Hallen-Stadtmeisterschaft: Türkspor, VfL Hörde und FC Wellinghofen für ein Jahr ausgeschlossen

Lünen. Die 37. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft im Dezember 2020 und Januar 2021 findet ohne Türkspor Dortmund, den VfL Hörde und den FC Wellinghofen statt. Nach den Vorkommnissen in der Vor- bzw. Zwischenrunde der vergangenen Auflage schloss der Kreis-Fußballausschuss (KFA) den Spitzenreiter der Bezirksliga 8 sowie die beiden B-Kreisligisten von der kommenden Veranstaltung aus. Alle drei Klubs wurden außerdem mit einem Ordnungsgeld von jeweils 500 Euro belegt. Diese Beschlüsse wurden einstimmig verfasst. Das teilte der Fußballkreis Dortmund auf seiner Homepage mit.
Der Ausschluss greift, sollte sich das Trio über die Platzierung in seiner Liga für diese Spiele wieder qualifizieren. Glückt ihnen diese Qualifizierung nicht, nehmen sie sowieso nicht an den Hallenspielen teil. Dann verschiebt sich der Ausschluss um ein Jahr, mit jeder womöglich direkt nicht erfolgten Qualifizierung um ein weiteres Jahr.
Schon mehrfach hatte der Kreis Dortmund in der Geschichte der Titelkämpfe wegen Fehlverhaltens von Spielern, Offiziellen oder Zuschauern Sperren ausgesprochen, teilweise sogar über mehrere Jahre hinweg. Auch nach den jüngsten Vorfällen war bereits während des Turniers ein hartes Durchgreifen angekündigt worden. Viele hatten nach den Geschehnissen, die in den aktuellen Fällen allesamt von Zuschauern ausgegangen waren, weitreichende Konsequenzen gefordert.
In der Vorrunde der Halle Wellinghofen hatten Anhänger des FC Wellinghofen Ordnungsdienst, Schiedsrichter sowie gegnerische Mannschaften aufs Heftigste verbal attackiert und provoziert und sich darüber hinaus auch durch Werfen von Bierbechern und Papierschnipseln unsportlich verhalten.
In der Halle Renninghausen war es, ebenfalls in der Vorrunde, auf den Rängen und direkt am Spielfeldrand zu Ausschreitungen von Sympathisanten des VfL Hörde mit Rudelbildung auf dem Spielfeld und Tätlichkeiten gegenüber Ordnern der Ausrichtervereine gekommen, die zu einer mehrminütigen Unterbrechung des Derbys gegen den Hörder SC geführt hatten.
In der Zwischenrunde der Halle Huckarde schließlich war ein Zuschauer aus dem Fan-Block von Türkspor Dortmund aufs Spielfeld gelaufen und hatte zwei Spieler des Lüner SV angegriffen, dazu gab es auch hier verbale Beleidungen in Richtung der Schiedsrichter. Alle Spiele konnten glücklicherweise zu Ende geführt werden, nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten.
KFA sieht keine Alternative zu harten Beschlüssen

Dennoch sah letztlich auch der Kreis-Fußballausschuss zu harten Beschlüssen mit abschreckender Wirkung keine Alternative, zumal Vereine grundsätzlich für das Verhalten ihrer Fans verantwortlich seien. Weil die drei Klubs die Entscheidungen des Gremiums nicht aus der Öffentlichkeit erfahren sollten, wurden Vertreter von Türkspor Dortmund sowie des VfL Hörde und des FC Wellinghofen in einer Unterredung am Dienstagabend als Erstes über die Beschlüsse unterrichtet.
Wegen weniger schwerwiegender Vergehen in der Vorrunde wurden zudem SuS Derne, der FV Scharnhorst, Sarajewo Bosna (jeweils 200 Euro), der Hörder SC (150 Euro) sowie der SV Westrich und der SC Osmanlispor (jeweils 100 Euro) mit Ordnungsgeldern belegt. Autor Udo Stark/Jan-

Autor:

Lüner SV Fußball e.V. aus Lünen

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