In treuesten Diensten des VfB - Ex-LSVer Manfred Tapken wird 60 Jahre

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LÜNEN. Manfred Tapken hat als Fußballer schon viele schwere Spiele erlebt. Doch eines seiner härtesten erwartet ihn am Sonntag, 21. Oktober. Es ist der Tag, an dem er seinen 60. Geburtstag feiert und er im Duell der Kreisliga A als Sportlicher Leiter des VfB 08 Lünen im Stadion Kampfbahn Schwansbell bei der Zweiten des Lüner SV antritt. Ein absolutes Spitzenspiel und nichts für schwache Nerven. Besonders für Tapken.
So gewissenhaft und erfolgreich er bei den Südern auch den Ball bei Spielervermittlung und Betreuung laufen lässt, sein Herz schlägt immer noch für seinen Stammverein Lüner SV. Los ging es jedoch als Straßen-Kicker. Der legendäre LSV-Trainer Sepp Högerl lockte ihn in den Vereinsfußball. Im Sommer 1973 begann er in der A-Jugend der Lüner Löwen, damals wie heute in der Bezirksliga.
1978 bestritt er sein erstes Seniorenspiel in der Verbandsliga-Ersten des LSV, wurde Torjäger und erlebte den Aufstieg in die Oberliga mit. „Nach dem Abstieg nach nur einem Jahr sah ich beim LSV keine Perspektive mehr!“ Inzwischen lagen natürlich erste Anfragen, so auch von Borussia Dortmund, vor.
Das Rennen machte1981 Oberligist SpVgg Erkenschwick. Anfangs war dort Tapkens einstiger Klubkamerad Manfred Balcerzak, mehrfach auch Trainer des LSV, Coach. Klar, dass da der Wechsel besonders problemlos war, Tapken einen Stammplatz hatte, weiter seine Tore schoss. Auch unter dem früheren Schalker und Gladbacher Profi Jürgen Wittkamp. Je älter er wurde, desto vielseitiger war er einsetzbar, vom Libero bis zum Stürmer.
Fünf Jahre, bis 1986, pendelte der gelernte Friseur vom väterlichen Salon an der Bebelstraße mindestens dreimal die Woche die 30 Kilometer bis nach Erkenschwick und zurück.
Peter Wirsching, mit dem er schon beim LSV zusammengespielt hatte, wurde in Schwansbell Trainer. 1986 war er bei seinem Heimatverein zurück. TuRa Bergkamen, GW Selm, VfL Werne, Sportfreunde Werne und Werner SC waren die nächsten Stationen. Beim WSC war Co unter Ex-Profi Ingo Anderbrügge als Chefcoach. Dann übernahm er selbst das Team für zwei Jahre. Er wurde Trainer des BV Lünen II, spielte für die Altherren des Lüner SV und Werner SC. Ein Gastspiel der Lüner Altherrenauswahl unter Federführung des VfB-Fördervereinsvorsitzenden Sascha Kusserow brachte den LSVer dann im Dezember 2016 zum VfB.
Dort formte er inzwischen mit dem Ex-LSVer Mark Bördeling - Tapken: „Wir kennen uns schon seit über 20 Jahren“- ein Erfolgsteam, das für den Bezirksliga-Aufstieg reif wird.
Nur, was macht Tapken am Sonntag mit seinen zwei Herzen in seiner Brust? Mit dem VfB will er unbedingt gewinnen, aufsteigen. Den LSV will er nicht unbedingt verlieren sehen. Für ihn ist die Begegnung am 11. Spieltag der Saison 2018/19 auf jeden Fall eine ganz besondere. Bernd Janning

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