Meinung im Lokalkompass
Kommentar: Schulbesuch mit Bauchweh

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Corona-Fälle treffen immer mehr Schulen, hunderte Schüler und Lehrer sind alleine im Kreis Unna in Quarantäne. Das Land aber will offensichtlich weiter mit dem Kopf durch die Wand. Ein Kommentar von Daniel Magalski:

Schulen in Nordrhein-Westfalen sind weiter sichere Orte, mit diesen Worten stellte sich Schulministerin Gebauer noch im Oktober vor die Presse. Die Corona-Zahlen explodierten da schon vom Süden bis zum Norden der Republik, aber rein rechnerisch entfiel halt nur ein relativ kleiner Teil der Infektionen auf Schüler und Lehrer. Im November nun melden die Behörden Tag für Tag neue Fälle an unseren Schulen, allein im Kreis Unna waren es in der ersten Woche des Monats über zwanzig Fälle mit hunderten Schülern und Lehrern in Quarantäne. Im Schulministerium hält man dennoch weiter fest am - fast normalen - Unterricht im Klassenverband vor Ort, nur wirkt das mehr und mehr nicht wie besonnenes Handeln mitten in einer Pandemie, sondern so, als müsse man sich auf Kosten der Schüler und Lehrer selbst beweisen, was man der Öffentlichkeit über Wochen verkauft: Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sind weiter sichere Orte. Nein, sichere Orte sind unsere Schulen nicht mehr, denn auch wenn es bisher so ist, dass es keine massiven Ausbrüche mit vielen Infizierten, sondern meist einzelne Fälle sind, so trifft doch jeder dieser Einzelfälle viele Kinder.

Fehler erkennen schon Grundschulkinder

Schulen sollten für Kinder Orte sein, an denen sie sich wohlfühlen und nicht solche, die man nur noch mit Bauchweh besucht, aus Angst, dass man bald (wieder) in Quarantäne muss nach der (nächsten) Corona-Infektion eines Mitschülers. Ideen und Konzepte sind ja da, damit die Schulen - um im Wortlaut der Ministerin zu bleiben - noch sicherere Orte werden, aber trotzdem ändert sich nichts - im Gegenteil. Schulleiter wie nun in Solingen, die ihre Schüler und ihre Mitarbeiter schützen wollen, in dem sie die Klassen halbieren und abwechselnd vor Ort und im Internet unterrichten, bekommen kein Lob für ihr Verantwortungsbewusstsein, sondern kassieren ein ministeriales Verbot. Restaurants mussten in die zweite Corona-Pause, obwohl die meist erwachsenen Gäste hier mit Abstand sitzen und teilweise Trennwände zwischen sich haben, in den Schulen sitzen die Kinder weiter dicht an dicht - was da falsch läuft, erkennt schon jedes Grundschulkind, warum also nicht die klugen Köpfe in den Ministerien des Landes?

Thema "Corona" im Lokalkompass:

> Ticker zur Corona-Situation im Kreis Unna

Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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