Kommunalwahl 2020
Sozialdemokraten wollen Löhr als Landrat

Kreisvorsitzender Oliver Kaczmarek und Landrat Michael Makiolla unterstützen Mario Löhr bei seiner Kandidatur.
  • Kreisvorsitzender Oliver Kaczmarek und Landrat Michael Makiolla unterstützen Mario Löhr bei seiner Kandidatur.
  • Foto: Tatenhorst
  • hochgeladen von Daniel Magalski

Mario Löhr, amtierender Bürgermeister der Stadt Selm, möchte Nachfolger von Landrat Michael Makiolla werden. Der SPD-Unterbezirksvorstand unterstützt die Kandidatur des 49-Jährigen, wie Kreisvorsitzender Oliver Kaczmarek im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gab. Die breite Mitgliederschaft soll die Kandidatur bei einem außerordentlichen Parteitag bestätigen.

Von Stephanie Tatenhorst

Der amtierende Landrat Michael Makiolla (SPD) hatte vor rund einem Jahr bekanntgegeben, bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr kandidieren zu wollen. Seither lief die Suche nach einem Nachfolger in den eigenen Reihen. „Aufgrund seiner Projekte und seines Profils war Mario Löhr für uns der einzige Kandidat“, so Kaczmarek, der seine eigenen Ambitionen in Berlin weiterverfolgen möchte. Mario Löhr stammt aus einfachen Verhältnissen, arbeitete als Industriemechaniker unter Tage auf Heinrich-Robert. „Ich habe dann die Vorteile des Bildungsystems genutzt und mich weiter qualifiziert“, schilderte Löhr. Er arbeitete sich hoch, bis zum Bürgermeister und Verwaltungschef von Selm. Nun will er ins Kreishaus. „Ich bin offensiv auf die Partei zugegangen“, sagt er selbst. Als Makiolla bekannt gegeben habe, aufhören zu wollen, sei bei ihm schnell der Wunsch gereift, Landrat zu werden. Den Wahlkampf mit politischen Gegnern scheut er nicht.

Kreis Unna: Vom Rand zum Mittelpunkt

Der SPD-Unterbezirks unterstützt Löhr aus drei Gründen: Er habe eine klare Kante, verfolge die richtigen politischen Projekte und könne Wahlkampf. Auch wenn das genaue Wahlprogramm gemeinsam mit der Partei erarbeitet werden soll, hat Löhr klare Vorstellungen, wie sich der Kreis Unna unter seiner Führung (weiter-) entwickeln soll. Er will Ansiedlungspolitik und Wirtschaftsförderung betreiben, die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen und den ÖPNV verbessern. „Wir haben uns als Kreis Unna zu lange als Rand von etwas gesehen“, sagte er. „Wir müssen aber Mittelpunkt werden und die Stärken der Regionen um uns herum nutzen.“ In Selm werde er nach dann elf Jahren als Bürgermeister kein großes Loch hinterlassen. „Es gibt einen Plan B“, sagte Löhr, ohne den örtlichen Parteifreunden mit Namen vorgreifen zu wollen.

Thema "Landrat" im Lokalkompass:
> Operation: Landrat Makiolla im Krankenhaus

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