Marl-Hüls pleite - Neun Punkte weg Ex-LSVer Oliver Ridder soll retten

Oliver Ridder

Lünen. Der TSV Marl-Hüls, Konkurrent des Lüner SV in der Fußball-Westfalenliga, muss erneut einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Letzten Montag (14. 1) wurde ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Mannschaft soll aber weiter auflaufen - so am Sonntag (14. 2., 14 Uhr) gegen den Lüner SV, der dann im 1500 Fans fassenden Loekampstadion sein erstes Punktspiel des Jahres bestreitet.
Marl-Hüls steht mit nur 12 Punkten auf dem vorletzen Rang. Drei Teams steigen auf jeden Fall. Dabei wird auch der einstige Deutsche Amateur- und Amateur Vize-Meister von 1954 und 1972 sein.
Den vorletzten Tiefschlag musste der Klub 2017 hinnehmen, als der gesamte Fußball-Vorstand und Trainer Michael Schrank nach einem Disput mit dem Gesamtvereins-Vorstand abtrat. Im Oktober 2017 wurde die Mannschaft aus der Oberliga zurückgezogen. Sie wollte keine Bezugskürzungen bis zur Winterpause akzeptieren.
Wie der Reviersport berichtet, werden nach Aussage des stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Bertram Weh dem TSV wegen des selbst vom Verein eingeleiteten Insolvenzverfahrens nach den Statuten des DFB 9 Punkte abgezogen. Geschieht dies, hätte der Klub des neuen Trainers Oliver Ridder (Foto) keine wirkliche Chance mehr, bei derzeit 12 Punkten Abstand zum rettenden Ufer den Klassenerhalt zu schaffen.
Weh ist trotzdem positiv gestimmt: „Das Team hat die Entscheidung mit einer Art Kampfansage, die Punkte wieder zu holen, toll aufgenommen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das zuständige Amtsgericht in Essen den renommierten Anwalt Dr. Dirk Andres von der "AndresPartner" in Düsseldorf bestellt. Dieser hat schon andere Vereine gerettet.“ Es wird eine Aufstellung der Gesamtschulden geben. Es soll auch keinen Zwangsabstieg geben.“
Doch die Realität sieht jetzt schon anders aus. Über ein halbes Dutzend Spieler ist schon weg. Das Hinspiel gewann der LSV in Schwansbell mit 4:0.
Der Waltroper Oliver Ridder ist in Lünen kein unbeschriebenes Blatt. Er spielte für den BV Brambauer und den Lüner SV in der Bezirksliga. Dort legte der Stürmer eine gute Vorbereitung hin, erfüllte aber in der Meisterschaft die Erwartungen nicht, musste im Dezember 2010 gehen. Bevor er beim TSV Marl-Hüls Seniorentrainer wurde, coachte er dort die B-Jugend und war davor u. a. als Trainer und Spieler in Waltrop, Dingden und Seppenrade aktiv.
LSV und TSV verbindet noch eine Personalie: Pedro Milasincic, ein frührerer Marl-Hülser und Erkeschwicker, war in den 80er Jahren einmal kurz Trainer des Lüner SV. B. Janning

Autor:

Lüner SV Fußball e.V. aus Lünen

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