Wähler warteten auf Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht gab sich in ihrer Rede kämpferisch.
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Sahra Wagenknecht hat mit ihrem Wahlkampf-Auftritt in Selm die Pflicht geschafft. In der Kür gibt es einen kleinen Punktabzug. Die Linke kam mit Verspätung vor dem Bürgerhaus an. Schuld seien Verzögerungen beim Flug und die vollen Autobahnen gewesen.

Nicht länger warten! So warb die Linke am Donnerstagnachmittag direkt neben der Bühne mit einem Plakat. Gemeint war damit aber die "Abschaffung der Zwei-Klassen-Medizin", nicht etwa das Warten auf Wagenknecht. Die stellvertretende Parteivorsitzende der Linken war auf Plakaten für vier Uhr am Nachmittag angekündigt, tatsächlich traf sie allerdings mit über eineinhalb Stunden Verspätung in Selm ein. Die Linken improvisierten und schickte so zunächst die beiden Bundestags-Kandidaten für die Wahlkreise, Udo Gabriel und Walter Wendt-Kleinberg, auf die Bühne. Das passte. Fast nahtlos übernahm danach Sahra Wagenknecht das Mikro und startete mit einer Entschuldigung für die Verspätung. Der Flieger zum Flughafen Köln hatte Verspätung und die Autobahnen waren dicht. Der Termin in Selm sei ihr aber wichtig gewesen. "Bürger kleiner Städte sind für mich so wichtig, wie Bürger großer Städte", wurde Wagenknecht von Gabriel zitiert.

Wagenknecht kam in Selm gut an

Zugeben: Der Wahlkampf-Stress neben den üblichen Terminen ist sicher kein Zuckerschlecken. Morgens noch in Berlin, dann eine Fernsehaufzeichnung mit Michel Friedman, dann nach Selm und danach warteten noch die potenziellen Wähler in Solingen. Wagenknecht ist scheinbar im Training, die Vorzeige-Politikerin der Linken kam mit tadellosem Styling und im schicken roten Zweiteiler. Von Hektik keine Spur. Langen Atem stellte Wagenknecht in ihrer kämpferisch vorgetragenen Rede außerdem unter Beweis. Sie ging zunächst auf die Syrien-Krise ein. "Frieden kann man nicht herbei bomben." Und setzte danach zum Rundumschlag zwischen den Themen Armut und Arbeitslosigkeit an - andere Parteien konnten dabei nicht mit Schonung rechnen. Inhaltlich konnte Sahra Wagenknecht die Gäste der Wahlkampfveranstaltung überzeugen. Immer wieder gab es Applaus. Das wohl schönste Kompliment machte aber von der Politikerin unbemerkt ein älterer Mann am Rande der Veranstaltung mit Blick auf Wagenknecht. "Eine tolle Frau, oder?"

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Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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