Wählerfrust stellt Uhren neu!

Die geringe Wahlbeteiligung von 32,11 Prozent bei der am Sonntag durchgeführten Stichwahl für das Bürgermeisteramt muss ein herber Schlag ins Gesicht für alle politischen Parteien/Wählergemeinschaften in Lünen gewesen sein, auch wenn einige von Ihnen selbst keinen Kandidaten gestellt haben. Warum mehr als 2/3 der Lüner Bürgerinnen und Bürger nicht den Weg zur Wahlurne gefunden haben kann man nur vermuten, Gewissheit hat man dafür aber nicht.

Gleichgültigkeit, Desinteresse oder die Einstellung, dass man mit seiner Stimmabgabe sowieso nichts ändern kann, müssen die Alarmglocken bei jedem Politiker und politisch interessierten Menschen in dieser Stadt klingeln lassen. Die Gefahr, dass plötzlich Rattenfänger die politische Bühne betreten ist meiner Meinung nach größer denn je. Vielleicht ist es aber auch so, dass es Politik verlernt hat, Bürger zu begeistern und bei der Entscheidungsfindung mitzunehmen? Letztendlich darf es nicht sein, dass Menschen in einem freien Land mit freien Wahlen nicht ihr Beteiligungsrecht in Anspruch nehmen wollen, weil sie den Glauben an Politik verloren haben.

Aus diesem Grunde nehme ich die Verantwortlichen des zurückliegenden Bürgermeisterwahlkampfes bei ihrem Wort, dass sie sich für das Wohl dieser Stadt einsetzen und Maßnahmen auf den Weg bringen werden, die dieser negativen Entwicklung entgegen steuern. Schlimm wäre es in diesem Zusammenhang, wenn die zukünftige Arbeit des neuen Bürgermeisters grundsätzlich torpediert würde. Das wäre nicht nur der falsche Weg, sondern würde dem Phänomen der Wahlmüdigkeit auch noch zusätzliche Nahrung liefern. Auch stünde ein solches Verhalten im Widerspruch mit den im Wahlkampf öffentlich gemachten Aussagen, sich für Lünen und seine Bürgerinnen und Bürger einzusetzen, denn es geht hier nicht um Machterhalt oder Machtgewinn, sondern um eine Stadt mit 85.000 Einwohnern.

An dieser Stelle wünsche ich Jürgen Kleine-Frauns in seinem neuen Amt als Bürgermeister dieser Stadt ein glückliches Händchen im Umgang mit allen politischen Kräften und dass er ihre Unterstützung bei seiner verantwortungsvollen Arbeit erfährt – angelehnt an sein Motto – „Lünen bewegen“.

Autor:

Michael Folchmann aus Lünen

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