Lüner Schullandschaft zukunftssicher gestalten

Sekundarschule in Brambauer

Demografischen Wandel berücksichtigen und Lüner Schullandschaft zukunftssicher gestalten.

Antwort auf die Stellungnahme von Frau Kirsten Jeck (2.3.2012)

Die Ratsmehrheit ignoriert den Elternwillen – behauptet Frau Jeck vom Bündnis 90/Die Grünen. Nur die Grünen stimmten gegen die Verringerung der Zügigkeit, der Anzahl der Klassen pro Jahrgang, an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Offensichtlich gibt es gute Gründe, ab dem nächsten Schuljahr vier statt fünf Ein¬gangsklassen zu bilden.
Der Rat hat im Rahmen der Haushaltskonsolidierung die Reduzierung von Schulräumen beschlossen. Dazu gehörte der Verzicht auf den dreißig Jahre alten Pavillon der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, was auch den Wünschen der Schule entsprach. Mit der Haushaltskonsolidierung bewahrt sich Lünen finanzielle und gestalterische Spielräume – z.B. für ein anspruchsvolles, personell aufgestocktes Konzept für den Übergang von der Schule in den Beruf. Mit ihm sollen Schülerinnen und Schüler unter anderem auf die Berufswelt vorbereitet werden. Ohne Einsparungen, zu denen auch Schulen pädagogisch vertretbar beitrugen, könnten solche freiwilligen Aufgaben nicht wahrgenommen werden.

Die Schulkonferenz der Geschwister-Scholl-Gesamtschule – also Schüler, Eltern und Lehrer – hat die Verringerung der Zügigkeit beantragt. Sie wies in ihrer Stellungnahme zum Schulentwicklungsplan darauf hin, dass „im revitalisierten und renovierten Scharoun-Gebäude“ mindestens drei bisher nutzbare Räume verloren gehen, weil z.B. moderne Technik untergebracht werden muss. Das ist auch eine Antwort auf „jahrelang vernachlässigte Renovierungsmaßnahmen“. Mit Millionenbeträgen des Landes, der Wüstenrot-Stiftung und der Stadt (ca. 4 Millionen) wird das Scharoun-Gebäude architektonisch in den ursprünglichen Stand gesetzt und darüber hinaus mit zusätzlichen Summen saniert.

Gesamtschulen sind beliebt. Sie drohen an ihrem Erfolg mitunter zu ersticken, wenn ausschließlich zählen soll, dass alle Schüler aufgenommen werden. Die Lern- und Arbeitsbedingungen müssen stimmen. Da ist Qualität statt Quantität gefragt.
Die Reduzierung der Gesamtschulplätze ist im Schulausschuss gegen die Stimmen der Grünen bestätigt worden, weil sie auch mit dem demografischen Wandel, der Verringerung der Schülerzahl, vereinbar ist. Im Jahre 2007 hat die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ihre Zügigkeit ebenfalls verringert (von sechs auf fünf Eingangsklassen). Lünen bietet auf Dauer neun Eingangsklassen in den beiden Gesamtschulen, die Qualitätsansprüchen genügen sollen.

Mit der Sekundarschule in Brambauer strebt die SPD eine attraktive Ergänzung unserer Schullandschaft an. Diese Schule ermöglicht längeres gemeinsames Lernen, vermeidet die vorzeitige Festlegung von Schullaufbahnen und ermöglicht unterschiedliche Abschlüsse. Damit weist sie zahlreiche Gemeinsamkeiten mit der Gesamtschule auf. Die SPD möchte eine neue Schule in Brambauer errichten, die die gegenwärtige Real- und Hauptschule zusammenführt. Für den Ortsteil wäre das ein großer Fortschritt. Damit werden auch die vorhandenen Gesamtschulen entlastet. Das ist ein „zukunftsweisendes Konzept“ für Lünen und das Gegenteil eines „starren“ Festhaltens am dreigliedrigen Schulsystem.

Zur Information und Diskussion der Sekundarschule führt die SPD am Mittwoch, den 21. März um 19:30 Uhr eine Veranstaltung mit Dr. Rösler durch, einem Bildungsexperten, der die rot-grüne Landesregierung für die Sekundarschule beraten hat. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Alle Bürgerinnen und Bürger sind jetzt schon herzlich eingeladen.

Siggi Störmer

Autor:

Petra Klimek aus Lünen

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