Lüner SV verliert Torjäger Johannes Zottl an Lippstadt

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Von Bernd Janning

Lünen. Die Fußballer des Lüner SV verlieren ihren besten Knipser. Johannes Zottl meldete sich mit Ende der winterlichen Wechselperiode beim Westfalenligisten ab und wird schon heute (30. 1.) beim Regionalligisten SV Lippstadt am Abschlusstraining teilnehmen. Er dürfte auch am Freitag im Kader stehen, wenn Lippstadt zum Punktspiel beim SC Verl antritt

„Ich will mir meinen Wunsch erfüllen, mich im höheren professionellen Fußball-Bereich bewähren,“ erklärte der beidfüßig starke Stürmer, der am 4. März 26 Jahre alt wird. „Das ist keine Entscheidung gegen den Lüner SV, sondern für eine höhere Spielklasse gewesen,“ fügt er hinzu

Zottl kam mit Beginn dieser Saison vom Klassenkonkurrenten Iserlohn. Er lief jetzt 13 Mal für die immer noch schwächelnden Lüner auf. Er selbst gehörte meist zu den besten Lünern, war mit seinen 15 Toren einer der zweitbesten Schützen der Liga und für die Rot-Weißen so etwas wie eine „Nicht-Abstiegs-Garantie“.

Doch im Kampf um den Klassenerhalt macht der Ex-LSVer mit der Trikot-Nummer 27 seinen alten Kameraden Hoffnung. „Unter der guten Leitung von Matze Drees hat die Mannschaft am Ende mit Sicherheit nichts mit dem Abstieg zu tun!“

So sieht es auch LSV-Trainer Christian Hampel: „Natürlich gehen jetzt die Diskussionen wieder los. Wie will der LSV, wo sein Toptorjäger weg ist, die Liga halten! Das sehe ich anders. Unter den Abgängen, die wir im Winter hatten, ist zwar Johannes Zottl der einzige richtige Verlust. Dem steht aber der Zugang von drei guten Offensiven gegenüber. Dies sind Nico Friedberg vom Klassenkonkurrenten Wiemelhausen und Talha Temur, Rückkehrer von Oberligisten Rhynern. Als neu betrachte ich auch Milan Sekulic, der wegen seiner Visa-Probleme zuletzt gerade fünfmal zur Verfügung stand.“

Hampel betonte auch noch einmal, dass der LSV Zottl bei dessen Verpflichtung versichert habe, ihm bei einem Wechsel zu einem höherklassigen Verein keine Steine in den Weg zu legen. „Wenn er höher woanders spielen will und kann, wollten wir ihn nicht auf Biegen und Brechen halten.“

„Kein Kommentar!“ hieß es aus der LSV-Führungsriege um Vorsitzenden Imdat Acar. Auf die Frage nach den Wechsel- und Ablöse-Modalitäten, die am späten Donnerstagnachmittag über die Bühne gegangen sind. „Aber ich wünsche Johannes Zottl viel Erfolg.“

Zottl verabschiedet sich mit netten Worten von den Lüner Löwen. „Beim LSV war das Geschehen sehr wechselreich. Für mich persönlich lief es sehr gut. Die Mannschaft ist eine super Truppe. Ich war sofort integriert, habe nette Leute kennengelernt. Wenn ich Zeit habe, schaue ich mir Spiele der Lüner an. Ich werde auch mit Christian Hampel und Vorstandsmitglied Arno Franke in Kontakt bleiben, mit Fabian Pfennigstorf und Matthias Göke hin und wieder die Dartpfeile werfen.“

Zottl, befreundet mit dem Ex-Dortmunder Julian Weigl, der aktuell zu Benfica Lissabon wechselte, begann seine Karriere beim Sportbund DJK Rosenheim, wechselte 2013 zur SG Rosenheim, 2014 zu 1860 Rosenheim, 2018 zum FC Iserlohn. 2019 zum Lüner SV. Im Spiel Iserlohn gegen LSV zog er sich am 26, April letzten Jahres beim Aufprall auf eine Betonmauer einen Schädelbein- und Augenhöhlenbruch zu. Der LSVer Meris Mesic rettete damals seinen späteren Mannschaftkameraden vor dem Erstickungstod, indem er Zottl die eingeklemmte Zunge aus dem Rachen zog.

PS: Co-Trainer in Lippstadt ist Marc Woller, der zu Anfang dieser Saison den LSV trainierte, dann vom Sportlichen Leiter Christian Hampel abgelöst wurde. ©textfotojanning 2020

Autor:

Lüner SV Fußball e.V. aus Lünen

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