Forensik Standort in Lünen

Es ist ruhig geworden in der Viktoriasiedlung, sagen einige, aber die Anwohner sind immer noch gegen die Ansiedlung einer Forensik direkt im „Vorgarten ihrer Siedlung“. Nach der emotionalen Empörung vor Ort und im Hansesaal ist man sachlicher geworden. Die Plakate und Spruchbänder am Zaun sind dem letzten Sturm zum Opfer gefallen und sind im Zuge der Reparatur vom Eigentümer entfernt worden.
Ist eine Forensik in Lünen überhaupt zu verhindern? Wo bleibt die Mitbestimmung? Wo hört Demokratie auf? Diese Fragen stellen sich jetzt öfters. Die Bürger sollten zumindest den Standort bestimmen dürfen - Viktoria oder Erlensundern, wenn es überhaupt nicht zu verhindern wäre.
Ein nachvollziehbares Argument brachte vor kurzem der OB von Dortmund ins Gespräch, vorhandene Einrichtungen zu erweitern. Dies wäre auch aus Kostenreduzierungen nicht von der Hand zu weisen und sollte vom Gesundheitsministerium geprüft werden.
Die psychisch kranken Straftäter müssen therapiert werden, keine Frage. Sie haben sich mit ihren Straftaten abseits der Gesellschaft gestellt, deshalb sollten sie auch abseits von Wohngebieten therapiert werden. Erlensundern wäre ein Ort, etwas abseits vom Stadtkern.
Das St.-Florians-Prinzip hier zu erwähnen ist absurd, einige Einrichtungen gehören einfach nicht ins Zentrum von Städten. Einen optimalen Forensik-Standort wird es nicht geben. Jetzt Argumente vortragen in Erlensundern habe man Rehe und Kauze und dergleichen gesehen, trifft auch auf die Viktoriafläche zu.
Ackerland zerstören für eine forensische Einrichtung - wenn die Insassen resozialisiert werden können, steht der Mensch an erster Stelle.
Es werden immer mehr ha Ackerflächen für Solarparks zweckentfremdet, hier sprechen die Naturschützer nicht von Zerstörung von Ackerland, obwohl diese Flächen für mindestens 20 Jahre nicht mehr als Ackerland zur Verfügung stehen.

Dieter Mendrina
Vorsitzender SG Barbara

Autor:

Dieter Mendrina aus Lünen

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