Wird Lüner SV der Meistermacher?

Leitwolf Matthias Drees, der lange verletzt fehlte

Von Bernd Janning

Lünen. Wird in der Westfalenliga 2 nach einer bisher doch eher mageren Saison der Lüner SV noch der Meistermacher? Ja, denn im Fußball ist so etwas möglich!
Warum kann es so kommen? Der LSV spielt bei Spitzenreiter TuS Sinsen.
Der FC Iserlohn, der nach langem Anlauf endlich aus dem Quark gekommen ist und als Neunter noch einen Platz besser ist als der Lüner SV, verpasste es am Freitag, ebenfalls die Rolle des Meistermachers zu übernehmen.
Bei den Iserlohner sind mehrere alte und neue LSVer am Ball. Diese, Trainer Christian Hampel, bald Sportlicher Leiter LSV, die Rückkehrer Torwart Daniel Dreesen und Mittelfeldmann Philipp Herder (fehlte verletzt), sowie die Iserlohner Neuzugänge beim LSV, Dominik Deppe, Sascha Ernst und Torjäger Johannes Zottl müssen und wollen natürlich auch beweisen, dass sie in der neuen Saison „LSV tauglich“ sind.
Klappte leider gegen den vom Bremer Profi und früheren Dortmunder Nuri Sahin betreuten RSV Meinerzhagen nicht. Der RSV ging schon früh (4.) durch Raphael Gräßer in Führung. Ron Belinski (22. + 90. +1) traf zweimal. Für Iserlohn glückte Pascal Beifuß (41.) nur der zwischenzeitliche Anschluss zum 1:2.
Meinerzhagen ist zumindest bis Sonntagnachmittag mit 52 Punkten Spitzenreiter, hat aber mit 24 zwei Spiele mehr als der TuS Sinsen, der es vor dem morgigen Kick gegen den Lüner SV auf 50 Zähler bringt.
Setzen sich die oft schwer einzuschätzenden Lüner in Sinsen durch, könnten Meisterschaft und Aufstieg zu Gunsten von Meinerzhagen schon entschieden sein. Tritt das Gegenteil ein, bleibt der Titelkampf weiter total offen.
Für den LSV um Trainer Mario Pechaty spricht, dass er in Marl gegen Sinsen nichts zu verlieren hat, aber mit der endlich wieder guten Einstellung wie zuletzt beim 3:2 über DSC Wanne-Eickel alles möglich machen kann.
In Sinsen spielen die Ex-LSVer Dennis Adamczok und Marius Speker. Die bisherigen sieben Duelle zwischen LSV und TuSS verliefen fast total ausgeglichen. Der LSV gewann dreimal, Sinsen zweimal. Zweimal gab es ein Remis. Lünen hat mit 10:8 das leicht bessere Torverhältnis, verlor die letzte Begegnung, das Hinspiel in Schwansbell 0:1 und dabei auch Leitwolf Matthias Drees (Foto), der lange verletzt fehlte,.
Auch wenn Meris Memic (Rot gesperrt), Lars Rustige (1 Spiel Sperre nach 5. Gelb) und Milan Sekulic (zurück nach Bosnien) ausfallen, die Rot-Weißen sind so gut besetzt, dass immer eine Überraschung möglich ist.
Und vielleicht kommt dem Spiel der Lüner Löwen am 12. Mai beim RSV Meinerzhagen doch noch eine besondere Bedeutung zu.
In der zweiten Begegnung in der Woche verlor YEG Hassel in Concordia Wiemelhausen mit 1:2.

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