GFL bleibt hartnäckig
GFL: SPD und CDU verweigern ausreichend Schwimmfläche

Das Freibad am Cappenberger See. Die GFL schlägt vor, das Schwimmerbecken zu umbauen. Dann hätte Lünen mehr Schwimmfläche im Winter. Bochum-Wiesental macht's vor.
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  • Das Freibad am Cappenberger See. Die GFL schlägt vor, das Schwimmerbecken zu umbauen. Dann hätte Lünen mehr Schwimmfläche im Winter. Bochum-Wiesental macht's vor.
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60 Prozent der Kinder können nur schlecht oder gar nicht schwimmen. Das kann lebensgefährlich sein. Lünen braucht deshalb dringend weitere Schwimmfläche. Doch SPD und CDU verweigern sich. Die GFL-Fraktion kritisiert dieses Verhalten als unverantwortlich.

Die GFL erinnert daran, dass SPD und CDU im Jahre 2011 vier Hallenbäder geschlossen haben. „Seither drängeln sich alle Badegäste im Lippebad. Dieses neue Bad ist ohne Zweifel ein schönes Bad. Doch diese eine schicke Adresse reicht bei Weitem nicht, um den Bedarf in Lünen zu decken“, so GFL-Ratsherr Andreas Mildner.

Mit Schließung der anderen Bäder hätten sich die Schwimmkapazitäten per Jahressaldo zum Beispiel für die Schwimmvereine um etwa die Hälfte reduziert, Schulen müssten weite Wege in Kauf nehmen. Aber auch Kranken, denen Schwimmen als Therapie helfen würde, zeigten SPD und CDU seit Jahren die kalte Schulter, kritisiert die GFL. Als jüngstes Beispiel nennt die Fraktion die jüngste Ratssitzung.

Viele Kinder Nichtschwimmer

Für die GFL stehe fest, dass Lünen mehr Schwimmfläche brauche: Fast 60 Prozent der Zehnjährigen seien keine sicheren Schwimmer, 2010 waren es 50 Prozent. „Die Zahlen der DLRG zeigen, dass die Schwimmfähigkeit von Kindern seit Jahren abnimmt. Andererseits führen die Schwimmvereine lange Wartelisten; mitunter müssen Eltern und Kinder ein Jahr und länger vertröstet werden“, so Mildner.

Auch das Schulschwimmen stehe vor großen Problemen. In den Ortsteilen gebe es keine Bäder mehr. Deshalb würden Lehrer und Kinder viel Zeit für An- und Abfahrten verbringen; der Schwimmunterricht beschränke sich laut DRLG häufig auf 20 Minuten pro Einheit.

Kalte Schulter auch für Kranke

Als weiteres Beispiel führt die GFL die Misere beim Therapie-Schwimmen an. „Früher konnten Patienten in kleinen Bädern vor Ort heilsame Bewegungsbäder nehmen. Das ist Vergangenheit. Schon lange müssen Kranke sehen, wo sie bleiben“, so Mildner.

Lösung liegt auf dem Tisch

Der GFL sei klar, dass Lünen wenig Geld habe. Deshalb habe sie den sparsamen Vorschlag eingebracht, das Schwimmerbecken des Freibades Cappenberger See für den Winter zu umbauen. „Das würde die Lage entspannen“, so Mildner, „aber SPD und CDU lehnen die Initiative immer wieder ab. Gute Gründe haben sie dafür nicht. Diese Verweigerungshaltung ist unverantwortlich - im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich.“

Schwimmen zu lernen sei genauso wichtig wie Lesen und Schreiben. Die GFL werde ihren Antrag für mehr Schwimmfläche – also alle halbe Jahre wieder.

Weitere GFL-News lesen Sie hier: GFL-Homepage

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GFL-Ratsherr Andreas Mildner: Politik der Altparteien aus SPD und CDU unverantwortlich.

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