Bahn-Botschafter: Gleise sind kein Spielplatz

Shawn Gläser aus Lünen schreibt bei Instagram als @der_db_botschafter.
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  • Foto: Magalski
  • hochgeladen von Daniel Magalski

Im Internet sieht Shawn Gläser sie immer wieder: Bilder von jungen Menschen, sie posieren für die Kamera auf Gleisen. Shawn ist Botschafter der Deutschen Bahn und diese Fotos machen ihm Sorgen.

Shawn Gläser kommt aus Lünen und macht bei der Bahn eine Ausbildung zum Kaufmann für Verkehrsservice. Zwei Jahre ist er schon dabei, seit einiger Zeit auch offiziell als Botschafter der Deutschen Bahn. Der Zwanzigjährige geht in Schulen, erzählt über die Bahn als Arbeitgeber. Information auf Augenhöhe, unter @der_db_botschafter sogar mit eigenem Instagram-Account. Shawn postet hier Fotos, mal vom Hauptbahnhof Hamburg, mal vom Vortrag bei der Industrie- und Handelskammer, mal mit Moderator Steffen Hallaschka. Und Shawn erklärt den Bahn-Alltag. Instagram ist aber auch ein Ort, wo Shawn immer wieder eben diese Bilder findet von jungen Menschen beim Spaziergang auf den Gleisen. In Lünen starben vor fünf Jahren zwei junge Mädchen auf der Güterzugstrecke nahe der Dortmunder Straße. Ein Unglück. "Züge sind schnell und sie werden aufgrund der technischen Entwicklung immer leiser", erklärt Bahn-Botschafter Shawn. Eine Regionalbahn, wie sie zwischen Lünen und Dortmund unterwegs ist, fährt in der Spitze mit Geschwindigkeiten um hundert Stundenkilometern. Eine Schnellbremsung bringt den Zug bei einer Gefahr im Gleis zum Stehen, doch "schnell" hat bei den Stahlkolossen eine andere Bedeutung. Hunderte Meter liegen je nach Geschwindigkeit und der Beschaffenheit der Gleise, etwa nach Regen oder Schnee, zwischen dem Beginn der Bremsung und dem Stillstand.

Eingriff in den Bahnverkehr

Hindernissen ausweichen, das ist mit einem Zug ohnehin nicht drin und was im Weg ist... "Gleise und andere Bahnanlagen sind kein Spielplatz und Züge kein Klettergerüst. Kein Foto ist es wert, dass man dafür sein Leben aufs Spiel setzt", sagt Shawn. Der Lüner hat einen Wunsch: Eltern sollten ihre Kinder schon früh und immer wieder über die Gefahren an Bahnstrecken aufklären, vielleicht erspart das eines Tages vielen Menschen von Familie und Freunden bis hin zum Lokführer und Rettungskräften großes Leid. Fotosshoots auf Bahnanlagen und andere Ausflüge bleiben aber auch wenn man keine körperlichen Schäden erleidet nicht ohne Folgen. Eingriff in den Bahnverkehr nennt solche Aktionen das Beamten-Deutsch, wer dabei erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen bis zu Gefängnis. Wenn Züge wegen Personen im Gleis stoppen müssen, sich verspäten und drohen unter Umständen auch Schadensersatz-Ansprüche.

Thema "Bahn" im Lokalkompass:
> Eurobahn kracht in Draisine auf den Gleisen

Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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