Berichterstattung zur Situation der Lüner Tagesmütter

Der gesetzliche Mindestlohn steigt auf 8,50 Euro – Tagesmütter erhalten ab August 2014 5,00 Euro!

Die Tagesmütter in Lünen sind eine sehr sinnvolle und vor allem auch notwendige Ergänzung zum bestehenden Betreuungsangebot für Kinder im Vorschul-Bereich und zur Entlastung von Eltern im Schichtbetrieb von Schulkindern. Sie gewährleisten eine erstklassige Betreuung auch in den sogenannten „unattraktiven Randzeiten“, welche weder von KITA noch OGATA abgedeckt werden.

Die Versorgung in Lünen mit Kindergarten-Plätzen im U 3-Bereich ist noch so umfangreich, wie es dargestellt wird. Es fehlen trotz aller Anstrengungen immer noch Plätze für die Kleinsten, so dass die Tagesmütter es den Eltern – vor allem aber den Müttern – ermöglichen, weiterhin einer Berufstätigkeit nachzugehen.

In einigen Städten des Kreises Unna haben die Eltern die freie Entscheidungsmöglichkeit zwischen KITA und Tagesmutter zu wählen, in Lünen jedoch wird neben den KITA-Plätzen den Eltern oft empfohlen sich erst einmal in der Familie oder der Nachbarschaft umzusehen und die Betreuung selbst zu organisieren. Was aus Sicht der UWG Freie Wähler Lünen eindeutig zu kurz kommt, ist die Berücksichtigung des Elternwillens.

Was den Tagesmüttern in Lünen fehlt, ist eindeutig eine starke Lobby, die sich für Ihre Belange einsetzt und Anerkennung für die geleistete Arbeit. Jede Mutter kann aus eigener Erfahrung nachvollziehen, wie anstrengend die Betreuung der eigenen Kinder sein kann. Hut ab vor den Frauen, die sich liebevoll um die betreuten Kinder kümmern und in ihrem häuslichen Umfeld eine flexible, familiäre und individuelle Betreuung anbieten und gleichzeitig viel Verantwortung übernehmen.

Die geplante Erhöhung der Entlohnung der Tagesmütter auf 5 Euro die Stunde und Kind brutto, die gleichzeitige Entlastung durch Weiterzahlung des Entgeltes im Krankheits- und Urlaubsfall ist ein Schritt in die richtige Richtung. Andere Städte im Kreis Unna sind nach Informationen der UWG Freie Wähler Lünen da bereits viel weiter, sie haben den Tagesmüttern rückwirkend seit August 2013 die Erhöhung bereits nachgezahlt. Ohne das Engagement der Lüner Tagesmütter wäre auch diese verspätete Erhöhung nicht zustande gekommen.

Allgemein nicht bekannt sein dürfte, ist, dass die Entlohnung der Tagesmütter nicht der Netto-Verdienst ist. Denn die Tagesmütter sind selbständig, sie erhalten zwar von der Stadt Lünen einen Zuschuss zur Sozialversicherung, zahlen von den 5 Euro Stundengehalt noch hälftig ihre Sozialversicherungsabgaben und müssen ihren Verdienst im Rahmen der Einkommensteuererklärung versteuern. Da bleiben von 5 Euro pro Stunde und Kind netto nicht mehr viel übrig. Zudem müssen die von Frau Schulze-Beckinghausen genannten Qualifikations-Voraussetzungen teilweise von den Tagesmüttern selbst gezahlt werden. Hier sieht die UWG Freie Wähler Lünen einen echten Handlungsbedarf.

Die UWG Freie Wähler Lünen fordert durch Umstrukturierung in der Verwaltung der Stadt Lünen die Einrichtung einer Koordinierungsstelle die Ansprechpartner für die Tagesmütter, jedoch auch für alle Eltern sein sollte.

Schade finde ich es, dass Herr Seiler seine Position als Vorsitzender im Jugendhilfeausschuss dazu nutzt in Wahlkampfzeiten mit diesem sensiblen Thema vorzupreschen, obwohl von den Beteiligten etwas anderes vereinbart war…..

Gabriele zum Buttel
UWG Freie Wähler Lünen

Autor:

Gabriele zum Buttel aus Lünen

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