A-Jugend-Coach Mikail Bulut: „Ich bin ein LSVer!“

Mikail Bulut

Von Bernd Janning

Lünen. Die Westfalenliga-Fußballer des Lüner SV haben zur neuen Saison 2020/21 einen neuen Trainer für ihre A-Jugend. Das Team in der Kreisliga A wird dann von Mikail Bulut gecoacht.

„Warum ich diese Aufgabe übernehme!“ Der neue Übungsleiter lächelt. „Ich bin doch ein LSVer. Habe schon sieben Jahre Lüner SV erlebt. Als Jugendlicher, Trainer und Schiedsrichter!“

Dass Bulut in Lünen - am 9. Februar 1990 - geboren ist, passt da wie jeder gut geschossene Ball ins Tor. Das Tor und das gesamte Fußballfeld lernte er mit sechs Jahren bei den Minis von BW Alstedde kennen. In der D-Jugend wechselte er zum Lüner SV, unterbrochen von einem Jahr beim Landesligisten Teutonia Waltrop.

Eine halbe Saison lief er für die A-Jugend des BV Brambauer auf, die restlichen eineinhalb Jahre in der ältesten Nachwuchsklasse wieder beim Lüner SV.

Es war das Studium, das den heutigen Sozialpädagogen in Duisburg und jetzt wohnhaft in Mengede, beim Kicken stoppte. Doch als sich die Rot-Weißen meldeten, übernahm der Mann, dem der LSV damals den Breitensport-Schein spendierte, in Schwansbell die D-Jugend für die Saison 2009/10.

Die Serie 2011/12 coachte er die U17 der Waltroper Teutonen. Vier Monate lief er für den B-Ligisten TIU Rünthe auf, übernahm das Team erst als Spielertrainer, dann bis Oktober 2017 nur noch als Coach. Ab Januar 2018 folgte ein halbes Jahr bei der Zweiten von Ay Yildiz Derne, wo er als Trainer aushalf. Einer Auszeit folgte von Januar 2019 ein Jahr als Coach bei TIU Rünthe, weiter in der B-Liga.

Kurz war das Gastspiel bei Gurbet Spor Bergkamen. Als der Investor weg war, war er auch als Trainer nicht mehr gefragt.

Seine Aufgabe bei den Lüner Löwen geht er ganz gelassen an. „Wir brauchen keinen Druck. Die neue Mannschaft muss sich erst kennenlernen, muss mit Trainern und Betreuern eine Einheit werden.“ Meist kommt danach der Erfolg.

Hier noch ein paar Fragen an den Neuen:

Lieblingsverein: Galatasaray Istanbul

Lieblingsspieler: Gheorge Hagi war der Held meiner Kindheit. Als aktiven Fußballer gefällt mir die Spielweise von Adrien Rabiot.

Lieblingsessen: Definitiv Döner 🙂 - aber Kartoffelgratin und Hähnchenbrust stehen auch ganz oben auf meiner Liste.

Lieblingsgetränk: Dr. Pepper

Lieblingsmusik: Ich höre alles. Je nach Stimmung, ist auch die Musikrichtung abwechslungsreich.

Hobbys: Mein Leben dreht sich eigentlich nur um Fußball. Ansonsten stelle ich mich gerne mal in die Küche zum Kochen oder lese hin und wieder mal ein Buch.

Schönstes Erlebniss im Fußball: Ich war als Trainer mit der U17 von Teutonia SuS Waltrop in Spanien, um an einem internationalem Turnier an der Costa Brava nähe Barcelona teilzunehmen. Da waren knapp 80 Teams aus aller Welt. unter anderem U17-Bundesligisten. Bei der Eröffnung des Turniers stand der riesige Pokal zur Schau da und ich sagte einem der Veranstalter, der um diesen Pokal herum stand, dass Turnier brauche nicht gespielt werden, er könne mir den Pokal direkt mitgeben. Ich wurde ausgelacht und der Herr antwortete, wir als Bezirksligist hätten nicht den Hauch einer Chance. Doch das Schicksal nahm seinen Lauf und plötzlich fanden wir uns im Finale vor rund 4000 Zuschauen im Stadion Pineda de Mar wieder. Dort gewannen wir die Copa Maresme im Elfmeterschießen gegen den damaligen U17-Bundesligisten RW Ahlen. Mit Abstand der schönste Moment den ich im Fußball genießen konnte.

Schlechtes Ereignis: Ich musste mal eine Sperre absitzen für ein Vergehen, das ich nicht bemacht hatte. Ich war damals 19 und ebenfalls beim Lüner SV aktiv. Das Problem bei der Sache war, der Schiedsrichter beschuldigte mich und die Spruchkammer hat da so eine goldene Regel; der Schiedsrichter hat immer Recht. Egal was ich auch versuchte, am Ende stand ich vor Menschen, denen es egal war, wie authentisch oder plausibel meine Darstellung war, denn Ihren Schiedsrichter würden Sie in jedem Fall Recht geben. Zum Schluss der Verhandlungen gab man mir eine letzte Gelegenheit die Schuld einzugestehen und mich dafür zu entschuldigen, damit ich eine kürzere Sperrzeit bekomme. Dies tat ich dann leider auch, um wieder früher vor dem Ball treten zu können. Heute würde ich mich für nichts entschuldigen, was ich nicht getan habe und zurückblickend ist es eine nicht besonders schöne Erinnerung.

Autor:

Lüner SV Fußball e.V. aus Lünen

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