SPD völlig von der Rolle?

SPD von der Rolle?
  • SPD von der Rolle?
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  • hochgeladen von Reiner W. Dzuba

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UPDATE am 28.09.2017

(Anm. d. Verf. : "Das ursprüngliche unkommentierte Video wurde heute im Laufe des Tages auf YouTube entfernt und musste ersetzt werden")

Noch am Abend der BTW, dem 24.09.2017, kam es in der sogenannten "Elefantenrunde" der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten durch den SPD Kanzlerkandidaten Martin Schulz zu einem Déjà-vu.

Bereits 2005 war der Auftritt des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder nach der Wahlniederlage der SPD, ebenfalls in der "Elefantenrunde", mit Fragezeichen versehen, ob des Realitätssinns und der Didaktik des damaligen noch amtierenden Bundeskanzlers.

Zur Erinnerung hier ein kurzer Ausschnitt:

Mal abgesehen vom offensichtlich verloren gegangenen Überblick der SPD-Führung über die sich gerade ergebende Wahlkonstellation (außer GroKo keine Regierungskoalition möglich) wurde auch bereits hier neben der allgemeinen Medienschelte, vorsichtig ausgedrückt, gepoltert, dass es auf keine Kuhhaut ging.

Vielleicht war dieser Auftritt Vorbild für Martin Schulz.
Der legte allerdings noch etwas drauf.

Zwischendurch ebenfalls die Medienschelte, dann an Pöbeleien grenzende Anfeindungen an die Bundeskanzlerin und über die mit SPD-Beteiligung absolvierte Regierungszeit.

Hier dazu ein Kurzzusammenschnitt, in dem es speziell ab Min. 6 durch die Zusammenfassung von Christian Lindner hoch brisant wird für Martin Schulz:

Wenn nicht nur der 100%-Heilsbringer der SPD, sondern auch die Gabriel gesteuerte SPD das Regierungsmandat so unerträglich empfunden hat, dann darf die Frage erlaubt sein:
Warum hat die SPD nicht die Gespräche gesucht zu Die Linke und zu den Grünen, mit denen sie eine links-soziale Regierungseinheit hätte bilden können?

Dann wäre sie zudem stärkstes Glied in der Regierungskoalition gewesen!

Bereits zu diesem Zeitpunkt hat sie persönlichen Animositäten (Oskar Lafontaine) vor das Staatswohl gestellt.

Und warum überhaupt diese überbordenden Angriffe des Martin Schulz nach der Wahl und nicht im TV-Duell?

Noch eine Gemeinsamkeit mit dem Wahlauftritt von Schröder 2005 bleibt abzuwarten.
Damals hat Schröder vehement eine Große Koalition abgelehnt, dann ist sie doch gekommen.

Und nun? Was ist, wenn Jamaika nicht kommt?
Dann verweigert sich die SPD der Staatsräson und stellt Parteiinteressen vor alles?

Ist dann nicht verständlich, dass die Wählerschaft nicht mehr versteht was da abgeht und sich (aus Protest) abwendet?

Die Spitze der Peinlichkeiten hat sich dazu am Mittwoch die bisherige Bundesarbeitsministerin und frisch gekürte Fraktionsvorsitzende der SPD, Frau Andrea Nahles geleistet.

Man dachte bislang die bekannte Pöbelei in 2011 des ehemaligen
Kanzleramtsministers Pofalla gegenüber dem Bundestagsmitglied Bosbach


"Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen"

 wäre das Non-plus-Ultra "Highlight".

Nun zeigt sich, dass Benimmregeln auch in anderen Politikerkreisen, wie jetzt bei der auch als Pippi Langstrumpf-Sängerin bekannten Andrea Nahles, nicht immer eine vorauszusetzende Tugend ist.

In Bezug auf die Arbeit mit der künftigen Regierung teilt Sie aus


"Ab morgen kriegen sie in die Fresse".

Wer es nicht glaubt, hier ist der Mitschnitt zu sehen
(
Anm. d. Verf. : "Das ursprüngliche unkommentierte Video wurde heute im Laufe des Tages auf YouTube entfernt / dafür anhängend ein neues bereits mit verständnisvoller Kommentierung moderiertes Video / der angemerkte Ausspruch ab Min. 0:52"):

Solche Vorgänge lösen zurecht bei den "Normalos" in der Bevölkerung mehr als Befremden aus und lassen andererseits tief in das Werteverständnis der Handelnden blicken.

Und dann wird noch nach Gründen für die Politikverdrossenheit und Wut der Wähler gesucht?

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Autor:

Reiner W. Dzuba aus Lünen

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