Lüner pfiff den ganz großen Traum: Michael Schmälzger leitete das Play-off-Finale im Wasserball

Michael Schmälzger beim Finalspiel in Hannover: Auf höchsten Niveau der Sportart Wasserball muss man als Schiedsrichter nicht nur die Regeln perfekt beherrschen, auch die Körpersprache ist in der Kommunikation mit Spielern und Trainern enorm wichtig.
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Es war das Spiel des Jahres im Wasserballsport: Das fünfte und entscheidende Play-off Spiel um die Deutsche Meisterschaft fand am Samstag im Stadionbad in Hannover statt. Eine für den normalen Zuschauer eher unauffällige Rolle spielte dabei der Lüner Michael Schmälzger.

Denn der 46-Jährige pfiff das Spiel zusammen mit Schiedsrichterkollegin Marcella Mauss aus Heidelberg. Und bleibt ein Schiedsrichtergespann am Ende des Tages unauffällig, so ist das meist ein Indikator für eine gute Leistung. Einen sehr guten Auftritt der Unparteiischen attestierte ihnen anschließend auch der offizielle Spielbeobachter.

Brisanz im Vorfeld und Küsschen für Schiedsrichter

Dabei bot die Partie im Vorfeld reichlich Brisanz: Waspo Hannover gegen Rekordmeister Spandau lautete das Duell im Playoff-Finale. Hannover führte bereits nach zwei Spielen 2:0, ehe Spandau in der Serie ausglich und das fünfte Spiel entscheiden musste. Hinzu kam, dass beide Vereine sich ungefähr so "lieben" wie Schalke und Dortmund beim Fußball. Und im dritten Spiel der Serie hatten außerdem beide Trainer "Rot" gesehen. Spandaus Coach Petar Kovacevic hatte dem Schiedsrichter im Spiel sogar einen Kuss auf die Wange gegeben und dafür den Karton gesehen.

Hannovers Trainer Karsten Seehafer nach dem fünften Spiel:

Beim fünften Spiel nun in Hannover war das Spiel zwar hart umkämpft, aber nicht unfair oder hitzig. Auch die Trainer benahmen sich nach ihrer Sperre in Spiel 4 wieder ordentlich: kein Küsschen für die Schiedsrichter.

Am Ende siegte Hannover mit 7:5 - mit entsprechend großem Jubel, denn 25 Jahre musste man auf diesen Titel warten, während Spandau dagegen den 37. Titel der vergangenen 40 Jahren verpasste.

Breitenreiter und Toba waren Zuschauer

Unter den Zuschauern waren dabei auch prominente Namen: Hannover 96 Trainer Andrè Breitenreiter und Turner Andreas Toba, der 2016 in Rio de Janeiro mit Kreuzbandriss am Pauschenpferd antrat.

Der erfahrene Schiedsrichter Michael Schmälzger pfeift seit 2005 in der Bundesliga und hatte bereits 2014 ein Spiel der Finalserie gepfiffen. Es war das zweite Play-off-Spiel der „Best-of-Five-Serie“ in Berlin und bereits damals ging ein Traum für ihn in Erfüllung.

Mit dem absoluten Topspiel im deutschen Wasserball ist am Samstag in Hannover nun ein noch größerer Traum in Erfüllung gegangen - mehr geht im Deutschen Wasserball schlichtweg nicht. Dass er diese Nominierung mit einer Top-Leistung krönte, wird er sicher irgendwann seinen (noch nicht vorhandenen) Enkeln erzählen. Michael Schmälzger in Aktion 

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