Ackerbau und Viehzucht. Vier Höfe wären an der Grenze zu Lünen betroffen. Doch noch haben die Landwirte Chancen. Eine Machbarkeitsstudie zum Groppenbruch-Gewerbegebiet zeige: Ökologisch und ökonomisch könne es Probleme geben. „Es gibt genug Alternativen“ sagen die Demonstranten. Ungenutzte Zechenbrachen beispielsweise. Gewerbegebiete in denen noch Platz ist. Direkt neben der Demo, auf der anderen Straßenseite, beginnt ein Naturschutzgebiet. Noch so ein Unding, finden die Landwirte. Wo da der Naturschutz bleibt, wenn direkt gegenüber ein Gewerbegebiet gebaut wird, das versteht hier niemand.

Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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