Antrag gestellt
GFL setzt sich für Waldbestand in Lippholthausen ein

Lünen gehört zu den waldärmsten Kommunen in NRW. Der Anteil vor Ort liegt bei zehn Prozent, landesweit bei 25 Prozent. Deshalb steht für die GFL fest: Kein Baum darf in Lünen gefällt werden, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Foto: Pixabay
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  • Lünen gehört zu den waldärmsten Kommunen in NRW. Der Anteil vor Ort liegt bei zehn Prozent, landesweit bei 25 Prozent. Deshalb steht für die GFL fest: Kein Baum darf in Lünen gefällt werden, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Foto: Pixabay
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Die GFL-Ratsfraktion spricht sich für den Erhalt des Waldbestandes auf der ehemaligen Bischoff-Deponie in Lippholthausen aus. Die Bäume befinden sich im Nordosten des ehemaligen Steag-Geländes.

„Lünen ist waldarm, hat den Klimanotstand ausgerufen und leidet unter extrem hohen Feinstaubwerten im Bereich Frydagstraße“, so GFL-Fraktionsvorsitzender Johannes Hofnagel. „Wald ist gleich mehrfach sehr kostbar in Lünen. Deshalb setzt sich die GFL-Ratsfraktion für den Erhalt des Baumbestandes im Nordosten der ehemaligen Steag-Fläche ein.“ Dort sei im Laufe der vergangenen Jahrzehnte auf einer alten Deponie ein beachtlicher Bestand an Bäumen gewachsen.

Mit dem GFL-Antrag soll die Verwaltung beauftragt werden, „sich für den vollständigen Erhalt des Baumbestandes auf der ehemaligen Bischoff-Deponie in Lippholthausen einzusetzen und dafür alle erforderlichen Maßnahmen in die Wege zu leiten.“

Die GFL führt ein Bündel aus Gründen für ihre Initiative an. Dazu zählen: Lünen gehöre mit einem Anteil von unter zehn Prozent zu den waldarmen Kommunen in NRW. Landesweit liege der Durchschnitt bei 25 Prozent. Für zu viele Bauprojekte in Lünen wurden in der Vergangenheit Ausgleichsflächen außerhalb Lünens geschaffen. „Davon hatte unsere Stadt gar nichts. Schon von daher sollte kein Baum mehr gefällt werden, wenn es keine zwingenden Gründe dafür gibt“, so Hofnagel.

Wald sei auch ein regelrechter Luftfilter. Auf der ehemaligen Bischoff-Deponie habe sich im Laufe der Jahre ein beachtlicher Baumbestand entwickelt, der auch von den Autoren des „Entwicklungskonzepts Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030“ positiv angesprochen werde. Es liege aus Sicht der GFL-Ratsfraktion somit auf der Hand, dass es keinen Eingriff in diesen Baumbestand geben dürfe. „Obendrein ist hinlänglich dokumentiert, dass gerade im Bereich Frydagstraße eine extreme Feinstaubkonzentration anzutreffen ist und die zukünftige Umweltbelastung durch zusätzlichen Gewerbeverkehr dort eher zunehmen wird“, ergänzt Hofnagel.

Die GFL-Fraktion nennt zwei grundsätzliche Aspekte, die für den Erhalt des Wäldchens sprechen: Vor dem Hintergrund des dramatischen Klimawandels dürften Gewerbegebiete nicht mehr nach den Prinzipien des vergangenen Jahrhunderts entwickelt werden; vielmehr sei der Erhalt des Grüns eine gleichberechtigte Querschnittsaufgabe. Zweitens hätten „grüne Gewerbegebiete“ schon heute und in Zukunft eine hohe Strahlkraft für ansiedlungswillige Betriebe, die umweltfreundlich und nachhaltig produzieren wollen. Diese Einschätzung teilten auch die Verfasser des „Entwicklungskonzepts Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030“, so Hofnagel.

Die GFL-Fraktion hoffe, dass auch die anderen Ratsfraktionen dem Antrag zustimmen werden.

Homepage und Wahlprogramm der GFL finden Sie hier.

Lünen gehört zu den waldärmsten Kommunen in NRW. Der Anteil vor Ort liegt bei zehn Prozent, landesweit bei 25 Prozent. Deshalb steht für die GFL fest: Kein Baum darf in Lünen gefällt werden, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Foto: Pixabay
Im Nordosten des zukünftigen Gewerbegebiets Lippholthausen liegt die ehemalige Bischoff-Deponie. Hier hat sich im Laufe der Jahrzehnte ein beachtlicher Baumbestand entwickelt. Diesen will die GFL erhalten. Einen entsprechenden Antrag hat sie jetzt gestellt. Skizze: „Entwicklungskonzept Wirtschaftsstandort Lippholthausen 2030“.
Autor:

Alexander Ebert aus Lünen

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