Ärger über Verwaltungs-Vorschlag
Bürgerinitiative kämpft gegen Forensik

Die Victoria-Brache soll Standort für die Forensik werden, links grenzt die Fläche an die Westfalia-Siedlung, oben an die Zwolle Allee.
  • Die Victoria-Brache soll Standort für die Forensik werden, links grenzt die Fläche an die Westfalia-Siedlung, oben an die Zwolle Allee.
  • Foto: Schmälzger
  • hochgeladen von Daniel Magalski

Die Verwaltung klagt weiter gegen den Bau einer Forensik in Lünen, bringt aber eine Standort-Alternative ins Spiel. Die Idee sorgt bei der Bürgerinitiative Lünen ohne Forensik für wenig Begeisterung. 

Ihr Name ist ihr Programm und so bleiben die Gegner dabei: Die Bürgerinitiative will keine Klinik für psychisch kranke Straftäter im Stadtgebiet - weder auf der Brache der alten Zeche Victoria, noch an anderer Stelle. Sechs Jahre sind seit der Ankündigung der Landesregierung, eine Forensik in Lünen bauen zu wollen, mittlerweile ins Land gegangen und noch immer gibt es die Pläne nur auf dem Papier.  "Forensik in Lünen ist verhinderbar" überschreibt die Bürgerinitiative Lünen ohne Forensik ihre aktuelle Pressemitteilung und stützt diese Ansicht auf die aktuelle Entwicklung: Die Klage der Stadt Lünen gegen den Bau einer Forensik war im März letzten Jahres vor dem Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen abgewiesen worden, die Verwaltung setzte im Oktober beim Oberverwaltungsgericht Münster die Berufung gegen dieses Urteil durch und ist nun weiter auf dem Rechtsweg. Die Bürgerinitiative Lünen ohne Forensik wertet die Zulassung der Berufung als Indiz auf Mängel im Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen und wähnt sich näher als je zuvor am ursprünglichen gemeinsamen Ziel, der Verhinderung der Forensik. "Insofern gilt es, die Fakten neu zu sortieren und zu prüfen!"

Beihilfe zur Etablierung einer Forensik

Kritik schickt die Bürgerinitiative mit Reiner Dzuba an der Spitze in diesem Zusammenhang unter anderem in Richtung von Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns: Dem Land das Grundstück, das südlich an die Zechenbrache angrenzt und damit weiter von der Wohnbebauung entfernt ist, als "Ersatz" anzubieten, sei ein "konterkarierendes Angebot". Beihilfe zur Etablierung einer Forensik sei ist nicht die Sache der Bürgerinitiative und der über sechshundert engagierten Mitglieder, so ihr Vorsitzender Dzuba.  Die Verschiebung des Standortes weiter in Richtung Lippe ändert aus Sicht der Bürgerinitiative zudem nichts an der zentralen Lage der geplanten Klinik. Im Einzugsbereich gebe es direkt fünf Kindergärten und drei Schulen. Der Rechtsweg sei bis zum Ende mit der Unterstützung der verbliebenen politischen Kräfte auszuschöpfen, fordern die Gegner, unabhängig von einem "Zickzack fahrenden" Bürgermeister.

Thema "Forensik" im Lokalkompass:
Ticker: Gericht kippt die Forensik-Klage

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