Abenteuer Internationaler Jugendfreiwilligendienst in Quito

Kinder, die anstatt zur Schule zur gehen arbeiten müssen, das ist bei uns nicht nur undenkbar, sondern gesetzlich verboten. In Ecuador sieht es theoretisch zwar nicht anders aus, doch in der Realität gibt es mehr als eine halbe Millionen Ausnahmen. Allein in Ecuadors Hauptstadt Quito arbeiten beinahe 5000 Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren als Schuhputzer oder auf Märkten um zu überleben, viele von ihnen bleiben der Schule fern, obwohl die Schulausbildung gratis wäre.

Warum ein Jugendfreiwilligendienst?

Seit gut zwei Monaten arbeite ich nun im Rahmen des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes Quito und so wunderschön die Stadt auch sein kann, so hart sind manche Schicksale, die mir während meiner Arbeit begegnen.
Nachdem ich im Mai mein Abitur gemacht hatte, wollte ich nicht direkt mit dem Studium beginnen. Für mich war klar, dass ich einen sozialen Dienst ableisten wollte, um "meinen Teil" an die Gesellschaft zurückzugeben und schon einmal praktische Erfahrung in diesem Berufsfeld zu sammeln. Gleichzeitig gefiel mir der Gedanke allerdings auch, zu reisen und eine neue Kultur kennenzulernen. Der Internationale Jugendfreiwilligendienst, ein teilweise vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gesponserter Dienst im Ausland, war für mich die Lösung, das Eine mit dem Anderen zu kombinieren. Und so kam es, dass ab September 2013 Quito meine neue Heimat auf Zeit wurde.

Meine Arbeit in Quito

Hier arbeite ich im Centro de la Niña Trabajadora ( dt: Zentrum des Arbeitermädchens). CENIT ist eine Organisation mit dem Ziel, Kindern ( insbesondere Mädchen), die schon mit sehr jungen Jahren arbeiten müssen, den Raum zu geben ein Kind zu sein. Das Centro de la Niña Trabajadora setzt sich für die Rechte der Arbeiterkinder ein, indem es unter Anderem Zugang zu Bildung schafft, mit den Familien arbeitet, versucht die Gesellschaft zu sensibilisieren und gesundheitliche und psychologischen Betreuung bietet.
Als Freiwillige kann ich wählen, in welche Projekte ich mich einbringe.
Morgens bin ich beispielsweise als verantwortliche Freiwillige im Centro de Apoyo Escolar ( dt: Zentrum für schulische Unterstützung) eingesetzt. Dort helfen wir Grundschulkindern, die von ihren Familien nicht genug unterstützt werden können und deswegen schulische Defizite haben . Meine Aufgaben dort bestehen unter anderem darin, den Kindern bei ihren Hausaufgaben zu helfen und Unterrichtsstoff nachzuarbeiten. Außerdem plane ich gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge.
Nachmittags arbeite ich im Rescate, einem weiterem Projekt von CENIT. Hier bieten wir Arbeiterkindern auf den Märkten zwischen drei und fünf Jahren die Möglichkeit, dem Alltag zwischen den Gemüseständen zu entkommen. Des Weiterem bringen wir ihnen auf spielerische Art Zahlen, Formen oder auch Hygienemaßnahmen wie Händewaschen und Zähneputzen bei.
Neben diesen Projekten bin ich noch zweimal die Woche im „Proyecto C“ eingesetzt, einer Arbeitsgruppe für Schüler, in welcher sie zusammen mit Freiwilligen und einem ausgebildetem Psychologen an Aggressivitäts-, Aufmerksamkeits- oder Selbstbewusstseinsproblemen arbeiten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Centro de la Niña Trabajadora sein Bestes tut, um die Kinder nachhaltig von der Straße zu holen und ihnen ein perspektivenreicheres Leben zu ermöglichen. Doch dafür ist das Centro de la Niña Trabajadora auf die Arbeit von Freiwilligen angewiesen.
Meine Aufgaben hier machen mir sehr viel Freude und im Rahmen des Internationalen Jugendfreiwilligendiensts wird bereits ein Großteil der Kosten, die während meiner Arbeit im Ausland entstehen, gedeckt, doch um den kompletten Betrag aufzubringen, bin ich auf Spenden angewiesen.
Dieser Freiwilligendienst ist eine einmalige Erfahrung für mich und ich bin Ihnen für jede Spende dankbar. Wenn Sie Interesse haben, mehr über den IJFD und CENIT zu erfahren oder meine Organisation und mich durch Spenden zu unterstützen, können Sie mich gerne per E-Mail erreichen: Julia@Buxel.com.

Autor:

Julia Buxel aus Lünen

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